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Pentax Optio E60

18.02.2009 | 13:25 Uhr |

In seiner E-Serie bringt Pentax Einsteigerkameras für Leute, die vor allem Wert auf einfache Bedienung legen. Tolle Ausstattungsschmankerl suchen Sie daher bei der Optio E60 vergeblich - doch die Kamera kann auch so punkten.

Pentax zielt mit der Optio E60 ganz klar auf Fotoneulinge ab: Das Gerät ist vor allem mit Automatik-Modi versehen - perfekt also für Leute, die sämtliche Einstellungen lieber ihrer Kamera überlassen. Dafür setzt die E60 jedoch auch nur einen elektronischen Bildstabilisator ein, der durch Erhöhung der Lichtempfindlichkeit kürzere Verschlusszeiten ermöglicht.

Ausstattung: Wie viele aktuelle Modelle bietet auch die Optio E60 eine automatische Motiverkennung. Ist sie aktiviert, wählt die Kamera automatisch das für die Situation passende Motivprogramm - eine Funktion, die vor allem Einsteigern das Fotografieren erleichtert. Für komplett überflüssig hielten wir jedoch den internen Speicher. Dieser ist nur 6,3 MB groß und bietet gerade mal Platz für ein Bild in voller Auflösung und bester Qualität. Für mehr als zehn Bilder müssten Sie entweder die Auflösung auf 1024 x 768 Pixel herunterregeln oder 3 Megapixel bei schlechtester Qualität wählen. Auch die Displaygröße der Kamera entspricht mit 2,4 Zoll nicht ganz dem Standard. Das Gros der aktuellen Kompaktkameras ist derzeit mit 2,5- bis 3-Zoll-Displays ausgestattet.

Kreative Köpfe können ihre gemachten Bilder mit verschiedenen Effekten verschönern: So lassen sich die Aufnahmen mit einem Farbfilter oder einem Rahmen versehen.

Bildqualität: Der große Schwachpunkt der Pentax Optio E60 war der Weitwinkelbereich. Denn bei kurzer Brennweite verlor die 10-Megapixel-Kamera zum Bildrand hin einiges an Auflösung, und auch die Helligkeit ließ um 0,6 Blenden nach. Hinzu kommt eine stark tonnenförmige Verzeichnung. Bei mittlerer und langer Brennweite schnitt die E60 dafür sehr gut ab - gleichmäßig verlaufende Auflösung, minimaler Helligkeitsverlust und nahezu keine Verzeichnung. Das Rauschverhalten der Kamera war ebenfalls in Ordnung. Lediglich bei ISO 200 war der Messwert etwas erhöht, aber immer noch ausreichend. Die Eingangsdynamik der E60 war sehr hoch. Das bedeutet, dass die Kandidatin viele Blendenstufen nutzt. Die Ausgangsdynamik, also die Anzahl der darstellbaren Helligkeitsabstufungen, war ebenfalls gut.

Handhabung: Mit einem extra Knopf aktivieren Sie den grünen Modus der Kamera. Er versetzt die E60 in einen komplett automatischen Modus. Wer mehr Einfluss auf die Belichtung wünscht, wählt über die "Mode"-Taste die Programmautomatik "P", in der Sie neben Auflösung und Qualität auch das Autofokusfeld, die Empfindlichkeit und die Belichtungskorrektur anpassen können.

Fazit: Mit der Optio E60 hat Pentax eine nette kleine Einsteigerkamera im Sortiment. Das Modell hatte zwar im Weitwinkel ein paar Probleme mit der Bildqualität. DIe übrigen Tests absolvierte die E60 jedoch tadellos. Außerdem ließ sie sich sehr einfach bedienen.

Alternativen: Für rund 20 Euro mehr bekommen Sie die Canon Powershot A480 . Die Kamera lieferte in etwa die gleiche Bildqualität, war aber etwas besser ausgestattet.

Varianten:
Pentax Optio E60 schwarz
Pentax Optio E60 silberfarben

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