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Samsung X520-Aura im Test

09.10.2009 | 10:30 Uhr |

Trotz 15,6-Zoll-Display wiegt das Samsung X520-Aura nur knapp über zwei Kilogramm. Im Test zeigte das Notebook viel Ausdauer, aber wenig Rechenleistung.

Flach, leicht, ausdauernd: Diese Eigenschaften findet man nicht nur bei Netbooks und Subnotebooks. Auch immer mehr Allrounder mit 15-Zoll-Display nehmen diesen Trend auf - zum Beispiel das Samsung X520-Aura. Es wiegt nur 2,06 Kilogramm - und ist damit das leichteste Notebook mit 15,6-Zoll-Display. Selbst einige 13-Zoll-Notebooks sind schwerer als das X520-Aura. Für Käufer besonders angenehm: Die leichten Allrounder sind sehr günstig - das Samsung X520-Aura bekommen Sie für rund 650 Euro.

Tempo des Samsung X520-Aura
Samsung optimiert das X520-Aura fürs Stromsparen, nicht für Rechenleistung. Im Notebook sitzt der Single-Core-Prozessor Intel Core 2 Solo SU2700, der mit einer Taktrate von nur 1,3 GHz läuft. Er unterstützt 64 Bit, aber keine Virtualisierung - und besonders schnell ist er auch nicht: Im Sysmark 2007 erzielte das Samsung X520-Aura nur 52 Punkte - selbst die günstigsten Notebooks mit einem Standard-Dual-Core-Prozessor sind deutlich stärker. Immerhin ist der leichte Allrounder rund 30 Prozent schneller als ein Netbook - aber auch nur bei Anwendungen, bei denen CPU und Arbeitsspeicher eine große Rolle spielen. Bei Office-Anwendungen dagegen besteht fast kein Tempo-Unterschied.

Ausstattung des Samsung X520-Aura
Um das geringe Gewicht und den niedrigen Preis zu erreichen, spart Samsung bei der Ausstattung: Die Festplatte ist zwar mit 320 GB ausreichend groß, dem X520-Aura fehlt aber ein optisches Laufwerk. Außerdem arbeitet der Netzwerk-Chip nur mit Fast-Ethernet-Tempo. 11n-WLAN und Bluetooth bringt das X520-Aura aber mit. Bei den Schnittstellen fehlen e-SATA, PC-Card oder Expresscard sowie Firewire, mit dabei sind drei USB-Buchsen, HDMI, VGA sowie ein Kartenleser. Docking-fähig ist das Samsung X520-Aura nicht.

Display des Samsung X520-Aura
Samsung verspricht für das X520-Aura eine maximale Displayhelligkeit von 220 cd/m2. Das konnten wir im Test nicht nachvollziehen: Die maximale Leuchtdichte erreichte das Display in der Mitte mit 191 cd/m2. Über neun Messpunkte gemittelt war das spiegelnde 15,6-Zoll-Display 175 cd/m2 hell - mittelmäßig. Der Bildschirm war aber sehr gleichmäßig ausgeleuchtet, auch Farben stellte das X520-Aura sehr ausgewogen und neutral dar. Weiterer Ergonomie-Pluspunkt: Der Lüfter war auch bei hoher Systemlast kaum zu hören.

Akku-Laufzeit des Samsung X520-Aura
Das Samsung X520-Aura ist für unterwegs gemacht: Dafür sprechen das geringe Gewicht - übrigens auch das Netzteil ist mit 300 Gramm sehr leicht - und die Akkulaufzeit von über sechs Stunden. Damit hielt das X520-Aura rund zwei bis drei Stunden länger als die meisten 15-Zoll-Allrounder durch. An die Ausdauer-Könige von Acers Timeline-Serie kommt das Samsung-Notebook aber nicht ganz heran.

Tastatur des Samsung X520-Aura
Das breite Gehäuse erlaubt Samsung den Einbau eines vierspaltigen Ziffernblocks neben der Tastatur. Im Schreibtest konnte sie nicht ganz überzeugen: Vor allem links prellten und klapperten die Tasten spürbar - vor allem beim schnellen Schreiben ist die Tastatur daher recht laut. Besser gefiel uns das kleine, aber präzise Touchpad mit leisen Tasten.

Fazit: Das elegante Samsung X520-Aura bietet eine ideale Kombination aus großem Display, geringem Gewicht und günstigem Preis. Auf hohes Tempo müssen Sie allerdings verzichten - da kann das X520-Aura höchstens die lahmen Netbooks toppen. Auch bei Ausstattung, Display und Tastatur lieferte es nur Mittelmaß.

Alternativen: Das ähnlich günstige Acer Aspire T5810 bietet eine längere Laufzeit und eine bessere Ausstattung - unter anderem mit integriertem optischem Laufwerk. Deshalb ist es aber auch schwerer als das Samsung X520-Aura.

Varianten:
Samsung X520 Aura SU2700 Addi (getestet)
Samsung X520 Aura SU3500 Alon: mit Prozessor Intel Core 2 Solo SU3500 (1,4 GHz), 500-GB-Festplatte

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