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Lacie d2 quadra im Test

13.01.2010 | 12:45 Uhr |

Für das Äußere der externen Festplatte Lacie d2 quadra war der Designer Neil Poulton am Werk - wie sich das hübsche 2-Terabyte-Modell im harten Praxisalltag schlägt, haben wir für Sie im Testcenter untersucht.

Die Lacie d2 quadra vereint viele Superlative einer externen Festplatte - positive wie negative. Sie ist beispielsweise das bisher schwerste aus bisher 72 getesteten Modellen. Sie wiegt gut 1,76 Kilogramm und damit fast drei Mal so viel wie das leicheste 3,5-Zoll-Modell im Testfeld, das nur gut 0,5 Kilo auf die Waage brachte. Auch bei der Kapazität bietet die Lacie d2 quadra das Maximum, das eine externe Festplatte mit nur einem Laufwerk erreichen kann, nämlich 2 Terabyte (TB). Und die Schnittstellenausstattung lässt obendrein kaum Wünsche offen: Neben dem langsamen, aber weit verbreiteten USB-Anschluss stehen E-SATA-, Firewire-400- und -800-Buchsen zur Verfügung. Statt eines normalen Ein-/Ausschalters hat der der Lacie d2 quadra eine weitere Schaltstufe namens "auto" - hier läuft die Festplatte nur, wenn der angeschlossene PC in Betrieb ist.

Ausstattung: Im Innern der Lacie d2 quadra arbeitet die 2 TB große S-ATA/300-Festplatte Hitachi HDS722020ALA330 , die ihre vier Datenscheiben mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotiert und über 32 MB Cache verfügt. Dieses interne Modell war ebenfalls bei uns schon im Testcenter - es überzeugte durch recht hohe Geschwindigkeit bei einem niedrigen Preis-pro-GB-Verhältnis, erreichte jedoch keinen Platz in der Top 10. Bei externen Festplatten ist jedoch nicht das Laufwerkstempo entscheidend, sondern das des Brückenchips. Er sitzt zwischen verbauter Festplatte und den Schnittstellen - und entscheidet über das Tempo Ihrer externen Festplatte.
In Sachen Hilfsprogramme legt Lacie der d2 quadra die Tools 1-Click-Backup, Silver Keeper und Genie Backup bei.

Tempo: Bei der Lacie d2 quadra arbeitet der Brückenchip offensichtlich extrem schnell, denn sie erreichte viele neue Spitzenwerte. Damit war sie sogar die bis dato schnellste Festplatte im Test. In den Praxistests etwa las die Lacie d2 quadra pro Sekunde 32 MB/s. Beim Schreiben erreichte sie sogar 35 MB/s - superflott! Auch die mittlere Zugriffszeit war mit 6,08 Millisekunden sehr kurz.

Ergonomie: Beim Tempotest gab die Lacie d2 quadra ordentlich Gas. Das wirkte sich jedoch negativ auf den Stromverbrauch aus. Schon im Leerlauf zog sie 12,4 Watt. Unter Last stieg der Stromverbrauch auf 16,8 Watt. Als wir den Test-PC herunterfuhren schaltete sich die Lacie d2 quadra aufgrund der Schalterstellung "auto" ebenfalls ab - der Stromverbrauch blieb mit 3,6 Watt jedoch ziemlich hoch. Rechnen Sie mit mindestens fünf Euro mehr auf Ihrer nächsten Stromrechnung. Die Schalterstellung "off" halbierte den Stromverbrauch lediglich, der so immer noch relativ hohe 1,8 Watt betrug. Hier sollte Lacie ein qualitativ höherwertigeres Netzteil beilegen.
Auch was das Thema Geräuschentwicklung angeht, müssen Sie ob des hohen Tempos Zugeständnisse machen: Die Lacie d2 quadra war stets zu hören, im Leerlauf betrug ihr Geräuschpegel 22,1 dB(A), der unter Last auf deutlich zu vernehmende 26,8 dB(A) anstieg.

Fazit: Sehr groß, sehr schwer, hochkapazitiv und obendrein auch noch schnell. Die Lacie d2 quadra ist ideal für Anwender, die mit großen Dateien jonglieren und daher hohes Tempo zu schätzen wissen.

Alternativen: Ebenfalls hohes Tempo, allerdings mit USB-3.0-Schnittstelle arbeitet die Buffalo DriveStation USB 3.0 1 TB . Wer zusätzlich zu den vielen Schnittstellen der Lacie d2 quadra auch noch eine Ethernet-Buchse benötigt, um den Zugriff auf die Festplatte vom Netzwerk zu ermöglichen, der sollte sich die ebenfalls sehr schnelle und gleichfalls 2 TB große Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB ansehen.

Varianten:
Lacie d2 quadra 2 TB (Testmodell)
Lacie d2 quadra 1,5 TB
Lacie d2 quadra 1 TB
Lacie d2 quadra 0,5 TB

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