237967

Nokia 5800 Xpress Music im Test

Nokias erstes Touchscreen-Handy für Musikfans bringt eine Musik-Flatrate mit. Ob das Handy wirklich Rock'n Roll ist, klärt der Test.

Das 5800 XpressMusic ist auffallend schmal, recht lang und etwas dicker als die Konkurrenz aus Asien. Beim Telefonieren liegt das komplett aus Plastik gefertigte Handy gut in der Hand. Zudem ist es solide verarbeitet und knarzt daher auch nicht, wenn man es in die Hand nimmt. Praktisch: der seitliche Schieberegler zum Entsperren des Displays.

Das 3,2-Zoll-Display im 16:9-Format ist baubedingt ebenfalls lang und schmal. Auf einem Videofilm bekommen die Schauspieler daher im Vollbildmodus standardmäßig etwas langgezogene Gesichter. Glücklicherweise lässt sich die Darstellung mit einem Knopfdruck auf 4:3 ändern. Dann wird allerdings nicht mehr die volle Displaygröße ausgenutzt. Das Nokia 5800 Xpress Music unterstützt alle gängigen Videoformate außer Xvid- und DivX.

Display und Touchscreen
Die Display-Auflösung von 640 x 360 Pixel liegt etwas unter den 400 x 800 Pixeln, die bei den aktuellen Multimedia-Handys von LG und Samsung zu finden sind. Das Display ist gut lesbar, nur an einem heißen Sommertag muss man die Augen zusammenzwicken, um noch Details zu erkennen. Da wäre ein helleres Display wünschenswert.

Der Touchscreen des Nokia 5800 Xpress Music reagierte im Test zwar zögerlich, aber wenn er erst mal in Fahrt geraten ist, kommt man schnell durch eine Adressliste oder eine Webseite. Tippen ist etwas mühsam, denn man muss wesentlich fester als beim iPhone oder beim Samsung S8300 Touch drücken, um einen Buchstaben zu aktivieren. Prima ist dagegen, dass dem Nutzer die Wahl überlassen bleibt zwischen alphanumerischer Handy-Tastatur und bildschirmfüllender Volltastatur.

Bedienung
Wenig gelungen ist die Bedienlogik des Touchscreen-Smartphones. Erstens braucht es in den meisten Menüs einen Doppelklick, um einen Unterpunkt zu wählen. Dabei würde ein einfacher Klick wie bei den Touchscreen-Handys anderer Hersteller wesentlich schneller zum Ziel führen. Im Musik-Player dagegen reicht ein Klick, um einen Song auszuwählen. Auch nach längerer Benutzung gewöhnt man sich nicht an diese widersprüchliche Menüführung. Zweitens hat Nokia das Betriebssystem Symbian S60 in der fünften Version, das nun auch Touchscreens unterstützt, nicht entrümpelt und neu strukturiert. Und damit bleibt das Menü so unübersichtlich wie auf älteren Nokia-Modellen.

Eine prima Einrichtung dagegen ist der Schnellzugriff per berührungssensitiver Taste über dem Display, die jederzeit den Zugriff auf die wichtigsten Multimedia-Anwendungen wie Musik oder Videos erlaubt. Und ebenfalls gut zu bedienen sind die deutlich spürbaren Tasten unterhalb des Displays, die zum Annehmen und Beenden eines Telefonats dienen. Der mittlere Knopf führt ins Hauptmenü.

0 Kommentare zu diesem Artikel
237967