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Kodak ESP-3

22.10.2008 | 10:55 Uhr |

Der Kodak ESP-3 ist der zweite Wurf des Herstellers in Sachen Kombigerät. Als kleinerer Bruder des Easyshare 5300 hat das Gerät eine abgespeckte Ausstattung und ist günstiger im Preis. Was sonst noch aufgefallen ist, lesen Sie im Testbericht.

Besonderheit: Wie schon beim Brudermodell Easyshare 5300 verzichtet Kodak auch beim ESP-3 auf eine Angabe zur Druckauflösung. Die Einstellungen nimmt das Kombigerät automatisch vor. So analysiert es, welche Art Papier eingelegt ist und wählt die dafür passende Auflösung, ohne dass der Anwender Einfluss nehmen kann. Das ist gut und schön, so lange Kodak-Fotopapier mit dem Barcode auf der Rückseite zum Einsatz kommt. Wählten wir jedoch anderes Fotopapier, mussten wir Qualitätseinbußen in Kauf nehmen, da das Gerät nicht die volle Auflösung fuhr. In unserem Fall äußerte sich das in leichten Streifen bei Farbflächen.

Qualität: Das ESP-3 nutzt pigmentierte Tinte, die im Textdruck für ein klares Schriftbild sorgte. Die leicht rauen Buchstabenränder fielen nur minimal ins Gewicht. Gleichzeitig fehlte es den Farben allerdings an Leuchtkraft. Der Grund: Obwohl im Inneren des Geräts eine Kombipatrone mit fünf Farben sowie eine separate Schwarzkartusche steckt, handelt es sich nicht um ein klassisches Sechsfarbdruckwerk. Denn in der Farbkartusche besetzen neben Rot, Blau und Gelb die Farben Schwarz und klare Tinte die weiteren Kammern. So fielen auch die Testkopien etwas fade aus, wenn sie auch gute Graustufen hatten. Die Scaneinheit hingegen produzierte Scans mit leuchtenden Farben. Hier fehlte es allerdings an der Tiefenschärfe.

Ausstattung: Im Gegensatz zum Easyshare 5300 verzichtete Kodak beim ESP-3 auf ein Vorschaudisplay und beschränkt sich dafür auf eine Anzeige für die Anzahl der gewählten Kopien. Gleichzeitig benötigt der Anwender den angeschlossenen Rechner, wenn er die Kartenslots am Gerät nutzt. Denn nur so ist eine Vorschau möglich. Das Bedienfeld des ESP-3 ist übersichtlich, obwohl die Funktionen auf Englisch beschriftet sind. Außerdem lässt sich der Scannerdeckel nicht so anheben, dass sich Buchseiten leicht einlegen lassen - unpraktisch.

Tempo: Zahlreiche Reinigungsläufe der Düsen und das Analysieren des eingelegten Papiers gingen zu Lasten der Geschwindigkeit. Im Drucken fielen hatte es das Gerät gerade bei Texten und gemischten Dokumenten (Text und Abbildung) nicht eilig. Es ist auf Fotodruck hin optimiert und kommt hier mit 51 Sekunden für ein Foto im Format 10 x 15 Zentimeter mehr auf Touren. Auch der Scanner lieferte mittlere Zeitwerte, arbeitete dafür aber recht leise.

Verbrauch: Wir errechneten Seitenpreise von 2,9 Cent für das schwarzweiße und 3,7 Cent für das farbige Blatt - das ist günstig. Die 4,2 Watt im ausgeschalteten Zustand sind dagegen zu hoch.

Fazit: Ein Kombigerät für Anwender, die automatische Abläufe bevorzugen. Die Ergebnisse sind durchschnittlich. Es gibt in diesem Preissegment Alternativen, die gerade bei Alltagsaufgaben mehr drauf haben.

Alternative: Multifunktionsgeräte mit sechs Farbkammern liefern nicht automatisch gute Fotos. Canon beweist mit dem Pixma MP610 jedoch, dass fünf Farben dafür durchaus ausreichen können. Und das, ohne große Kompromisse bei der Ausstattung, dem Arbeitstempo und in der Handhabung machen zu müssen.

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