1309196

Motorola Motozine ZN5

08.05.2009 | 18:30 Uhr |

Während andere Handys noch fokussieren, hat das MotozineZN5 das Bild schon im Kasten. Was das Fotohandy sonst noch leistet, zeigt der Test.

Kamera für rasende Reporter

Häufig kranken Handykameras an einem lahmen Autofokus und zögerlichem Auslösen. Motorola hat nun in Zusammenarbeit mit Kodak ein Fotohandy entwickelt, das vor allem bei der Auslösegeschwindigkeit überzeugt. Schiebt der Nutzer die Schutzkappe von der Kameralinse ist sie in gut einer Sekunde startklar, nach einer weiteren Sekunde befindet sich das Foto bereits im Kasten. Da hält die Konkurrenz nicht mit.

Auch sonst verdient die Handykamera viel Lob: Die Fotos sind kräftig in den Farben, die Farbtöne gut getroffen und die Schärfe bei Makroaufnahmen ist ziemlich hoch. Allerdings rauschen die Bilder bei schwachen Lichtverhältnissen stark. Um dieses Problem zu mildern, lässt sich ein Nachtmodus aktivieren, zusätzlich kann der Nutzer noch einen LED-Blitz mit 2,5 Meter Reichweite zuschalten. Als Sucher dient ein großes, sonnenlichttaugliches Display.

Panorama-Automatik
Gut gefallen hat auch die Panoramafunktion, schließlich muss der Hobbyfotograf nur bei der ersten Teilaufnahme des Panoramas auf den Auslöser drücken. Das zweite und dritte Bild knipst die Kamera von selbst. Bei Sony Ericsson oder Nokia ist hier noch Handarbeit gefragt.

Ist ein Foto gemacht worden, blenden sich auf der Zifferntastatur zwischen den einzelnen Zahlen noch weitere Schnellzugriffsfunktionen ein. Motorola nennt dies Mode Shift - damit werden zur gerade aktiven Anwendung passende Funktionen eingeblendet. Im Falle der Kamera kann der Nutzer via Mode Shift das Bild direkt löschen oder per Klick in die Bildergalerie gehen, wo er sich all seine Fotos ansehen kann oder die Kodak-Gallery anwählen und seine Werke ins Internet übermitteln. Schade nur, dass das ZN5 weder HSDPA noch UMTS unterstützt, somit können Daten unterwegs nur über das langsame EDGE oder GPRS übertragen werden. Alternativ kann sich der Nutzer einen Hotspot suchen und das integrierte WLAN zum Datentransfer nutzen.

Großer Speicher
Alle Fotos und sonstigen Inhalte finden auf dem großzügig bemessenen internen Speicher von 350 MByte Platz. Zusätzlich lässt sich das Handy noch mit einer Micro-SD-Karte um bis zu 4 GByte erweitern. Ärgerlich ist, dass die Speicherkarte nicht bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden kann, da der Steckplatz gut versteckt unter dem Akku sitzt.

Flächendeckende Tastatur
Die Tastatur des Handys bildet eine flache Ebene, die Tasten sind nicht voneinander abgesetzt. Die einzelnen Ziffern beziehungsweise Buchstaben erfühlt man nur durch hervorstehende kleine Noppen. Das Tippen ist daher gewöhnungsbedürftig.

Zum Browsen steht ein HTML-Browser zur Verfügung, der auch ohne UMTS flott lädt. Ferner unterstützt das Handy Instant Messaging und bietet einen E-Mail-Client. Für Unterhaltung sorgen ein UKW-Radio und ein MP3-Player, der neben MP3- auch WMA-Dateien abspielt. Über das mitgelieferte Headset mag man damit stundenlang Musik hören. Und auch die Telefonqualität ist brauchbar.

Fazit
Während Samsung, LG und Sony Ericsson bereits 8-Megapixelkamera-Handys auf den Markt bringen, hinkt Motorola mit seinem 5-Megapixler etwas hinterher. Dennoch müssen sich die Amerikaner mit dem ZN5 nicht verstecken, denn die Kamera bringt neben hoher Geschwindigkeit ein paar feine Funktionen, namentlich die selbstauslösende Panoramafunktion und die vielen Einstellmöglichkeiten von Weißabgleich bis Makro. Bilder dieser Handykamera sind weit mehr als nur verschwommene Schnappschüsse. Hätte Motorola nun auch noch den Datenturbo HSDPA eingebaut, wäre das ZN5 ein Top Gerät.

Detaillierte Testergebnisse und technische Daten finden Sie auf der nächsten Seite.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1309196