26.11.2009, 13:30

Ines Walke-Chomjakov

Farblaserdrucker für zu Hause

Oki C110 im Test

Der Farblaserdrucker Oki C110 bringt für das kleine Heimbüro geradezu ideale Maße mit. Im Test erwiesen sich jedoch die hohen Seitenkosten als Knackpunkt.
Besonderheit: Der Oki C110 basiert auf dem Konica Minolta Magicolor 1600W. Genau wie jener Farblaserdrucker ist auch der Oki C110 so kompakt gebaut, dass er locker auf dem Schreibtisch unterkommt. Als reine Einzelplatzlösung begnügt sich der Drucker mit USB als Anschluss.
Ausstattung: Im Inneren des Oki C110 sitzt ein Multi-Pass-Druckwerk, das im Betrieb gut hörbar werkelte. In den Papierschacht, für den es keine Abdeckung gibt, passen maximal 200 Blatt Papier. Die Papierablage des Farblaserdruckers ist ausziehbar und etwas wackelig. Sie fasst bis zu 100 Blatt Papier. Der Oki C110 ist ein reiner GDI-Farblaserdrucker, der zudem ausschließlich Treiber für Windows-Betriebssysteme mitbringt. Wichtige Ausstattungsmerkmale wie etwa der Duplex-Druck sind bei diesem Oki-Modell nicht vorgesehen - weder per Treiber noch durch eine optionale Einheit lässt sich die Funktion nachrüsten. Unter der mitgelieferten Software ist der Template Manager bemerkenswert. Mit dem Tool lassen sich Etiketten oder Visitenkarten druckfertig vorbereiten.
Tempo: Der Farblaserdrucker nutzt den angeschlossenen Rechner zum Aufbereiten der Druckdaten. Das beschleunigt den Rechenprozess. Gleichzeitig büßt der Oki C110 aufgrund der Druckwerkskonstruktion bei Farbaufträgen den gewonnenen Zeitvorteil wieder ein. Wir stoppten beispielsweise 1:08 Minuten für 20 Seiten Grauert-Brief - das ist ein ordentliches Ergebnis. Im Gegensatz dazu sind die 2:38 Minuten für 12 Seiten aus Acrobat vergleichsweise gemächlich.
Qualität: In den Treiber-Grundeinstellungen des Oki C110 ist die Farbanpassung aktiviert. Das ist unüblich, macht aber bei diesem Farblaserdrucker durchaus Sinn. Denn schalteten wir die Funktion ab, fielen die Farbdrucke enorm dunkel aus. Bei aktiviertem Farbmanagement erhielten wir dagegen helle Drucke in stimmigen Farben, bei denen Details gut erkennbar blieben. Im Schwarzweiß-Modus fiel die Deckung zwar recht stark aus, störte die Lesbarkeit von Texten jedoch nicht. Und das trotz der leichten Tonerspritzer, die unsere Nahaufnahme sichtbar machte.
Verbrauch: Oki bestückt den C110 ab Werk mit Tonerkartuschen, die gerade einmal für 500 Seiten ausreichen. Für die Starter-Toner gab es Punktabzug. Auf Grundlage von Kartuschen mit höchster Reichweite (2500 Seiten bei 5 Prozent Deckung) errechneten wir 3,5 Cent für das schwarzweiße und 13,5 Cent für das farbige Blatt - gesalzene Seitenkosten. Im Gegensatz dazu ging der Farblaserdrucker mit Energie sparsam um: Das zeigen Messwerte von 10,3 Watt im Standby-Modus, 5,6 Watt im Energiesparen und 0 Watt, wenn wir den Netzschalter betätigten.
Fazit: Der größte Vorteil des Farblaserdruckers Oki C110 liegt in seinen kompakten Maßen. Für den heimischen Arbeitsplatz mag auch die reine Windows-Unterstützung des GDI-Druckers ausreichen. Zu bedenken sind allerdings die hohen Seitenkosten des Einstiegsdruckers.
Alternativen: Konica Minolta Magicolor 1600W: Der Farblaserdrucker bietet dieselbe Technik wie der Oki C110, liegt im Preis jedoch deutlich darunter.
Ähnlich kompakt, allerdings mit Single-Pass-Technik ausgestattet ist der HP Color Laserjet CP1515n. Der Farblaserdrucker kostet zwar mehr als das Oki-Modell, bietet dafür aber auch eine Ethernet-Schnittstelle, um aus dem Netzwerk auf das Gerät zuzugreifen.
Varianten: Oki C130 - dieses Modell aus der Farblaserdrucker-Serie beherrscht die Druckeremulationen PCL 6 und Postscript. Außerdem lässt sich der C130 mit einer Duplex-Einheit für den beidseitigen Druck erweitern.
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