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EVGA GTX 980 Ti Superclocked+ ACX 2.0+ im Test

24.08.2015 | 13:33 Uhr |

Mit einer Menge mehr Takt, semi-passiven Lüftern und einer speziellen Kühlung will EVGA die GTX 980 Ti „bis zur Perfektion verfeinert“ haben. Wir haben die Grafikkarte im Test.

Wie der Produktname „Superclocked+“ schon vermuten lässt, liefert der Hersteller die GTX 980 Ti mit einem stark erhöhten Grafikchip-Takt aus: 1102 MHz Standard-Takt, 1190 MHz Boost-Takt – damit arbeitet die EVGA-Karte über 10 Prozent schneller als die Referenzversion von Nvidia. Bei den restlichen technischen Daten verändert sich nichts: Satte 6 GB GDDR5-Grafikspeicher, eine 384 Bit breite Speicheranbindung und ein physikalischer Speicher-Takt von 1753 MHz, effektiv also 7012 MHz. Mehr Details zur verwendeten GM200-GPU der Maxwell-Architektur erhalten Sie im Test der Nvidia Geforce GTX 980.

Hinweis: Die Testergebnisse und technischen Daten im Detail finden Sie direkt unter diesem Artikel in übersichtlichen Tabellen.

Ab Werk arbeitet die GTX 980 Ti von EVGA mit über 10 Prozent höheren Taktfrequenzen im Vergleich zur Referenzversion.
Vergrößern Ab Werk arbeitet die GTX 980 Ti von EVGA mit über 10 Prozent höheren Taktfrequenzen im Vergleich zur Referenzversion.

Umfangreich überarbeitetes Kühldesign

In die Kühlung namens „ACX 2.0“ hat EVGA viel Arbeit gesteckt. Die beiden Axiallüfter arbeiten semi-passiv und stehen bei geringer Auslastung still. In unseren Testläufen mit einer offenen Testplattform fingen sie erst ab einer Temperatur von rund 70 Grad Celsius zu drehen an und hören wieder auf, wenn sich die Grad-Zahl auf etwa 55 bis 60 gesenkt hat. Um besondere Laufruhe zu gewährleisten, stattet der Hersteller die Lüfter mit Doppelkugellager aus, die eine viermal längere Lebensspanne sowie eine 20 Prozent höhere Effizienz im Vergleich zu Konkurrenz-Grafikkarten aufweisen sollen. Der Antrieb erfolgt derweil über dreiphasige 6-Schlitzmotoren, die 250 Prozent weniger Energie als herkömmliche Lüftermotoren verbrauchen sollen.

Die "ACX 2.0+"-Kühlung im Detaul: Die Lüfter arbeiten mit Doppelkugellagern und speziellen Motoren um leiser und effizienter zu arbeiten, während drei Heatpipes und eine PCB-Kühlplatte für niedrigere Temperaturen sorgen sollen.
Vergrößern Die "ACX 2.0+"-Kühlung im Detaul: Die Lüfter arbeiten mit Doppelkugellagern und speziellen Motoren um leiser und effizienter zu arbeiten, während drei Heatpipes und eine PCB-Kühlplatte für niedrigere Temperaturen sorgen sollen.
© EVGA

Drei 8 Millimeter breite Heatpipes liegen direkt auf dem Grafikchip auf und leiten beidseitig die Abwärme an die Aluminiumfinnen weiter. Die Oberseite des PCBs (Platine) ist mit einer Kühlplatte ausgestattet, um die  Speicherchips und MOSFETs (Transistoren) kühler betreiben zu können – EVGA spricht hier von einer Verbesserung von bis zu 15 Prozent. Auch die Unterseite ist mit einem Backplate ausgestattet, die für mehr Stabilität und eine bessere Wärmeverteilung sorgt.

Auch an der Unterseite befindet sich ein Backplate aus Aluminium, um mehr Stabilität und eine bessere Wärmevertelung zu erreichen.
Vergrößern Auch an der Unterseite befindet sich ein Backplate aus Aluminium, um mehr Stabilität und eine bessere Wärmevertelung zu erreichen.
© EVGA

Schnittstellen und Lieferumfang

Bei den Schnittstellen haben Sie die Wahl zwischen drei Displayports in der Version 1.2, einmal Dual-Link-DVI sowie HDMI 2.0 – letzteres erlaubt die Wiedergabe von 4K-Inhalten in flüssigen 60 Hertz, wenn wir von den Displayports einmal absehen. Mit in die Verpackung legt der Hersteller noch einen DVI-auf-VGA-Adapter sowie zwei Stromkabel, um beispielsweise auch über zwei Molex-Stecker einen 6-pin-Stromanschluss zu erhalten – falls das Netzteil keinen weiteren PCI-Express-Anschluss mehr bietet. Weiterhin gibt es auf der Treiber-CD noch das Monitoring-Tool Precision X. EVGA liefert hier also Standardkost.

