Flotte DirectX-10-Grafikkarte

Asus EAH4870/HTDI

Montag, 01.09.2008 | 14:00 von Christian Helmiss
Diese Grafikkarte der gehobenen Mittelklasse arbeitet ein Chip aus AMDs Spitzenklasse. Ob der ATI Radeon HD 4870 in aktuellen 3D-Titeln Bestwerte erreicht hat, erfahren Sie hier.
Flotte DirectX10-Grafikkarte: Asus EAH4870/HTDI
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In dieser zwei Slotbleche breiten Grafikkarte werkelt AMDs schnellster Chip. Von seiner Architektur her ist er der Nvidia-Konkurrenz deutlich voraus: Er ist im viel feineren 55-Nanometer-Verfahren (nm) gefertigt – Nvidia setzt teilweise noch die 65-nm-Technik ein – und erreicht im Labor die theoretisch höchste Rechenleistung aller Grafikchips. Da die Karte preislich auch noch auf Mittelklasseniveau liegt, wäre es geradezu revolutionär, wenn sie den Vorsprung vor Nvidia auch in Praxistets verteidigen könnte. Das schafft sie aber nur bedingt.

3D-Leistung: In den Benchmark-Programmen 3D-Mark 06 (DirectX 9) und 3D-Mark Vantage (DirectX 10) erzielte sie Bestwerte. In der Praxis erreichte sie die Mitte des Testfelds. Die Leistung reichte bei bester Bildqualität und in Verbindung mit DirectX-10-Effekten nur bis zur 1600er-Auflösung, die aber für TFT-Displays mit maximal 21 Zoll Bilddiagonale genügt. Lediglich bei besonders aufwändigen 3D-Krachern wie Crysis und bei den kommenden 3D-Titeln müssen Sie sich wohl entweder mit 1280 x 1024 Pixeln oder den weniger 3D-Effekten begnügen. Sinnvoll ist es auch, zwei dieser Karten in einem Verbund zusammenzuschalten – die Leistung ist dann höher als die, die Nvidias Spitzenmodell Geforce 280 erreicht. Der Gesamtpreis des Doppelpacks ist jedoch mit rund 400 Euro etwas teurer als Nvidias aktuelles Flaggschiff (ab 350 Euro erhältlich). Die CPU-Last war bei der HD-Video-Dekodierung mit 9 Prozent besonders niedrig. Alle weiteren Testergebnisse finden Sie auf der nächsten Seite dieses Tests.

Handhabung: Bei der Installation ist darauf zu achten, dass zwei Slotbleche für die Grafikkarte geräumt werden müssen. Auch zwei Stromanschlüsse bietet nicht jedes Netzteil – hier sollten Sie vor dem Kauf prüfen, ob Ihr Netzteil mit rund 400 Watt die inneren und sowie auch mit zwei Stromanschlüssen die äußeren Voraussetzungen erfüllt. Der Lüfter der getesteten Grafikkarte, die im Referenzdesign gefertigt ist, arbeitete während unser Tests stets sehr leise.

Fazit: Leise Grafikkarte mit guter Ausstattung, die zwar in allen DirectX-9- und -X-Spielen eine hohe Leistung bringt, aber nicht gerade günstig ist.

Alternativen: Noch höhere Leistung bringen Grafikkarten mit Nvidia Geforce GTX 280 Grafikchip - dieser ist aber um bis zu 180 Euro teurer. Da lohnt es vielleicht, nochmal 50 Euro mehr zu investieren und gleich eine Doppelkern-Grafikkarte zu kaufen, die zwei Radeon-HD-4870-Grafikchips besitzt.

Einkaufsratgeber Grafikkarten - darauf müssen Sie achten.

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Montag, 01.09.2008 | 14:00 von Christian Helmiss
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