17.02.2009, 10:30

Thomas Rau

Extrem leicht, extrem solide

Panasonic Toughbook CF-F8

Für die harte Tour: Das leichte Subnotebook Panasonic Toughbook CF-F8 steckt in einem robusten Gehäuse und bringt ein Mobilfunk-Modem mit, das überall auf der Welt funktioniert. Der ideale Mobilrechner also? Nicht ganz - unser Test deckte auch Schwächen auf.
Kein Zweifel: Das Panasonic Toughbook CF-F8 ist auf den mobilen Einsatz ausgerichtet - das signalisiert schon der Tragegriff an der Gehäusefront. Damit lässt sich das Notebook wie eine Aktentasche herumtragen - über kurze Strecken ist das bequemer als den Laptop unter den Arm zu klemmen. Wenn das Notebook auf dem Schreibtisch steht, gelangt man wegen des Tragegriffs allerdings nur schwer an die Deckelöffnung. Einen Schönheitspreis gewinnt das Toughbook CF-F8 nicht: Das magnesiumlegierte Gehäuse mit dem matt-schwarzen Deckel ist allerdings sehr solide verarbeitet und somit auch für eine raue Arbeitsumgebung geeignet. Selbst ganz weit draußen verliert man mit dem Toughbook CF-F8 nicht den Kontakt: Dafür sorgt das UMTS-Modul UNDP-1 von Qualcomm - das "Gobi" genannte Mobilfunk-Modem unterstützt sowohl den UMTS-Turbo HSPA (7,2 MBit im Download und 2 MBit/s im Upload) wie auch die entsprechende US-Technik EV-DO. Mit der passenden Software kann man sich also fast überall auf der Welt mit einem mobilen Breitbandnetz verbinden. Und nicht zuletzt prangt das Centrino-Pro-Logo von Intel auf dem Toughbook: Das Notebook unterstützt also erweiterte Funktionen zur Fernwartung in einem Unternehmensnetz. Wir haben das Panasonic Toughbook CF-F8 übrigens unter Windows XP Pro getestet: Wie viele aktuelle Business-Notebooks wird es mit Vista Business und einer Downgrade-Option auf XP ausgeliefert - für beide Betriebssysteme liegt eine Recovery-DVD bei.

Mobilität: Das Toughbook wiegt 1,66 Kilogramm - sensationell wenig für ein Notebook mit 14-Zoll-Display, zumal der Panasonic-Laptop auch noch das solide Gehäuse und einen integrierten DVD-Brenner mitbringt. Im Akkutest mit dem Mobile Mark 2007 hielt das Notebook über sechs Stunden durch - und bot auch im Batteriebetrieb eine ausgesprochen hohe Rechenleistung. Im Toughbook CF-F8 steckt mit dem Core 2 Duo SP9300 nämlich keine CPU aus Intels stromsparender, aber nicht besonders rechenstarker (Ultra-)Low-Voltage-Serie, sondern ein Standard-Notebook-Prozessor mit einer maximalen Verlustleistung (Thermal Design Power) von 25 Watt. Nur an der Prozessorgröße hat Intel beim SP9300 gespart: Die CPU im SFF-Design (Small Form Factor) wird auf die Platine gelötet und passt daher besonders gut in kleine und leichte Notebooks.

Ergonomie: Das 14-Zoll-Display des Toughbook CF-F8 ist entspiegelt und damit eigentlich optimal für den Einsatz unter wechselnden Lichtverhältnissen. Wir ermittelten eine durchschnittliche maximale Helligkeit von 180 cd/m2: Zu wenig, um das Display im Sonnenlicht ablesen zu können, für alle anderen Bedingungen aber ausreichend hell. Das Display war außerdem angenehm gleichmäßig ausgeleuchtet - zumindest sagten das unsere Messwerte aus. Mit bloßem Auge war am unteren Rand allerdings ein schmaler, sehr heller Streifen zu erkennen. Das Display war dort auch spürbar erwärmt: Offenbar war die Lichtleitfolie nicht korrekt eingebaut. Sicht- und messbar war dagegen der enttäuschend niedrige Kontrast. Und noch ein Ergonomielapsus unterlief dem Toughbook: Stand das Notebook unter voller Last, drehte sich der Lüfter störend laut - 2,3 Sone sind für konzentriertes Arbeiten am Laptop definitiv zu viel.

Tempo: Im Sysmark 2007 erreichte das Toughbook 118 Punkte - es gehört damit zu den leistungsstärksten Subnotebooks und liegt auf dem Temponiveau aktueller Consumer-Laptops. Geschwindigkeitseinbußen zugunsten der Mobilität müssen Sie nicht befürchten: Besonders beim Productivity-Teil des Sysmark 2007, in dem die Rechenleistung bei Office-Anwendungen getestet wird, schnitt das Toughbook überdurchschnittlich gut ab.

Ausstattung: Den DVD-Brenner hat Panasonic beim Toughbook CF-F8 in die Handballenablage integriert. Zum Einlegen eines Mediums klappt man den Laufwerksdeckel nach oben. Intern ist der DVD-Brenner als USB-Gerät angeschlossen: Das hilft beim Stromsparen, denn das Laufwerk schaltet sich nach drei Minuten selbstständig ab, wenn es nicht gebraucht wird. Um vom Laufwerk zu booten, muss man allerdings mehrere Einstellungen im Bios verändern - umständlich. Dem Panasonic-Notebook fehlt ein Fingerprint-Leser - bei Business-Notebooks inzwischen eigentlich Standard-Ausstattung. Einen digitalen Monitoranschluss (Display Port) findet man nur am optionalen Port-Replikator, den man links am Notebook anschließen kann. Dafür liegt die Netzwerk-Ausstattung des Laptop auf Top-Niveau: Er bringt nicht nur Gigabit-LAN, Draft-N-WLAN und Bluetooth mit, sondern auch ein Mobilfunkmodem von Qualcomm, das die wichtigsten Mobilfunkstandards weltweit unterstützt: HSDPA und HSUPA für das UMTS-Netz in Europa beziehungsweise EV-DO für die USA.

Handhabung: Die Tasten des Toughbook CF-F8 liegen wie bei großen Notebooks in einem 19-Millimeter-Raster. Die einzeilige Enter-Taste, die verkleinerte Leertaste und der nicht abgesetzte Cursor-Block könnten Zehnfinger-Tippern aber Probleme bereiten. Das Schreiben auf der Toughbook-Tastatur ist ansonsten aber sehr angenehm, der Tastenanschlag deutlich und die Tastatur stabil eingebaut. Gewöhnungsbedürftig: Der Touchpad des Toughbook ist kreisförmig.
Fazit: Die guten Testergebnisse des Panasonic Toughbook CF-F8 lassen einen schnell über das gewöhnungsbedürftige Design hinwegsehen. Der Laptop punktet bei fast allen Kriterien, die für ein Subnotebook wichtig sind: Er ist extrem leicht und stromsparend, bietet aber trotzdem eine hohe Rechenleistung und eine umfangreiche Ausstattung - besonders in punkto Netzwerk. Den guten Gesamteindruck trüben das sehr kontrastschwache Display und der unter Last sehr laute Lüfter.
Alternativen: Das Sony VGN-Z11WN mit ähnlich guter Ausstattung ist noch leichter und bietet eine längere Akkulaufzeit - sein Gehäuse ist aber deutlich weniger robust.
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