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Epicgear Defiant EG MMS im Praxistest

30.05.2016 | 14:03 Uhr |

Mit der vollmodularen Defiant bringt Epicgear eine echte Neuerung auf den Gaming-Markt. So können dank der mechanischen Schaltermodule Epicgear Modular-Matrix-Structure, kurz EG MMS, nicht nur einzelne Schalter ganz einfach ausgetauscht oder kombiniert werden, sie ermöglicht es dem Nutzer auch zusätzliche Erweiterungen, wie zum Beispiel ein zusätzlich andockbares Makrotasten-Panel.

Die Auslieferung der sehr schlichten Defiant in der Standard-Ausführung erfolgt ohne Handballenauflage, sowie ohne jegliche Zusatz-Features wie zum Beispiel USB-Anschlüsse. Die Optik wirkt daher sehr zurückhaltend. Schaut man jedoch genauer hin, fällt auf, dass die verwendeten Materialien wie Aluminium auf der Oberseite und die Position der Switches das eigentliche stilvolle Design ausmachen: Denn die taktilen mechanischen Switches, die einen hörbaren Klickpunkt haben, sitzen oben auf dem Gehäuse auf. Dank zwei ausklappbarer Standfüße kann die Tastatur neben der flachen Position auch um eine Stufe höher genutzt werden. Anschließen lässt sich die Defiant über ein gesleevtes USB-Kabel.

Mechanische Tastaturen - Eine gute Investition?

TEST-FAZIT: Epicgear Defiant EG MMS

Die Defiant ist nicht nur ideal für Vielschreiber, sondern auch für Gamer. Die mechanischen Tasten gewährleisten eine zuverlässige Eingabe, welche für beide Nutzer sehr wichtig ist. Durch die wechselbaren Schaltermodule können sich Benutzer die Tastatur nach den eigenen Vorlieben anpassen. Egal ob es um den Tausch der Tasten geht oder um zusätzliche Erweiterungen. Das zeitlose und stilvolle Design kann sich im Büro oder auch auf einem Gaming-Schreibtisch sehen lassen. Umfangreiche Features bereichern außerdem das Gameplay: Einzeltastenbeleuchtung, Gaming-Profile und separate Lautstärkeregelung. Sehr gut gefallen hat uns das gesleevte Kabel und die gleichmäßige LED-Beleuchtung.

Weniger gut haben uns die Position und die Bedienung des Lautstärke-Scrollrades gefallen, sowie die höhenverstellbaren Füße. Letztere sind etwas schwer zu erreichen und haben auch nur eine Neigungs-Einstellung.

Das Zubehörangebot für die Defiant ist groß, was auch bedeutet, dass ein Nachrüsten diverser Teile noch einmal teurer werden kann. Sollte einem die Tastatur in der Grundausstattung ausreichen, ist die unverbindliche Preisempfehlung von rund 100 Euro angemessen. Wer jedoch Wert auf einen USB-Hub oder eine Handballenauflage legt, findet in dieser Preisklasse durchaus vergleichbare Modelle. Dennoch ist die Defiant mit dem Umfang an Features eine zeitlose Gaming-Tastatur.

+ robuste, austauschbare, mechanische Tasten

+ flexibel ausrüst- und erweiterbar

+ schlichtes, stilvolles Design

- hoher Preis für die Komplett-Ausstattung

- USB- oder Audio-Hub nur gegen Aufpreis

EG MMS: Mechanische Schalter mit der Epicgear Modular-Matrix-Structure

Was die Defiant so einzigartig macht, steckt unter den herkömmlich geformten Tastenkappen. Die sogenannten "EG MMS" (Epicgear Modular-Matrix-Structure) machen es dem Nutzer möglich, die standardmäßig verbauten, lilafarbenen Switches (taktil mit Klickpunkt) ganz nach Belieben auszutauschen oder zu kombinieren. Hierfür liefert der Hersteller auch gleich einen ganzen Packen Wechsel-Schalter mit, insgesamt 24 Stück: Zur Auswahl stehen graue (lineare) und orangene (taktile) Schalter, die sich mit dem beigelegten Werkzeug ausbauen lassen. Bei der Haltbarkeit der Schaltermodule gibt sich Epicgear großspurig und verspricht eine Lebensdauer von 70 Millionen Anschlägen.

