Antiviren-Apps für Android

Fazit: So ist Ihr Android-Smartphone optimal geschützt

Mittwoch den 14.03.2012 um 15:55 Uhr

von Benjamin Schischka

Sie müssen nicht an der Tuning-Schraube drehen, um Ihren
Androiden vor Viren zu schützen.
Vergrößern Sie müssen nicht an der Tuning-Schraube drehen, um Ihren Androiden vor Viren zu schützen.
© iStockphoto.com/AleksandarPetrovic
Nachdem immer öfter verseuchte Apps im Android Market aufgetaucht sind, hat Google einen Viren-Scanner in den Market integriert: Bouncer. Der soll Malware schon beim Upload in den Android Market identifizieren. Doch AV-Test empfiehlt, sich nicht auf Bouncer zu verlassen. Hauptgrund dafür seien an sich saubere Apps, die jedoch nach der Installation heimlich Malware aus dem Internet nachladen. Die nachgeladenen Schädlinge müssen nicht aus dem Android Market kommen.

Diese Antiviren-Apps für Android sind empfehlenswert

Wenigstens 17 der 41 getesteten Sicherheitsapps seien empfehlenswert – die Apps aus Gruppe 1 und Gruppe 2 (siehe Seite 1). Sie sollten aber nicht nur die Erkennungsraten im Hinterkopf behalten, sondern bei Ihrer Wahl auch Sicherheitsfeatures berücksichtigen wie Backup-Funktion und das Sperren gestohlener Smartphones aus der Ferne.

Um den Schutz möglichst komplett zu machen, sollten Sie Apps nur aus sicheren Quellen – wie dem Android Market installieren. Lesen Sie außerdem sorgfältig die Kommentare der anderen User bevor Sie die App installieren. Und ganz wichtig: Überprüfen Sie die geforderten Berechtigungen. Wenn eine Wecker-App Zugriff auf Ihr Google-Konto will, sollten Sie sehr misstrauisch werden und die App im Zweifelsfall nicht installieren. Weil Google schädliche Apps nicht immer sofort aus dem Market löscht, sollten Sie bei sehr neuen Apps besonders vorsichtig sein.

Diese Schwächen haben fast alle Android-Sicherheitsapps

Das Team von AV-Test weist abseits der Erkennungsrate auch auf andere Probleme der Antiviren-Apps hin. Manche bieten keine Entfernung aller gefundenen Viren in einem Rutsch an. Das kann in unnötige Fingerarbeit ausarten, wenn die App mehrere Schädlinge entdeckt. Wenn die App allerdings so viele Viren entdeckt wie den Testern geschehen – nämlich 618 Stück – dürfte das jedoch Ihre geringste Sorge sein. Die meisten Apps bieten außerdem keinen Export der Scan-Meldung. Auch das dürfte nur Power-User stören.

Mittwoch den 14.03.2012 um 15:55 Uhr

von Benjamin Schischka

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • Mylin 22:15 | 08.03.2012

    Zitat: "Benjamin Schischka"

    ... Falls Sie ein Smartphone haben - welche App schützt Sie?

    Dr. Web, bei Installation aus fragwürdigen Quellen.
    Insgesamt halte ich die "Bedrohung" für übertrieben. Wieviel App's (Trojaner) müßte man deinstallieren, wenn man das ungefragte Senden von Daten unterbinden wollte?

    ... Zeit für einen Firewall-Fred?!

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  • Feuerfux 04:04 | 08.03.2012

    Basieren alle aber auf relativ wenigen Grundformen. Solange man die selbst installieren muss und denen damit die Rechte für ihr böses Werk selbst verleiht, ist das imo auch nicht sonderlich dramatisch. Wenn "Drive-by" marktfähig wird, dürfen wir anfangen uns zu sorgen.

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  • deoroller 10:37 | 07.03.2012

    Dann bin ich erschüttert.

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  • Benjamin Schischka 08:45 | 07.03.2012

    Sind laut AV-Test alles Android-Schädlinge.

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  • deoroller 16:48 | 06.03.2012

    Wie viele der 618 Viren können Android infizieren?

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