Ohne Weichen und Adapter lassen sich vier Bildschirme parallel an der Karte betreiben: Dreimal Displayport 1.2, einmal HDMI 2.0 sowie einmal Dual-Link-DVI.
Vergrößern Ohne Weichen und Adapter lassen sich vier Bildschirme parallel an der Karte betreiben: Dreimal Displayport 1.2, einmal HDMI 2.0 sowie einmal Dual-Link-DVI.
© EVGA

Längerer Support und Grafikkarten-Eintausch gegen Aufpreis

Wer sich für eine EVGa-Grafikkarte entscheidet, dem bietet der Hersteller noch weitere interessante Möglichkeiten. Gegen Aufpreis (abhängig von der unverbindlichen Preisempfehlung) lässt sich der ohnehin schon verlängerte Garantiezeitraum von 36 Monaten auf bis zu 5 Jahre erweitern, was bei der Superclocked+ ACX 2.0+ 25 Euro mehr ausmacht. Auf Wunsch gibt es sogar 10 Jahre, wofür EVGA 50 Euro mehr verlangt. Voraussetzung ist, dass Sie die Grafikkarte innerhalb von 30 Tagen ab Kaufdatum auf der EVGA-Webseite registrieren. Neben der Garantieverlängerung bietet der Hersteller auch das sogenannte Step-Up-Programm an: Sollten Sie mit der Leistung der Grafikkarte nicht zufrieden sein, lässt sie sich innerhalb von 90 Tagen ab Kauf gegen eine höherwertige umtauschen – zu zahlen sind dann nur der Differenzbetrag und die Frachtkosten für das Zurückschicken der alten Grafikkarte. Doch auch der Tausch mit einem günstigeren Modell ist möglich, eine Erstattung des Differenzbetrages erfolgt allerdings nicht.

Das Grafikkarten-Testverfahren der PC-WELT

Welche Hardware wir für unsere Grafikkarten-Tests verwenden, wie wir die Tests durchführen und welche Gewichtungen wir in den jeweiligen Kategorien vornehmen, entnehmen Sie dem Artikel „Wie PC-WELT Grafikkarten testet“.

Leistungstests mit der EVGA GTX 980 Ti Superclocked+ ACX 2.0+

Zuerst ein Hinweis zum Testverfahren: Das bisherige Testing ist veraltet, allerdings sind wir gerade dabei es zu überarbeiten. Nichtsdestotrotz veröffentlichen wir diesen Test mit dem alten Verfahren und der zugehörigen Note. Abseits der alten Spiele-Tests haben wir allerdings auch Spiele in Wide-QHD (1440p; 2560 x 1440 Pixel) und Ultra-HD (2160p; 3840 x 2160 Pixel) getestet, die sich vorerst abseits der Wertung befinden.

Das Ergebnis in den Firestrike-Sequenzen des 3DMark kann sich sehen lassen.
Vergrößern Das Ergebnis in den Firestrike-Sequenzen des 3DMark kann sich sehen lassen.

Maximale Kantenglättung mit allen Grafik-Details auf maximaler Stufe in 1920 x 1080 Pixel ist für die übertaktete GTX 980 Ti überhaupt kein Problem (siehe Tabellen weiter unten) – die Karte ist für deutlich höhere Auflösungen ausgelegt. In 1440p messen wir in Witcher 3 flüssige 48 Bilder pro Sekunde, in Ultra-HD sind bei aktivierter Kantenglättung (!) dann nur noch 29 Bilder pro Sekunde – wenn Sie das Anti Aliasing (AA) allerdings deaktivieren, dann kommen Sie auf weitaus höhere Bildraten. Battlefield 4 schafft die Grafikkarte allerdings auch mit AA in 2160p mit butterweichen 67 Bilder pro Sekunde! Auch die Computing-Leistung unter OpenCL und Direct-Compute kann sich durchaus sehen lassen. Damit gehen auch aufwendigere Multimedia-Aufgaben flotter von der Hand.

So tunen Sie Ihre Nvidia-Geforce-Grafikkarte

Umwelt-Eigenschaften auf dem Prüfstand

Während des Spielens von Battlefield 4 verbraucht unsere gesamte Testplattform mit der EVGA GTX 980 Ti Superclocked+ ACX 2.0+ maximal 445 Watt, was für die gezeigte Leistung sehr effizient ist. Allerdings ist die Leistungsaufnahme damit dennoch etwas höher als bei anderen bisher von uns getesteten GTX 980 Ti, die aber auch weniger stark übertaktet sind. Das Betriebsgeräusch ist im Leerlauf selbstredend nicht vorhanden, unter Last messen wir in einem Abstand von 50 Zentimetern in einem offenen Testsystem 1,9 Sone. Mit diesem Resultat befindet sich die Grafikkarte im oberen Mittelfeld und muss sich nicht als Krachmacher abstempeln lassen. Die Betriebstemperaturen gehen mit maximal 78 Grad Celsius komplett in Ordnung und lassen somit auch noch Raum für ein klein wenig mehr Übertaktung.

