227932

PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB im Test

07.07.2010 | 11:11 Uhr |

Die PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB ist die bisher schnellste GTS-250-Grafikkarte im Test. Allerdings patzt das PNY-Modell in einer Testdisziplin.

Die einseitige Fixierung auf zwei DVI-Ausgänge federt PNY bei der Geforce GTS 250 XLR8 mit einem DVI-zu-VGA-Adapter ab
Vergrößern Die einseitige Fixierung auf zwei DVI-Ausgänge federt PNY bei der Geforce GTS 250 XLR8 mit einem DVI-zu-VGA-Adapter ab
© 2014

Besonderheit: Bei der Grafikkarte PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB verzichtet der Hersteller auf die Wahlfreiheit bei den Video-Ausgängen und stattet sein Modell monothematisch mit zwei DVI-Anschlüssen aus. Dafür war die PNY-Grafikkarte sowohl bei der Multimedia- als auch der Spiele-Leistung das bisher schnellste Geforce-GTS-250-Modell im Test und geizt auch nicht beim Software-Lieferumfang.

Multimedia-Leistung: Die Grafikkarte PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB wandelte im zehnköpfigen Testfeld am schnellsten ein 1080p-Video im MPEG-2-Format für die iPhone-Wiedergabe um. Alle anderen Transcodier-Tests erledigte die PNY-Grafikkarte in der gleichen Zeitspanne wie die Geforce-GTS-250-Konkurrenz. Der Videoprozessor der PNY Geforce GTS 250 XLR8 decodierte zudem hoch aufgelöste Videos sehr flott und entlastete so die CPU fast vollständig. Lediglich beim Abspielen einer 1080p-Divx-Datei war die CPU mit knapp 10 Prozent zumindest ein bisschen gefordert.

Spiele-Leistung: Die Grafikkarte PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB bot bis zu einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten ruckelfreies Spielvergnügen mit allen Titeln unter DirectX 9 und 10 - und das in der Regel mit hohen oder sehr hohen 3D-Einstellungen. Nur im synthetischen Leistungstest "Unigine Heaven Benchmark" verfehlte die PNY-Grafikkarte bereits in der 1680er-Auflösung die magische Grenze von 30 Bildern pro Sekunde. Unter DirectX 11 musste die PNY Geforce GTS 250 XLR8 hingegen passen - die Grafikkarte unterstützt die aktuelle Version der Microsoft-Programmierschittstelle nicht .

Erlaubt dank zwei Anschlüssen sogar Triple-SLI: PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB
Vergrößern Erlaubt dank zwei Anschlüssen sogar Triple-SLI: PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB
© 2014

Ausstattung: Die PNY Geforce GTS 250 XLR8 beschränkt sich zwar bei den Video-Ausgängen auf DVI, gleicht das Defizit aber mit einem DVI-zu-VGA-Adapter aus. Zudem besitzt die PNY-Grafikkarte zwei SLI-Anschlüsse für Dreifach-Grafikkartenverbunde und vergisst auch nicht den Stromadapter für die zusätzliche Energieversorgung der Grafikkarte. Auch der Software-Lieferumfang fällt überdurchschnittlich aus. Neben der obligatorischen Treiber-CD legt PNY der Geforce GTS 250 XLR8 das solide Add-on "Opposing Fronts" des Echtzeit-Strategiespiels "Company of Heroes" bei.

Umwelt & Gesundheit: Die PNY-Grafikkarte gehörte unter den Modellen mit dem Grafikprozessor Nvidia Geforce GTS 250 zu den stromhungrigsten und lautesten Karten im Test. Lediglich die Asus ENGTS250 DK/DI/1GD3 schnitt hier noch schlechter ab.

Fazit: Wollen Sie an die PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB auch einen Monitor über den HDMI-Eingang ansteuern, müssen Sie sich für eine andere Grafikkarte entscheiden. Ansonsten ist die PNY-Grafikkarte für PC-Spieler mit maximal 24-Zoll-TFT-Bildschirm gut geeignet, die nicht unbedingt alle Qualitätseinstellungen bis zum Anschlag hochdrehen müssen und auf DirectX-11-Effekte verzichten können. Mit "Company of Heroes: Opposing Fronts" liegt der PNY Geforce GTS 250 XLR8 auch gleich brauchbares Spielefutter bei. Die Multimedia-Leistung ist für die Geforce-GTS-250-Klasse herausragend und deckt bei Transcodier-Berechnungen via Grafikchip alle gängigen Kompressionsverfahren und Container-Formate ab.

Alternativen: Geben Sie 20 Euro mehr aus, bekommen Sie schon eine DirectX-11-Grafikkarte wie die HIS Radeon HD 5770 IceQ 5 , die spürbar mehr Spiele-Leistung bietet und zudem deutlich besser ausgestattet ist.

Alle Testergebnisse zur PNY Geforce GTS 250 XLR8 1024MB finden Sie im Artikel "10 Grafikkarten im Test" in PC WELT, Ausgabe 8/2010. Bereits erschienene PC-WELT-Ausgaben lassen sich im Heftarchiv der PC-WELT als ePaper herunterladen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
227932