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WinOnCD 10 Media Suite

28.09.2007 | 08:30 Uhr |

WinOnCD 10 verlangt eine umfangreiche Installation. Die Media Suite, längst mehr als nur Brennprogramm, präsentiert sich übersichtlich und bedienerfreundlich.

Die Installation ist umfangreich, läuft aber flotter als bei früheren Versionen. Das Startcenter, Roxio Central, wurde überarbeitet und präsentiert sich übersichtlich und bedienerfreundlich . Nervig ist auf Dauer lediglich die Willkommen-Seite in der Mitte des Fensters, die auf mehr oder weniger hilfreiche Artikel auf der Homepage des Herstellers verlinkt. Diese Meldungen lassen sich zwar ausblenden, doch auch dann wird der zentrale Bereich nicht sinnvoll genutzt. Hier findet man zudem einen sinnfreien Home-Button.

Auf der linken Seite sind die Funktionen der Media Suite thematisch sortiert (Audio, Daten, Foto, Video) und mit Kurzbeschreibung aufgelistet. Bis zur 1024-er Bildschirmauflösung sind aber nicht immer alle Menüpunkte gleichzeitig sichtbar, die „Extras“ sind bisweilen verschwunden. Nützlich sind die Informationen über im Laufwerk befindliche Medien links unten im Startfenster.

Beim Brennen von Daten-CDs/-DVDs gab es im Test nichts auszusetzen . Es werden umfassende Informationen wie Datenmenge, geschriebene Sektoren und Geschwindigkeit angezeigt. Die Angabe der verbleibenden Zeit war im Test nicht immer korrekt. Gut: Nachdem die Daten geschrieben sind, werden sie standardmäßig verifiziert.

Das Backup-Modul BackOnTrack arbeitete im Test zuverlässig und ohne Abstürze. Gut: Differentielle Backups werden unterstützt, zu sichernde Dateien lassen sich nach Kategorie, etwa Audio-Dateien oder Fotos, auswählen. Negativ fiel auf, dass sich nicht mehrere Backup-Sätze auf einer CD/DVD unterbringen ließen. Die Menüpunkte „Notfallwiederherst“ und „Sofortwiederherst“ konnten im Test nicht genutzt werden.

Im Bereich Audio zeigte WinOnCD 10 im Test keine Schwächen : Wiedergabelisten ließen sich automatisiert nach einem Muster-Lied als Vorgabe zusammenstellen. Erstellte Musik-DVDs mit einer Laufzeit von bis zu 50 Stunden wurden in allen verfügbaren DVD-Playern klaglos abgespielt. Praktisch ist auch der Batch-Konverter, mit dem sich Audiodateien unterschiedlicher Formate in ein anderes Format wandeln lassen. Optische Laufwerke können nun parallel verwendet werden, um beispielsweise Musik von mehreren Datenträgern zeitgleich einzulesen oder auch, um beim Brennen Zeit zu sparen. Das Aufnehmen von verschiedensten Quellen (Plattenspieler, Internet-Radio) funktionierte einwandfrei. Unter Vista ist die Aufnahme via Gadget direkt vom Desktop aus möglich. WinOnCD 10 kann zudem VST-Plug-ins einbinden.

Die Möglichkeiten zur Bild- und Fotobearbeitung sind umfassend . Fotos ließen sich im Test problemlos auch von Handys importieren und schnell nachbearbeiten. Im Bereich der Videofunktionen hatte schon die Version 9 alles Nötige an Bord. Neu ist die Smartsound-Funktion , die eine Auswahl an Soundtracks anbietet, die meistens zur beabsichtigten Stimmung passen und die Nachvertonung vereinfachen. Verbessert wurden die Optionen zur Videoausgabe: Youtube wird direkt unterstützt. Neue Menüvorlagen und eine einfachere Navigation für das DVD-Authoring runden den guten Eindruck ab. Der Cine Player spielte im Test alle gängigen Formate. Fernsehen kann man mit WinOnCD nicht mehr.

Fazit: WinOnCD 10 wirkt flotter und stabiler als die Vorversion. Look-and-Feel der einzelnen Programme wurden weitestgehend angepasst. Der Funktionsumfang ist allen anfallenden Aufgaben gewachsen.

Alternative: Nero 8 ( www.nero.com/deu ) bietet Ähnliches zum etwas höheren Preis. Zudem kann die Software Daten von defekten optischen Medien retten.

BEWERTUNG

Daten-CDs (30 %): Note 1,5
Audio- und Video-CDs (30 %) : Note 1,5
Bedienung (30 %): Note 1,5
Installation/De-Installation (5 %): Note 2,5
Systemanforderungen (5 %): Note 3,0

GESAMTNOTE: 1,6

Anbieter:

Roxio

Weblink:

www.roxio.de

Preis:

50 Euro

Betriebssysteme:

Windows XP, Vista

Plattenplatz:

1,2 GB

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