21.04.2005, 14:33

Stefan Willeke

Fazit

Fazit

Alle sechs getesteten Digitalkameras mit 7-Megapixel-CCD sind für anspruchsvolle Fotografie geeignet. Wer an der Steuerung der Belichtung oder an Zeit und Blende arbeiten möchte, findet bei den hier vorgestellten kompakten Digicams sicherlich jede Menge Möglichkeiten. Dabei konzentrieren sich die einzelnen Geräte jedoch auf unterschiedliche Schwerpunkte. So bieten alle Testkonkurrenten neben Automatikbetrieb manuelle Einstellmöglichkeiten. Die Powershot G6 von Canon ist jedoch als Einzige mit Blitzschuh und Einstellrädchen für eine komfortablere Bedienung ausgestattet. Als Gegenpol ist die Digimax V70 von Samsung die einfachste und preiswerteste Digitalkamera unserer Auswahl. Sie eignet sich aufgrund dieser Merkmale besonders für qualitätsbewusste Foto-Einsteiger.
Die vier weiteren Kameras Canon Powershot S70, Casio Exilim EX-P700, Olympus Camedia C-70 Zoom sowie Pentax Optio 750Z sind als vielseitige Edelkompakte für anspruchsvolle Amateure hervorragend geeignet. Besonders wenn sie zwar eine kompakte Kamera vorziehen, aber bei Bedarf trotzdem volle Kontrolle über jeden einzelnen Schnappschuss haben möchten. Besonders in puncto Speicherkapazität sollten die Hersteller in Zukunft etwas spendabler sein. Die üblicherweise mitgelieferte Speicherkarte fasst momentan lediglich 32 MB. Bei der Exilim EX-P700 war Casio so knauserig, gar keine Speicherkarte mitzuliefern - und das bei einem stolzen Preis von 600 Euro. Pentax geht bei der Optio 750Z den entgegengesetzten Weg und packt eine 64-MB-Speicherkarte in den Lieferumfang. Diesem Beispiel sollte die Konkurrenz folgen. Wer in bester Auflösung fotografieren will, möchte schließlich nicht nur eine Hand voll Bilder machen, bevor der Speicher streikt.

TESTVERFAHREN

AUSSTATTUNG charakterisiert Art und Umfang der Hardware - etwa Display, Sucher, Ladegerät, Speichergröße und Speicherkarten - sowie die Software, beispielsweise integrierte Automatikfunktionen.
BEDIENUNG ermitteln wir im praktischen Einsatz. Außer der Handhabbarkeit der Kamera gehören beispielsweise Menüstruktur und Ergonomie dazu.
BILDQUALITÄT Für die technischen Werte zieht Digital.World mit DCTau eines der besten wissenschaftlichen Testverfahren heran, mit denen sich die Bildqualität beschreiben lässt:
> AUFLÖSUNG ist für die Wiedergabe feiner Strukturen ausschlaggebend. Sie wird bei drei Brennweiten über das gesamte Bildfeld ermittelt und in Prozent angegeben. Werte zwischen 60% und 70% sind mittelmäßig, bis 80% gut, bis 90% sehr gut und bis 100% exzellent. Steigt der Wert über 100%, ist die Kamera entweder absolut hervorragend - oder sie erzeugt durch zu viel Scharfzeichnung künstlich Informationen, die die Aufnahme dadurch verfälschen und verschlechtern.
> RAUSCHEN macht gleichmäßige Bildbereiche durch minimale Störungen fleckig und unruhig. Sichtbar wird das bei Bildgrößen ab 13 x 18 Zentimetern. Bis zu einem Wert von 4 ist das Rauschen sehr gut, 4 bis 5 gilt als gut bis mittel, und ab 5 ist das Rauschen deutlich und störend.
> VERZEICHNUNG fällt auf, wenn sich Linien in der Nähe des Bildrandes befinden. Besonders in der Weitwinkelposition biegt eine tonnenförmige Verzeichnung Hauswände oder den Horizont zum Bildrand durch (negative Werte). Ohne Vorzeichen verzieht die kissenförmige Verzeichnung Linien zur Bildmitte. Bis 1% ist die Verzeichnung unkritisch, bis 2% sichtbar und von 2% bis 4% deutlich bis sehr stark. Gemessen wird bei drei Brennweiten.
> DYNAMIK sorgt für gut belichtete und kontrastreiche Aufnahmen. Die Eingangsdynamik entspricht bei 8,5 in etwa dem Belichtungsspielraum eines normalen Films. Je höher dieser Wert ist, desto seltener entstehen zu kontrastreiche oder falsch belichtete Aufnahmen mit ausgebrannten Lichtern und schwarzen Schatten. Die Ausgangsdynamik beschreibt den maximalen Kontrast zwischen hellstem Weiß und tiefstem Schwarz; optimal ist 256.
> SCHARFZEICHNUNG sorgt dafür, dass ein Bild schärfer wirkt, als es ursprünglich war. Die meisten Kameras führen sie automatisch durch, bei vielen lässt sich die Stärke des Effektes einstellen. Dabei wird an einer Kante die helle Seite etwas aufgehellt, die dunkle etwas dunkler gemacht. Durch den erhöhten Kontrast wirkt sie schärfer. Der Nachteil des Verfahrens ist, dass die so entstehenden Scharfzeichnungsartefakte ab einer bestimmten Stärke selbst als störend wahrgenommen werden.

TESTEXPRESS

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