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Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB im Test

11.01.2010 | 15:00 Uhr |

2 Terabyte mit USB-, E-SATA- und sogar einem Ethernet-Anschluss - flexibler geht’s kaum. Wie es mit dem Tempo und der Geräuschentwicklung steht und ob die NetDISK vielleicht sogar ein Stromfresser ist, erfahren Sie in diesem Test.

Zwei Besonderheiten zeigen sich schon im Namen der Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB. Einerseits der riesige Speicherplatz von 2 Terabyte (TB) und andererseits ihre Netzwerkfähigkeit. Die NDAS-Festplatte (Network Direct Attached Storage) besitzt eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle, kann also in 10-, 100- und 1000-MBit/s-Netzwerke eingebunden und so von jedem Rechner, der dort angeschlossen ist, angesprochen werden. Voraussetzung: Auf jedem Rechner muss ein passender Treiber installiert sein.

Mit Ethernet-Schnittstelle: Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB
Vergrößern Mit Ethernet-Schnittstelle: Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB
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Ausstattung: Neben der Gigabit-Ethernet-Schnittstelle steht zum Datentransfer ein USB-Anschluss zur Verfügung - super kompatibel, praktisch jeder PC besitzt so eine Buchse. Wer auf Tempo steht kann die E-SATA-Schnittstelle verwenden, die jedoch nur wenige aktuelle PCs besitzen. Als zusätzliches Bedienelement steht auf der Rückseite der Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB ein Netzschalter - er kappt die Stromversorgung zum Steckernetzteil. Im Lieferumfang sind ein USB- (160 Zentimeter), ein E-SATA- (105 Zentimeter) und ein Ethernet-Kabel (160 Zentimeter) enthalten. Software-seitig stehen die Programme SyncBackPro und InfoHesive sowie die OnClick-Utilities zur Verfügung.

Tempo: Wer auf Geschwindigkeit setzt, verwendet die E-SATA-Schnittstelle, da dies die schnellste der drei Schnittstellen ist. An diesem Anschluss erreichte die Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB im Praxistest einen Datendurchsatz von 43 und 45 MB/s beim Lesen und Schreiben. Diese Werte sind zwar im Vergleich zu einer USB-2.0-Festplatte mehr als doppelt so hoch, jedoch waren andere E-SATA-Festplatten teilweise um bis zu 10 MB/s flotter. Die mittlere Zugriffszeit war mit 6,43 Millisekunden in Ordnung. Alles in allem tempomäßig also guter Durchschnitt.

Ergonomie: Die verbaute 2-TB-Festplatte der Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB stammt aus dem Hause Seagate. Die Barracuda LP dreht ihre Datenscheiben mit gemächlichen 5900 Umdrehungen pro Minute. Das kommt einem niedrigen Geräuschpegel zugute. Er lag bei der Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB bei stillen 19,7 dB(A) im Leerlauf und bei noch flüsterleisen 26,8 dB(A) unter Last. Somit ist die Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB zwar durchaus hörbar, stört im Wohnzimmer aber ebenso wenig wie im Büro oder Heimkino.

Die Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB verbrauchte im Betrieb zwischen 8 und 9 Watt. Im Standby-Modus betrug der Verbrauch 4 Watt. Das ist zu hoch und verursacht - je nach Tarif - Mehrkosten auf der Stromrechnung von rund 6 Euro pro Jahr (bei Stromkosten von 17 Cent pro Kilowattstunde). Erst nachdem wir die Festplatte an der Gehäuserückseite komplett ausschalteten, sank der Stromverbrauch auf 0 Watt.

Fazit: Hochkapazitive Festplatte mit USB-, E-SATA- und Ethernetschnittstelle. Sie war flott und einigermaßen leise. Der Stand-By-Stromverbrauch war hoch.

Varianten:
Iocell NetDISK 351 UNE 2 TB (Testmodell)
Iocell NetDISK 351 UNE 1 TB

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