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Hama Media Station PRN 35 im Test

11.07.2010 | 09:16 Uhr |

Bestückt mit einer Festplatte wird das Gehäuse Hama Media Station PRN 35 zum Multimedia-Abspieler. Lesen Sie im Test, welche Schwachstellen das Gerät hat.

Das Festplattengehäuse Hama Media Station PRN 35 nimmt nur Platten auf, die mit dem Dateisystem FAT formatiert wurden - eine sehr starke Einschränkung. Außerdem unterstützt es weder DTS noch Dolby Digital.

Messwerte analog
Die Hama Media Station PRN 35 lieferte ein sehr detailliertes und scharfes Bild am analogen FBAS-Videoausgang, zeigte jedoch aufgrund geringer Filterung oft Kammfiltereffekte. Außer einer leichten Überschärfung der Signale gibt es technisch nichts auszusetzen.

Messwerte digital
Die digitalen Pegel der Hama Media Station PRN 35 treffen das Soll exakt, eine gesonderte Anpassung von Helligkeit und Kontrast am Fernseher entfällt. Auch die Graustufenlinearität gibt keinen Anlass zur Kritik. Die Schärfe ist bei HD-Material perfekt, selbst einzelne Bildpunkte im Videosignal werden ohne Pegelverlust abgebildet. Dafür war der Bildbeschnitt an den Bildrändern deutlich sichtbar. Bei anderen Dateiformaten sind teilweise beide Seiten des Bildes mit Pixelsäumen versehen. Diese Störung fällt in manchen Szenen unangenehm ins Auge.

De-Interlacing
SDTV-Filminhalte bringt die Hama Media Station PRN 35 ohne auffällige Störungen wie Kammeffekte an Bewegtkanten oder Bildflimmern auf den Schirm. Nur bei komplexen Szenen und hohen Datenraten werden Artefakte wie Pixelwolken sichtbar.

Upscaling
Die Hama Media Station PRN 35 unterstützt die Bildausgabe im HDTV-Format. Obwohl dieses Upscaling nach Erwartung der Kunden eigentlich die Bildqualität verbessern sollte, ist genau das Gegenteil der Fall: Das Bild wird deutlich unschärfer und teils mit Pixelwolken versehen, die bei Ausgabe in Standard-Auflösung nicht oder geringer vorhanden waren. Also: Standard-Auflösung am besten auch in Standard-Auflösung ausgeben und dem Bildschirm das Upscaling überlassen.

Audiomessungen
Der Frequenzgang am analogen Audioausgang der Hama Media Station PRN 35 war schlecht. Die Messungen der Verzerrungen und Störgeräusche verliefen dafür ohne Auffälligkeiten. Der Digitalausgang ist stabil und dem restlichen Testfeld ähnlich.

Auffälligkeiten
Das Umschalten der Bildauflösung und der Bildwiederholfrequenzen über eine dafür zugewiesene Taste auf der Fernbedienung ist praktisch, leider fehlt es aber an passenden Rückmeldungen oder sie werden zu kurz eingeblendet. Eine Unterscheidung zwischen 1080i 50 Hz und 60Hz macht das Bildschirmmenü beispielsweise nicht. In beiden Fällen erhält man kurz „1080i“ als Rückmeldung.

Fazit: Das Multimedia-Festplattengehäuse kann nur mit FAT-formatierten Festplatten umgehen, was sie sehr unflexibel macht. Immerhin machte der Einbau keine größeren Probleme.

Alle Testergebnisse zur Hama Media Station PRN 35 finden Sie im Artikel „Im Vergleich: 15 Multimedia-Festplatten“ in PC WELT, Ausgabe 8/2010.

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