Festplatten Manager 2009 Suite

Dienstag den 23.12.2008 um 08:30 Uhr

von Till Wortmann

Der Festplatten Manager von Paragon will das Komplett-Tool für die Wartung und Sicherung der Festplatte sein. Wir haben die Version 2009 unter die Lupe genommen.
Kein anderer Hardware-Defekt hat so fatale Folgen wie ein Platten-Crash: Wichtige Daten, oft sogar die Arbeit von Jahren, verschwinden dabei im Daten-Nirwana. Festplatten-Pflege ist deshalb ein Muss für jeden PC-Anwender. Unser Test zeigt, ob die Wartung der Harddisk mit der frisch überarbeiteten Paragon-Suite ein Kinderspiel ist.

Handhabung: Gut gelöst hat der Anbieter den Startvorgang: Statt im unübersichtlichen Hauptprogramm zu landen, öffnet sich ein kleines Auswahlfenster mit fünf Assistenten. Hier hat der Anbieter alle Tools gebündelt. So findet man sein gesuchtes Werkzeug auf Anhieb.

Für die Verwaltung einer Festplatte ist alles an Bord, wie Boot-Management, Partitionieren, Sichern, Löschen und Wiederherstellen. Ein kurzer Check der Grundfunktionen: Das Zusammenlegen von Partitionen sowie die Defragmentierung der Festplatte hinterlassen im Test einen guten Eindruck. Unsere 80 GB-Festplatte war nach rund 90 Minuten aufgeräumt. Ein Manko der alten Version war die fehlende Sicherung einzelner Dateien und Ordner. Auch einen Filter konnte der Nutzer nicht setzen, etwa um nur Musik- und Bilddateien zu sichern. Diese Schwächen hat Paragon ausgebügelt. Im Test kopierte die Software Textdokumente aus zwei Ordnern anstandslos auf eine externe Festplatte, ließ aber – wie gewünscht - die MP3-Files unberührt.

Etwas störend fanden wir, dass die Suite die Dateien in einem Archiv im pfi-Format mit einem kryptischen Namen wie „arc_081208100538078“ ablegt – ein Entpacker wie Winzip beißt sich an so einem Datei-Typ die Zähne aus. Hier muss also der Wiederherstellungs-Assistent des Festplatten-Managers selbst ran – im Test klappte dies auch perfekt. Bei einem zweiten Versuch trat jedoch auf unserer Festplatte ein Hardware-Fehler auf. Die Software meckerte: „Auf Festplatte 1 ist ein Eingabe/Ausgabe Fehler aufgetreten“. Leider gelang es uns mit den angebotenen Optionen „Operation wiederholen“, „Fehler ignorieren“ sowie „Abbrechen“ nicht, den Vorgang korrekt zu beenden.

Die Dokumentation ist vorbildlich. In Kapitel 10 werden sogar die 14 häufigsten Fehler beim Umgang mit der Suite beschrieben – ein lobenswerter Service.

Fazit: Die Rund-um-Lösung für PC-Festplatten überzeugte im Test trotz kleiner Schwächen durch gute Leistung und einfache Bedienung.

Alternative: Die Acronis Disk Director Suite 10 von Acronis ( www.acronis.de ) bietet zwar etwas weniger Funktionen an, ist mit 40 Euro aber auch deutlich günstiger.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 1,0
Installation/De-Installation (5%): Note 3,0
Systemanforderungen (5%): Note 4,0

GESAMTNOTE: 1,7

Anbieter:
Paragon Software
Weblink:
www.paragon-software.com
Preis:
70,- Euro
Betriebssysteme:
Windows 2000, XP, Vista
Plattenplatz:
ca. 155 MB

Dienstag den 23.12.2008 um 08:30 Uhr

von Till Wortmann

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