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Faet V3.6

17.01.2006 | 13:00 Uhr |

Üppig ausgestattetes und schnelles Notebook mit Desktop-Prozessor, das entsprechend laut und schwer ist.

Keine Leistungs-Kompromisse will Faet beim V3.6 eingehen: Dem High-End-Grafikchip Nvidia Geforce Go 7800 GTX steht der mit 3,6 GHz getaktete Desktop-Prozessor Pentium 4 560 zur Seite. Die Hyperthreading-fähige CPU kam allerdings nur bei Standard-Anwendungen ordentlich auf Touren – im Sysmark 2004 erzielte das Faet V3.6 einen der bisher besten Werte.

Bei anspruchsvollen Spielen schnitten aber Centrino-Notebooks mit dem Geforce Go 7800 GTX wie das Dell XPS M170 oder das Nexoc Osiris E702 besser ab: Bei Far Cry ohne aktivierte Kantenglättung war das Faet V3.6 rund 15 Bilder pro Sekunde langsamer, bei F.E.A.R. lag es noch weiter zurück – hier erzielte das Faet V3.6 nur bei 1024 x 768 Bildpunkten (Einstellung: maximale Details) spielbare Bildraten.

Dafür ist das Faet V3.6 üppig ausgestattet: Unser Testgerät kam mit 2 GB RAM, 100-GB-Serial-ATA-Festplatte und DVD-DL-Brenner. Im Gehäuse ist noch Platz für eine zweite Festplatte und ein weiteres optisches Laufwerk. Auch die Schnittstellen-Ausstattung lag auf PC-Niveau: Neben vier USB-Ports finden sich am Faet V3.6 unter anderem Kartenleser für fast alle Speicherkarten-Formate – auch für Compact-Flash -, ein serieller und paralleler Port sowie ein DVI-I-Anschluss. Ein Monitor mit der Standard-VGA-Buchse lässt sich über den mitgelieferten Adapter anstöpseln.

Dass das Faet V3.6 eher als Mini-PC denn als Notebook durchgeht, belegen der Akku- und der Lautstärketest: Trotz eines üppigen Akkus (98 Wh) und des im Akkubetrieb auf 3,1 GHz gebremsten Prozessors schaffte das Faet V3.6 nur knapp über eine Stunde Laufzeit. Die vier Lüfter sind bereits im Desktop-Betrieb sehr laut, unter Last drehen sie dann auf 2,6 Sone, im Spielebetrieb sogar auf 3 Sone auf – hier hilft nur der Kopfhörer, wenn man die Soundkulisse eines Spiels ohne störende Nebengeräusche genießen will.

Als Mobilrechner wird man das Faet V3.6 bei 5,7 Kilogramm Gewicht (plus Ein-Kilogramm-Netzteil) kaum einsetzen. Für einen stationären Desktop-Ersatz sollte aber die Tastatur besser sein: Sie besitzt zwar einen extra Ziffernblock, federt beim Schreiben aber leicht. Auch der Druckpunkt könnte deutlicher sein. Das spiegelnde Display hinterließ einen recht guten Eindruck, obgleich es nicht besonders hell war. Für Texte und Tabellen eignet es sich aufgrund des hohen Kontrasts.

Fazit: Viel hilft nicht immer viel. Das Faet V3.6 ist sehr schnell und top ausgestattet. Mobile Spieler sollten aber lieber zu einem Centrino-Notebook mit dem Geforce Go 7800 GTX greifen – zumal diese auch noch (etwas) leichter sind und eine (etwas) längere Akkulaufzeit bieten.

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