13.09.2010, 10:11

Bernhard Steppan

Eva/3 und XDEV

Java-Generatoren im Vergleich

Rapid Application Development (RAD) funktioniert auch mit Java bestens. Das zeigen die Code-Generatoren "Eva/3" und "XDEV".
Von Bernhard Steppan, freier Autor und Java-Spezialist in Bad Homburg.

Professionelle Java-Entwicklungsumgebungen wie Eclipse und Netbeans sind nicht jedermanns Sache. Auf der einen Seite sehr flexibel, erschweren sie andererseits manchem Entwickler mit ihren vielen Einstellmöglichkeiten und ihrer generellen Ausrichtung auf technisch versierte Programmierer den Einstieg. Das war der Ansatzpunkt für eine Reihe von leicht zu bedienenden Java-Werkzeugen für das Rapid Application Development von Rich-Client-Datenbankanwendungen, von denen wir hier Eva/3 und XDEV vorstellen wollen.
Soviel vorweg: Eva/3 und XDEV sollen dem Anwender eine Java-Umgebung für die visuelle Entwicklung von Rich-Client&ei=TqZMS8yMNdKb_Ab_gtifDg&sa=X&oi=glossary_definition&ct=title&ved=0CAoQkAE:Rich-Client-Anwendungen für Datenbanken zur Verfügung stellen. Beide Produkte gehen dabei sehr ähnlich vor. Welchem Tool und welchem Framework man den Vorzug gibt, ist eher eine Geschmacksache. Mit beiden Umgebungen ist auf jeden Fall der Beweis erbracht, dass sich Rapid Application Development und Java bestens ergänzen.
Codegenerierung
Während man in der traditionellen Java-Entwicklung mit einer Vielzahl von Frameworks arbeitet und den Programmcode im Texteditor handoptimiert, wird mit RAD-Tools überwiegend visuell gearbeitet und ein Großteil des Programms mit einem Generator erzeugt. Die beiden hier vorgestellten Tools generieren Programme auf unterschiedliche Weise:
  • Der Eva/3 Application Builder erzeugt während der Entwicklung eines Programms keinen Java-Sourcecode. Legt man zum Beispiel einen neuen Dialog an, speichert der Application Builder alle Einstellungen stattdessen in einer entsprechenden XML-Datei. Das Eva/3-Framework liest (interpretiert) diese Datei zur Laufzeit. Das unterscheidet das RAD-Werkzeug von einem Java-GUI-Builder, der in der Regel Sourcecode generiert, der kompiliert wird.
  • XDEV speichert alle Projekteinstellungen in einer singulären Projektdatei ab, aus der die Entwicklungsumgebung die Anwendung kompiliert. Es entsteht also der übliche Bytecode, der zusammen mit der XDEV-Laufzeitbibliothek die Anwendung ergibt. Unter Windows und Mac OS X kann XDEV auch ein Executable samt JRE erzeugen, das per Doppelklick gestartet werden kann. Alternativ dazu lässt sich auch regulärer Java-Sourcecode generieren.
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