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Knockout Grafiksuite 2.0

03.07.2008 | 09:56 Uhr |

Mit der Knockout Grafiksuite 2.0, einem Photoshop-kompatiblen Plug-in, lassen sich Bildteile komfortabel freistellen.

Das Freistellen von Objekten, etwa für die Erstellung von Fotomontagen, ist eine anspruchsvolle und nicht selten langwierige Aufgabe. Knockout 2.0 ist ein Photoshop-kompatibles Plug-in, das diese Arbeit vereinfachen soll. Der Begriff „Grafiksuite“ im Produktnamen ist insofern irreführend und bezieht sich wohl allein auf die zusätzliche DVD, die dem Programm beiliegt und 6.000 Fotos sowie 1.000 Schriftarten enthält. Obwohl Knockout 2.0 offiziell auch mit alternativen Bildbearbeitungen funktioniert, wenn diese Photoshop-kompatible Plug-ins unterstützen, sind Photoshop (ab Version 5) und Photoshop Elements (ab Version 2) empfehlenswert: Im Test scheiterte der Einsatz bei Alternativen, die nicht die gleiche Ebenen-Verwaltung unterstützen wie Photoshop.

Handhabung : Wichtiger als die beiliegenden Fotos und Schriftarten dürfte zu Beginn das Video auf der Installations-DVD sein. Hier ist ausführlich und anschaulich erklärt, wie sich Objekte freistellen lassen. Nach dieser Erklärung gelangen uns recht schnell ansehnliche Ergebnisse: Mit einem Freihandwerkzeug zeichneten wir die Kontur des freizustellenden Objekts nach, ließen automatisch eine Außenkontur erstellen, korrigierten die Konturen noch minimal und ließen Knockout rechnen. Daraufhin erhielten wir ein nahezu perfekt freigestelltes Objekt, das wir mühelos vor verschiedene Hintergründe montieren konnten. Selbst das Freistellen von Haaren und Federn gelang problemlos.

Dieselbe Arbeit kostet mit den Bordmitteln von Photoshop ein Vielfaches der Zeit, und das Ergebnis kann meist nicht annähernd so überzeugen. Auch transparente oder teiltransparente Objekte, beispielsweise Gläser, lassen sich mit einiger Übung freistellen und vor anderen Hintergründen platzieren. Als sehr praktisch empfanden wir die Möglichkeit, angefangene Projekte innerhalb des Plug-ins zu speichern und später zu laden und fortzusetzen. Komplexe Freistellungen müssen dann nicht mehr in einem Zug fertiggestellt werden.

Fazit: 50 Euro sind viel Geld für ein derart spezielles Tool. Insbesondere Grafiker, die regelmäßig solche Arbeiten durchführen, sparen im Gegenzug aber sehr viel Zeit.

Alternative: Die kostenlose Software GML Growcut ( www.pcwelt.de/f72 ) arbeitet ebenfalls als Photoshop-kompatibles Plug-in.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 2,0
Bedienung (35%): Note 3,0
Dokumentation (5%): Note 2,5
Installation/De-Installation (5%): Note 2,0
Systemanforderungen (5%): Note 2,5

GESAMTNOTE: 2,4

Anbieter:

Franzis Verlag GmbH

Weblink:

www.franzis.de

Preis:

50 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 26 MB

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