Firewalls für unterwegs

Fünf kostenlose Firewalls im Vergleich

Mittwoch den 09.07.2008 um 14:20 Uhr

von Arne Arnold

Eine Personal Firewall soll Ihr Notebook vor Angriffen aus dem Internet schützen. Wir haben getestet, welche kostenlose Firewall zuverlässig alle Attacken abwehrt und sich zudem gut bedienen lässt.
Microsoft muss jeden Monat neue Sicherheitslücken in Windows stopfen. Einige dieser Bugs machen das System für Angriffe aus dem Internet verwundbar. Dagegen schützen Sie Ihr Notebook oder Ihren Rechner mit einer Desktop-Firewall. Sie soll alle Angriffe von außen - also aus dem Internet - abwehren. Zudem soll das Tool auch jedes Online-Programm auf dem eigenem PC erkennen und melden. Nicht jede Firewall wird diesen Anforderungen gerecht. Wir haben diese fünf kostenlosen Desktop-Firewalls getestet.

Ashampoo Firewall
Comodo Firewall
Jetico
Sunbelt Kerio Personal Firewall
Zone Alarm Free

Guter Außenschutz, aber schlechter Innenschutz
Eine gute Nachricht gibt’s beim Thema Außenschutz: Alle Tools wehrten alle Angriffe aus dem Internet ab. Das heißt: Sämtliche Ports sind dicht und der PC ließ sich auch nicht durch DoS-Attacken aus der Ruhe bringen - also durch Angriffe mit tausenden manipulierten Anfragen, die ein ungeschütztes System zum Absturz bringen.
Anders sieht es aber beim Innenschutz aus: Hier zeigte das Tool Sunbelt Kerio Personal Firewall Schwächen. Auch die neue Software Ashampoo Firewall wies keinen optimalen Innenschutz auf.

Antiviren-Software ist unverzichtbar
Generell gilt: Eine Firewall ist nur ein Teil der Schutzausrüstung. Unverzichtbar ist zudem eine Antiviren-Software. Sie soll verhindern, dass gefährlicher Code auf dem Rechner aktiv werden kann.
Erst in dem Fall, dass die Antiviren-Software versagt hat, muss die Firewall verhindern, dass etwa ein Trojaner oder eine Backdoor Daten ins Internet funken kann. Empfehlenswert ist etwa das kostenlose Programm Antivir Personal Free von Avira.

Die Bedienung der Firewalls ist kompliziert
Ein großes Manko haben alle getesteten Firewalls: Die Bedienung der Tools ist etwas schwierig. Einsteiger sind schnell überfordert und auch fortgeschrittene Anwender sind vor Konfigurationsfehlern nicht gefeit. Konkret geht es um die Meldungen der Firewall über Programme, die online gehen wollen. Die Tools geben in der Regel zu wenige Informationen zu dem Programm, das eine Verbindung zum Internet aufbauen will. Trotzdem muss der Anwender entscheiden, ob das Tool online gehen darf oder nicht. Hier ist die Gefahr groß, dass die Firewall einen Trojaner zwar meldet, der Anwender aber wegen der geringen Informationen den Schädling Daten ins Internet senden lässt.

Mittwoch den 09.07.2008 um 14:20 Uhr

von Arne Arnold

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
64268