Force-Feedback-Lenkrad

Logitech Driving Force GT im Test

Montag den 02.06.2008 um 12:19 Uhr

von Markus Pilzweger

Logitech Driving Force GT
Vergrößern Logitech Driving Force GT
© 2014
Rennspiele auf PC oder Konsole machen zwar durchaus Spaß, richtig interessant wird es aber erst, wenn man mit der passenden Hardware - in diesem Fall einem Lenkrad - vor dem Bildschirm sitzt. Speziell für Gran-Turismo-Fans hat Logitech hierfür das Driving Force GT entwickelt. Wir haben das Lenkrad getestet.
Es gibt eine Vielzahl von Lenkrad-Controllern für PC oder Konsole, zusammen mit den eigentlichen Spiele-Entwicklern wird aber nur in den seltensten Fällen derartige Hardware konzipiert. Im Fall des Logitech Driving Force GT haben sich die Spezialisten von Logitech und die Entwickler von Gran Turismo, Polyphony Digital, gemeinsam die Köpfe zerbrochen. Herausgekommen ist ein Force-Feedback-Lenkrad, das insbesondere auf spezielle Funktionen der Kult-Rennspielserie abgestimmt ist. Bis zum Start von Gran Turismo 5 kann das Logitech Driving Force GT aber auch mit Gran Turismo 5 Prologue oder Gran Turismo (HD) genutzt werden. Wir haben es uns mit der Playstation 3 , dem Lenkrad und Gran Turismo 5 Prologue vor dem Fernseher gemütlich gemacht.

Ausstattung: Die Lenkrad-Einheit bietet eine Gangschaltung, die obligatorischen Playstation-3-Buttons, eine Hupe sowie einen Drehregler mit 24 Einstellpositionen, über den sich während des Spiels Einstellungen an der der Bremskraftverteilung, der Traktion und der Stoßdämpfereinstellung vornehmen lassen. Das Lenkrad lässt sich maximal um 900 Grad drehen (2,5 Umdrehungen Anschlag bis Anschlag). In der Lenkradspeiche sind die Buttons R1 und R2 untergebracht, auf der Rückseite finden sich zwei weitere Wippschalter. Direkt an die Lenk-Einheit angeschlossen wird die Fußpedal-Einheit, über diese wird gebremst beziehungsweise beherzt Gas gegeben.

Verarbeitung: Das mit Gummi überzogene Lenkrad hat einen Durchmesser von 28 Zentimetern. Es liegt gut in der Hand und wird auch in schweißtreibenden Situationen nicht rutschig. Die Force-Feedback-Motoren sind durchaus kräftig und lassen das Renngeschehen wesentlich realistischer erscheinen, als bei der Steuerung des Spiels über den normalen Sixaxis-Controller, dem Rumble-Funktionen fremd sind. Jede Unebenheit, Bandenberührung oder sonstige Kollision wird direkt spürbar und man muss - je nach Situation - schon recht kräftig gegen die simulierten Fliehkräfte ankurbeln. Vorsicht: Für jüngere Kinder sind die Ausschläge teilweise recht heftig. Hier sollten Sie in den Einstellungen unbedingt den Force-Feedback-Grad nach unten regeln. Betrieben wird das Driving Force GT über einen separaten Stromanschluss, an die Konsole wird die Hardware per USB angeschlossen.

Die Lenkrad-Einheit wird über zwei Plastikzwingen mit dem Unterboden - in der Regel der Wohnzimmertisch - verbunden. Schön wäre hier, wenn die Zwingen gummiert wären, um Kratzer am Tisch zu vermeiden. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie ein kleines Stück Schaumstoff mit unterlegen und das Ganze erst dann festdrehen.

Die Lenkrad-Einheit hinterlässt einen sehr sauberen und stabilen Eindruck, selbst bei extremen Manövern war kein Knarzen oder Quietschen feststellbar. Gleiches gilt leider nicht für die Pedal-Einheit. Diese ist relativ leicht und neigt auf glatten Böden schnell zum Rutschen. Die Dosierung von Gas oder Bremse funktionierte allerdings alles in allem recht gut.

Realismusgefühl: Wer sich ausgiebig mit Rennspielen beschäftigt, will auf Rückmeldungen in Form von Force Feedback kaum verzichten. Denn diese liefern während des Rennens unschätzbare Informationen, ohne die Top-Zeiten kaum zu erreichen sind. Hier macht das Driving Force GT eine gute Figur, es fährt sich wesentlich realistischer, als mit dem herkömmlichen Controller, was natürlich auch kein Wunder ist. Die kräftigen Force-Feedback-Motoren verstärken den Effekt dabei enorm.

Fazit: Wer Gran Turismo 5 (Prologue) richtig genießen will, wird um die Anschaffung des Driving Force GT kaum herum kommen, zumal es derzeit keine Alternativen am Markt gibt. Die Hardware ist alles in allem sehr sauber und wertig verarbeitet, lediglich die Pedal-Einheit könnte etwas schwerer sein. Zweiter Minus-Punkt: Das USB-Anschlusskabel ist mit 3 Meter Länge für den normalen Gebrauch recht knapp bemessen. Damit Sie das Lenkrad gemütlich vom Wohnzimmertisch aus nutzen können, müssen Sie sich eventuell noch ein USB-Verlängerungskabel zulegen.
Logitech verlangt 149 Euro für das Driving Force GT, im Internet ist der Controller aber bereits für rund 100 Euro erhältlich.

Alternativen: Derzeit gibt es keine Alternativen zu dem Logitech Driving Force GT (Playstation 3).

Montag den 02.06.2008 um 12:19 Uhr

von Markus Pilzweger

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