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Seagate FreeAgent Desk 2 TB im Test

18.11.2009 | 15:49 Uhr |

Riesengroße Festplatte mit 2 Terabyte Speicher, die im Testcenter jedoch einige Schwächen zeigte. Wo es hakt, erfahren Sie in diesem Test.

Die Seagate FreeAgent Desk ist keine Unbekannte im Testcenter: Schon im Sommer haben wir die 1,5 TB große Version dieser externen Festplatte getestet . Jetzt ist die 2-TB-Version der FreeAgent Desk eingetroffen. Schon damals haben wir das Tempo kritisiert. Schneller ist die FreeAgent Desk mit 2 TB nicht geworden - im Gegenteil.

Handhabung: Einen Ein-/Ausschalter bietet die Seagate FreeAgent Desk nicht. Zur Stromversorgung dient ein externes Netzteil. An den PC schließen Sie die Festplatte über ein USB-Kabel. Weitere Schnittstellen gibt es nicht. Die Seagate FreeAgent Desk 2 TB bringt 1006 Gramm auf die Wage. Das externe Netzteil wiegt 160 Gramm.

Ausstattung: Seagate legt der FreeAgent Desk Montagematerial bei, mit dem sich die externe Festplatte auch vertikal betreiben lässt. Mit der vom Hersteller auf der Festplatte gespeicherten Software Seagate Manager können Sie automatische und manuelle Backups vornehmen, Daten zwischen PC oder Notebook und der Seagate FreeAgent Desk synchronisieren sowie Dateien verschlüsseln. Das Programm lässt sich sehr einfach und intuitiv bedienen.

Tempo: Im Benchmark-Test erreichte die Seagate FreeAgent Desk 2 TB noch gute Werte - zumindest für ein USB-Laufwerk, dessen Datenrate vor allem durch die Schnittstelle begrenzt wird. Beim sequenziellen Lesen kam die Seagate FreeAgent Desk im Durchschnitt auf 32,8 MB/s - das ist okay. Beim Schreiben landeten laut Benchmark-Programm 30,45 MB/s auf dem Datenträger - ebenfalls in Ordnung. Im Praxistests schnitt die Seagate FreeAgent Desk deutlich schlechter ab: Die Leserate war mit 25 MB/s zwar noch sehr hoch. Die Schreibgeschwindigkeit ließ mit 5,4 MB/s aber sehr zu wünschen übrig - hier muss Seagate nachbessern. Die mittlere Zugriffszeit lag bei 6,17 Millisekunden, was wiederum ein Spitzenwert ist.

Ergonomie: Wir haben die Seagate FreeAgent Desk flach auf dem Schreibtisch liegend getestet. Dort erreichte die Temperatur sehr hohe 45,3 Grad. Daher empfehlen wir Ihnen, die Festplatte immer vertikal, also im Standfuß befestigt, zu betreiben. So kann die Hitze, die die Festplatte in ihrem Inneren erzeugt, an beiden Gehäuseflächen entweichen. Die Leistungsaufnahme lag bei 10 Watt im Betriebszustand und bei Zugriffen. Das ist niedrig. Ausgeschaltet zog das Netzteil immer noch 2 Watt - unschön. Es gibt externe 3,5-Zoll-Platten, die im ausgeschaltetem Zustand keinen Strom mehr verbrauchen. Schließlich war auch der Geräuschpegel bei Zugriffen mit rund 28 dB(A) hoch - auch hier gibt es leisere Modelle.

Fazit: Die Festplatte bietet eine riesige Kapazität, ist vom Design ansprechend, und die mitgelieferte Software ist praktisch. Negativ schlagen das niedrige Schreibtempo sowie die hohe Geräusch- und Temperaturentwicklung zu Buche.

Alternativen: Die Seagate FreeAgent Desk ist vom Preis-/GB-Verhältnis sehr günstig, da sie sehr viel Speicher besitzt. Leider ist sie langsam. Wer ein großes und schnelles Gerät sucht, ist beispielsweise mit der Verbatim Quad-Interface gut bedient (1 TB, 150 Euro). Noch flotter und zusätzlich mit Netzwerkschnittstelle kommt die NetDisk 351UNE 1 TB von IOCELL (1 TB, 135 Euro) daher.

Varianten:
Seagate FreeAgent Desk 500 GB
Seagate FreeAgent Desk 640 GB
Seagate FreeAgent Desk 1 TB
Seagate FreeAgent Desk 1,5 TB
Seagate FreeAgent Desk 2 TB

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