Unsere früheren Tests von Spiele-PCs haben gezeigt, dass ein Rechner mit einer so gewaltigen Ausstattung und Leistung ein Stromfresser ist. Die Auswahl des Netzteils spielt beim Energieverbrauch eine große Rolle: Auf der einen Seite soll das Netzteil im Standby- und Desktop-Modus nicht zuviel Strom verbrauchen, auf der anderen Seite soll es anspruchsvollen Komponenten wie CPU und Grafikkarten genügend Reserven bieten. Hardware4u teilt uns mit, dass ein 750-Watt-Netzteil für den Hardware4u Gamers Dream Revision 3.2 GX4 nicht ausreichend ist - im Test fanden wir heraus, warum es im harten Spiele-Alltag unbedingt ein 1000-Watt-Netzteil muss.
Im Standby-Modus zieht das Netzteil 5,7 Watt aus der Steckdose - dies liegt im Bereich von wesentlich schwächer ausgestatteten Multimedia-PCs. Der Vorgänger Hardware4u Gamers Dream Rev 3.1 Air hatte sich hier noch 10,8 Watt genehmigt. Ein Verbrauch von 6,1 Watt im heruntergefahrenen Zustand ist aber nicht akzeptabel, andere Spiele-PCs liegen hier bei Werten zwischen drei und vier Watt. Das größte Versäumnis liegt allerdings darin, dass Zalman dem Netzteil keinen Ausschalter verpasst hat - diese Verschwendung des Netzteils können Sie also nur dadurch abstellen, dass Sie eine Steckdose mit Schalter verwenden oder im ausgeschalteten Zustand den Stecker ziehen.
Im Desktop-Modus ist der Energiehunger des PCs bereits sehr groß: 305,8 Watt im Auslieferungszustand sind kein Pappenstiel. Die Deaktivierung von PhysX und SLI in der Nvidia-Systemsteuerung hat diesbezüglich aber nur einen minimalen Effekt: Mit etwa 290 Watt ist der Unterschied zum SLI-Modus marginal. Den meisten Strom zog der Spiele-Bolide allerdings unter voller Last: Im Benchmark 3D Mark 06 sprang der Stromverbrauch auf einen Spitzenwert von 861 Watt - einen so hohen Wert hatte unser Messgerät noch nie bei einem PC angezeigt. Die rote Laterne für den schlimmsten Stromfresser geht nun also vom Ultraforce X920 - ATI HD4870 X2 Xfire mit bisher 835 Watt Spitzenverbrauch an den Hardware4u-PC.
Die umsichtige Kühlung des Hardware4u Gamers Dream Revision 3.2 GX4 sorgt dafür, dass der PC bei der Lautstärkemessung für einen Spiele-PC akzeptabel abschneidet. Üblicherweise besteht hier bei Spiele-PCs ein deutlich hörbarer Unterschied zwischen Desktop-Modus und voller Last: Laut anspringende Lüfter während aufwändiger Spielesequenzen sind für Computerspieler störend. Dieses Problem hat der Hardware4u-Gigant nicht.
Der Hardware4u Gamers Dream Revision 3.2 GX4 zeigt mit seiner intelligenten Lüftersteuerung und der Wasserkühlung eine akustische Gleichmäßigkeit. Der Geräuschpegel im Desktop-Modus ist zwar mit 33,8 dB(A) beziehungsweise 1,8 Sone nicht revolutionär leise, aber akzeptabel. Mit zehn Lüftern - zusätzlich zur Wasserkühlung - ist ein leiserer Pegel kaum machbar; den größten Anteil am Grundrauschen haben die beiden Front-Lüfter mit einem leichten Summgeräusch. Selbst unter Volllast steigt der Lärmpegel nie höher als 35,9 dB(A) respektive 2,0 Sone. Der Avistron Raptor Extreme hatte hier bereits mit 45,1 dB(A) gedröhnt und weitere acht PCs im Test waren unter Last ebenfalls lauter als der Hardware4u-PC. Selbst bei rechenintensiven 3D-Spielesequenzen und der damit verbundenen Hitzeentwicklung blieb das Geräusch konstant.
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