Für die Stromversorgung sind zwei 8polige-Stromanschlüsse des Netzteils notwendig.
Vergrößern Für die Stromversorgung sind zwei 8polige-Stromanschlüsse des Netzteils notwendig.
© EVGA

Test-Fazit zur EVGA GTX 980 Ti Superclocked+ ACX 2.0+

Die GTX 980 Ti Superclocked+ ACX 2.0+ ist nur eine von acht Versionen (inklusive der Referenz), die EVGA im Angebot hat. Die Leistung ist durchweg sehr hoch und eignet sich auch fürs Spielen in Ultra-HD, sofern Sie nicht die Kantenglättung bis zum Anschlag hochschrauben. Das Betriebsgeräusch geht in Ordnung und ist bei geringer Last sogar überhaupt nicht vorhanden. Das spezielle Kühldesign leistet gute Arbeit und hält die Komponenten auf einem niedrigen Niveau. Nur der Lieferumfang fällt etwas mager aus. Weiterer Wermutstropfen ist die hohe unverbindliche Preisempfehlung von happigen 789 Euro. In unserem Preisvergleich gibt es die Grafikkarte aber bereits ab rund 724 Euro, womit Sie aber auch noch kein wirkliches Schnäppchen ist.

Die EVGA GTX 980 Ti Superclocked+ ACX 2.0+ erhält das Test-Urteil "gut" (Endnote 2,14).
Vergrößern Die EVGA GTX 980 Ti Superclocked+ ACX 2.0+ erhält das Test-Urteil "gut" (Endnote 2,14).

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

Evga GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+

Testnote

gut (2.14)

Preisurteil

zu teuer

Spiele-Leistung (40%)

1,51

Computing-Leistung (11%)

1,35

Umwelt und Gesundheit (25%)

2,58

Ausstattung (15%)

3,46

Service (5%)

2,48

ALLGEMEINE DATEN

Evga GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+

Testkategorie

Grafikkarten

Grafikkarten-Hersteller

Evga

Internetadresse von Evga

eu.evga.com

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

789 Euro

Evgas technische Hotline

089/18904911

Garantie des Herstellers

36 Monate

COMPUTING-LEISTUNG

Evga GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ (Note: 1.35)

Direct Compute (Computemark, 1920 x 1080 Pixel, Preset: Complex)

3253 Punkte

OpenCL-Leistung (Luxmark 2.0, Sala-Benchmark)

4000 Tausend Samples/Sekunde

SPIELE-LEISTUNG

Evga GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ (Note: 1.51)

Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

134 Bilder/s

Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

198 Bilder/s

Tomb Raider: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

137 Bilder/s

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Ice Storm)

169 485 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Cloud Gate)

23 304 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Fire Strike)

14 863 Punkte

AUSSTATTUNG

Evga GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ (Note: 3.46)

Video-Anschlüsse

Displayport

3

HDMI

1

DVI

1

beigelegte Adapter

2x Stromkabel, 1x DVI-auf-VGA

beigelegte Programme

EVGA Precision X

beigelegte Spiele

nicht vorhanden

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

4

UMWELT UND GESUNDHEIT

Evga GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ (Note: 2.58)

Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf

154 Watt

Stromverbrauch des Test-PCs: Last

445 Watt

Betriebsgeräusch: Leerlauf

0,0 Sone

Betriebsgeräusch: Last

1,9 Sone

Temperatur: Leerlauf

54° Celsius

Temperatur: Last

78° Celsius

Service

Evga GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+ (Note: 2.48)

Garantiedauer

36 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

089/18904911 / ja / nein / 8 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

eu.evga.com / ja / ja / ja / ja

TECHNISCHE DATEN

Evga GTX 980 Ti SC+ ACX 2.0+

Grafikprozessor (Takt)

Nvidia GM200

GPU-Takt

1102 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

2816

Shader-Takt

1102 MHz

DirectX-Version

12

Speicher-Größe

6144 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1753 MHz

Speicher-Busbreite

384 Bit

Grafikkarten-Bios

84.00.32.00.94

Grafikkarten-Treiber

Forceware 353.06 (9.18.13.5306)

Kartenlänge

26,7 Zentimeter

Kartenbreite

2 Steckplätze

Stromanschluss

2x (1x 8polig, 1x 6polig)

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