Die Module lassen sich austauschen, um alle Nutzer zufrieden zu stellen.
Vergrößern Die Module lassen sich austauschen, um alle Nutzer zufrieden zu stellen.
© Epicgear

Größere Tasten wie zum Beispiel die Leertaste, werden von einem Drahtbügel stabilisiert. Sie müssen eine Betätigungskraft von 50 Gramm überwinden, die verkürzte Auslösedistanz beträgt 1,5 Millimeter. Das unkomplizierte Austauschen der kompletten Schaltermodule vereinfacht natürlich auch die Reinigung der Defiant.

Mechanische Tastaturen - Grundlagenwissen

Separate Lautstärkeregelung und Profil-Funktion

Ein besonderes Extra stellt das separate Lautstärkerad mit einer One-Touch-Mute-Funktion dar. Die stufenlose Steuerung erfolgt über das Aluminiumrad oberhalb des Nummernblocks und erweist sich als sehr praktisch, gerade auf die Mute-Funktion bezogen – mit nur einem Klick auf das Rädchen deaktiviert die Tastatur die Tonwiedergabe. Somit entfallen lästige Tastenkombinationen um den Sound auszuschalten.

Die Epicgear Defiant kommt im schlichten Design daher.
Vergrößern Die Epicgear Defiant kommt im schlichten Design daher.
© Epicgear

Die Platzierung sowie die Ausrichtung des Scrollrades sind jedoch etwas ungünstig. Durch die Nähe zum Ziffernblock und die hohen Tasten erreicht man es nur schwer und läuft Gefahr, einige Tasten dabei ungewollt auszulösen. Außerdem erweist sich in der Praxis die horizontale Scroll-Bewegung des Rädchens als ungewohnt. Intuitiver wäre es hier gewesen, das Scrollrad vertikal zu rollen, so wie wir es von der Maus gewohnt sind. Mit einer Tastenkombination von Fn und der Epicgear-EG-Taste aktivieren Sie den Gaming-Modus. Dieser deaktiviert die Windows-Taste, um während des Spiels einen versehentlichen Wechsel zum Desktop zu verhindern.

Die 5 beliebtesten Gaming-Tastaturen im Test

Programmierbare LED-Hintergrundbeleuchtung

Durch eine individuelle LED-Einzeltastenbeleuchtung können die Schalter neun verschiedenen Beleuchtungsmodi darstellen. Die Farbe beschränkt sich hierbei allerdings nur auf weiß. Fünf der Modi sind voreingestellt auf verschiedene Atmungseffekte, die weiteren vier sind vollständig und On-The-Fly programmierbar. In der Standard-Einstellung leuchtet die Tastatur dauerhaft.

Für zusätzlichen Schutz sorgt die optionale Klebefolie, für die der Hersteller noch einmal rund 13
Vergrößern Für zusätzlichen Schutz sorgt die optionale Klebefolie, für die der Hersteller noch einmal rund 13
© Epicgear

Optionale Erweiterungen und der Treiber

Auch in Sachen Gaming-Add-Ons lässt die Defiant keine Wünsche offen. So lassen sich neben zwei verschiedenen Handballenauflagen auch ein Makrotasten-Panel, ein multifunktionales Anschlussmodul mit USB- und Audio-Anschlüssen, eine Schutzfolie und verschiedene Tastenkappen nachrüsten – gegen Aufpreis, versteht sich. Dem Nutzer sind also verschiedenste Möglichkeiten geboten, die Tastatur nach seinen Wünschen auszustatten. Erst mit der Software lassen sich die Polling-Rate, Profile, Beleuchtung und Makros einstellen. Die Benutzerführung und Tastenprogrammierung geht recht intuitiv von der Hand.

Die Treiber-Software ist recht übersichtlich und ermöglicht die Programmierung der Tastatur.
Vergrößern Die Treiber-Software ist recht übersichtlich und ermöglicht die Programmierung der Tastatur.

Technische Daten

EpicGear Defiant

Maße (H x B x T)

26 x 455 x 167 Millimeter

Gewicht

1,0 Kg

Bauart

mechanische Schalter (EG MMS)

Anschluss

USB 2.0

Kabellänge

1,8 Meter

Anschluss-Hub

nicht vorhanden

Format

Standardlayout mit Nummernblock (113 Tasten)

Sondertasten

Lautstärke-Drehrad

Beleuchtet

ja (LED - weiß)

Extras

Lautstärkerad mit One-Touch Mute / N-Key-Rollover / bis zu 1000 Hz Polling-Rate / sperrbare Windows-Taste / speicherbare Profile / einfach verstellbare Höhe / gesleevtes Anschlusskabel

Allgemeine Daten

Testkategorie

Peripherie

Hersteller

EpicGear

Internetadresse

www.epicgear.com/de/

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

99,99 Euro

Garantie

24 Monate

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