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Teamviewer 3.0

20.12.2007 | 08:30 Uhr |

Mit dem Fernwartungsprogramm Teamviewer 3.0 können Sie auf andere Rechner zugreifen oder jemanden auf Ihren Rechner einladen. An der Konfiguration der beteiligten PCs muss dazu nichts verändert werden.

Teamviewer 3.0 steht nach dem Download der kleinen Setup-Datei sofort zur Verfügung, eine Installation ist nicht unbedingt nötig. Sobald das übersichtlich aufgebaute Startfenster auf beiden PCs zu sehen ist, kann es losgehen. Das Tool generiert beim Start jeweils eine eindeutige ID sowie ein kurzes Passwort. Diese Daten müssen dem Partner, der Zugriff haben soll, telefonisch oder per Mail übermittelt werden, weitere Eingaben sind nicht nötig. Im Test gelang der Zugriff auf den jeweiligen Rechner jeweils auf Anhieb - auch durch Firewalls hindurch.

Gut: Auf keinem der beteiligten Rechner mussten für die Verbindung Änderungen in der Konfiguration vorgenommen werden. Will man aus der Ferne öfter auf einen bestimmten PC zugreifen, sollte Teamviewer aber darauf installiert sein, am besten als Systemdienst bei jedem Start des Betriebssystems. Dies kann komfortabel gleich mit Hilfe der gut gemachten Installations-Routine erledigt werden. Hier zeigte sich im Test ein kleines Manko in puncto Sicherheit. Teamviewer weist den Nutzer zwar an, ein sicheres Passwort zu verwenden, akzeptiert dann aber jegliche Eingabe aus mindestens einem Zeichen.

Der Fernzugriff via Internet auf einen so präparierten Rechner klappte im Test problemlos und flott. Der Hersteller hat mitgedacht: Befinden sich viele PCs bei einem Experten unter Fernwartung, so kann er die kryptischen IDs durch leicht zu merkende Alias-Namen ergänzen. Teamviewer startet auch direkt vom USB-Stick, dadurch ist das Tool unterwegs auf jedem Windows-PC selbst mit eingeschränkten Rechten nutzbar. Doch Vorsicht: Das Programm bleibt - auch wenn es von einem Stick gestartet wurde - samt verwendeter IDs im Temp-Ordner gespeichert und hinterlässt damit zu viele Spuren auf jedem PC, auf dem es ausgeführt wurde. Nur ein sicheres Passwort schützt dann noch vor ungebetenem Besuch auf dem Zielrechner.

Praktisch: Die "Blickrichtung" kann im laufenden Betrieb geändert werden. So können die Partner etwa wechselseitig ihre PCs einsehen oder steuern. Zudem ist es über die Auswahl „Präsentation“ möglich, dem verbundenen Partner vorzuführen, was am eigenen Rechner läuft. Im Test liefen Präsentationen und Videos – abhängig von der Art der Verbindung – mehr oder weniger flüssig ab. Als dritten Punkt bietet Teamviewer die Möglichkeit der Dateiübertragung.

So können Freunde Musik und Filme austauschen, ohne dass Internet-Spitzel etwas davon mitbekommen - der komplette Datenverkehr läuft verschlüsselt ab. Die Übertragung auch größerer Dateien verlief im Test im Rahmen der verfügbaren Bandbreite schnell und ohne Abbrüche. Zudem bietet die Software eine einfache Chat-Funktion, die im Test einwandfrei funktionierte. Die Einstellungen von Teamviewer können angepasst werden, sind aber meistens sinnvoll vorbelegt.

Fazit: Mit Teamviewer lassen sich zwei PCs wirklich einfach über das Internet verbinden. Die Bedienung ist auch für absolute Einsteiger kein Problem.

Download: Kostenlose Fernwartungs-Software TeamViewer

Alternative: Log Me In Free ( www.logmein.de ) ist ebenfalls ein kostenfreies Fernwartungs-Tool für Privatanwender. Vor der Nutzung muss man sich allerdings auf der Website des Herstellers registrieren.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 1,0
Dokumentation (5%): Note 1,5
Installation/De-Installation (5%): Note 4,5
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

GESAMTNOTE: 1,5

Anbieter:

Teamviewer

Weblink:

www.teamviewer.com/de

Preis:

für private Nutzung gratis

Betriebssysteme:

Windows 95/98/ME, 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 3 MB

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