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Fujitsu-Siemens Amilo Ui 3520

01.12.2008 | 09:30 Uhr |

Wechseldeckel: Das Netbook Amilo Mini Ui 3520 liefert Fujitsu-Siemens mit einem weißen Deckel aus. Wem das zu langweilig ist, kann ein Cover in anderer Farbe anbringen – ein rotes befindet sich im Lieferumfang.

Abgesehen vom Farbenspiel der Deckel bietet das Netbook mit 8,9-Zoll-Display den von vielen anderen Mini-Laptops bekannten Komponenten: Den Intel Atom N270 (1,6 GHz), 1 GB Arbeitsspeicher und die integrierte Chipsatzgrafik Intel GMA 950. Bei der Festplatte geht Fujitsu-Siemens aber einen anderen Weg: Im Amilo Mini sitzt weder Flash-Speicher noch eine Notebook-Festplatte mit 2,5 Zoll, sondern eine strom- und platzsparende 1,8-Zoll-Platte mit 60 GB.

Tempo: Die Festplatte im Amilo Mini rotiert nur mit 4200 Umdrehungen pro Minute. Deshalb arbeitet das Netbook etwas langsamer als die Konkurrenz mit Standard-Festplatte: Im PC Mark 05 erreichte das Amilo Mini Ui 3520 1396 Punkte – und liegt damit rund 12 Prozent hinter den schnellsten Netbooks.

Das Amilo Mini lässt sich mit Covern in verschiedenen Farben verschönern - ein rotes liegt bei
Vergrößern Das Amilo Mini lässt sich mit Covern in verschiedenen Farben verschönern - ein rotes liegt bei
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Ausstattung: Das Amilo Ui 3520 bietet zwei USB-Buchsen – je eine links und rechts am Gehäuse. Außerdem hat es einen Expresscard-Steckplatz für das kleine 34er-Kartenformat –eine Seltenheit bei Netbooks: Dort lässt sich beispielsweise eine Expresscard mit UMTS/HSDPA-Modem einsetzen, um mit dem Netbook mobil sürfen zu können. Das WLAN-Modul unterstützt nur den älteren Standard 11g mit maximal 54 MBit/s. Dafür hat das Amilo Mini auch Bluetooth an Bord.

Mobilität: Im Netbook sitzt ein 4-Zellen-Akku mit 32 Wh. Damit hält das Amilo Mini Ui 3520 über 2,5 Stunden beim Abspielen eines Videos durch. Beim WLAN-Surfen sind knapp 3,5 Stunden Laufzeit drin – das geht in Ordnung. Allerdings wiegt das Amilo Mini 1140 Gramm – mehr als anderen Netbooks mit 8,9-Zoll-Display und 4-Zellen-Akku.

Ergonomie: Das matte Display mit der Netbook-üblichen Auflösung 1024 x 600 Bildpunkten überzeugte uns – es ist ausreichend hell für den Einsatz unter freiem Himmel, zumal die Paneloberfläche entspiegelt ist. Auch Kontrast und Leuchtdichteverteilung lieferten sehr gute Messwerte. Der Lüfter ist fast ständig in Betrieb – das nervt aber nur sehr empfindliche Anwender, denn mit maximal 0,4 Sone arbeitet er leise.

Handhabung: Die 80 Tasten des Fujitsu-Siemens Amilo Ui 3520 liegen in einem engen 15,5-Millimeter-Raster – wie bei den meisten Netbooks mit 8,9-Zoll-Display. Noch kleiner fallen die Umlaut-Tasten aus – das stört, wenn man schnell tippen will. Doch selbst im langsamen Zwei-Finger-System stellte sich kein angenehmes Schreibgefühl ein: Die Tastatur klapperte und gab beim Tippen nach, der Tasten-Druckpunkt fiel sehr schwach aus. Auch das stumpfe Touchpad holte im Test keine Bestnoten – die ungewohnte Position der Tasten, die seitlich neben dem Touchpad-Feld liegen, erschwert die Maussteuerung zusätzlich.

Fazit: Das Fujitsu-Siemens Amilo Ui 3520 machte im Test eine guten Eindruck, konnte aber nicht rundum überzeugen. Akkulaufzeit und Ausstattung sind okay, das Display ist sehr gut. Für ein 8,9-Zoll-Netbook ist das Amilo aber vergleichsweise schwer und die Tastatur konnte nicht begeistern. Außerdem bekommen Sie für rund 380 Euro schon Netbooks mit 10,2-Zoll-Display und 6-Zellen-Akku, die eine größere Tastatur und eine deutlich längere Laufzeit bieten.

Alternativen: Leichter und besser verarbeitet ist das Dell Inspiron Mini 9 – das Netbook mit 8,9-Zoll-Display ist teurer, besitzt aber eine bessere Tastatur. Rund 150 bis 200 Gramm schwerer sind die 10,2-Zoll-Netbooks MSI Wind U100-1616XP und Samsung NC10 , die im Akkubetrieb deutlich länger durchhalten.

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