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Epson Stylus Photo R285

10.02.2009 | 10:54 Uhr |

Im Inneren des Epson Stylus Photo R285 stecken sechs Farben. Sie sollen den Tintenstrahldrucker insbesondere im Fotodruck Vorteile bringen. Unser Test bestätigte das, zeigte aber gleichzeitig auch Geräteschwächen auf.

Besonderheit: Epson macht beim Stylus Photo R285 keinen Hehl aus dessen Spezialistenrolle. Der Tintenstrahldrucker ist auf Fotoarbeiten getrimmt. Dafür bringt er ein Sechsfarbdruckwerk mit den Farben Blau, Rot, Gelb, Schwarz, Hellrot, Hellblau mit.

Ausstattung: Die separaten Tintentanks sitzen auf einem Piezo-Permanentdruckkopf, der im Minimum 1,5 Picoliter kleine Tropfen produziert. Neben den aktuellen Windows-Betriebssystemen XP und Vista bringt das Gerät auch Treiber für 98SE, ME und 2000 mit, wenn auch im Falle von 98 und ME ausschließlich in englischer Sprache. Als Schnittstelle zum Rechner dient USB 2.0 Hi-Speed, weitere Anschlüsse wie etwa Pictbridge für den Direktdruck von der Digitalkamera sind nicht vorgesehen. Dafür beherrscht das Gerät das Bedrucken von CDs und DVDs.

Tempo: Im Vergleich zum Vorgänger Epson Stylus Photo R265 hat sich die Geschwindigkeit im Fotodruck verbessert. Mit 33 Sekunden war unser randloses Bild im Format 10 x 15 Zentimeter flott fertig. Auch bei Alltagsaufgaben machte der R285 eine ordentliche Figur. So war unser Zehnseiter aus Acrobat nach 3:04 Minuten erledigt, die zehn Seiten Grauert-Brief dauerten 1:53 Minuten. Allerdings entwickelte der Drucker bei der Arbeit ein gut hörbares Geräusch, was nicht nur am Druckwerk, sondern auch am lauten Papiereinzug lag.

Druckqualität: Die in sich harmonischen Farben fielen durchweg etwas dunkel aus. Dafür konnten wir keinen störenden Farbstich feststellen. Aktivierten wir die Funktion "Photo Enhance" im Treiber, wurden die Farben heller, aber auch knalliger. Damit nahm die Natürlichkeit ab. Wie so oft bei Sechsfarbdruckern ist der Textdruck nicht gerade ein zentrales Talent des Geräts. Die Buchstabenränder fielen recht rau aus. Außerdem hätte die Schwarzdeckung ruhig stärker sein können.

Verbrauch: Mit 3,0 Cent für das schwarzweiße Blatt erreichte der R285 einen vertretbaren Wert. Die 9,5 Cent für die Farbseite sind dagegen eher hochpreisig, wenn auch aufgrund der vielen Farben noch vertretbar. Rundum lobenswert fällt das Energiemanagement aus: Der Drucker benötigte im Standby-Modus zuerst 3 Watt, schaltete nach ein paar Minuten auf geringe 1,2 Watt. Ausgeschaltet ging er auf 0 Watt.

Fazit: Ein Fotodrucker durch und durch, dem Verspieltes fremd ist. Angesichts der noch vertretbaren Folgekosten und dem gelungenen Umgang mit Energie empfiehlt sich das Gerät für den Hobbyfotografen.

Vergleichstest: Tintenstrahldrucker

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