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Eiszeitliche Höhlenkunst auf CD-ROM

20.08.2004 | 15:00 Uhr |

Gehen Sie auf eine Zeitreise und betrachten Sie mehrere 10.000 Jahre alte Höhlenmalereien, von denen viele für die Öffentlichkeit unzugänglich oder bereits verloren sind.

Einen PC kann man für so allerlei nutzen. Als "Schreibmaschine", zur Verwaltung seiner Plattensammlung, für Smalltalk via Chat, als Jukebox, zum Daddeln und natürlich zum Arbeiten. Man kann damit aber auch in Höhlen eindringen und deren eiszeitliche Malereien bewundern. Zumindest wenn man die neu bei Theiss erschienene CD-ROM "Bilder im Dunkeln – Höhlenkunst der Eiszeit" besitzt.

Die Menschen der Altsteinzeit verewigten sich vor mehreren 10.000 Jahren in vielen Höhlen mit ihren Malereien. Tiere, zum Beispiel Mammuts, Hirsche und Pferde, aber auch abstrakte Zeichen wie Linien und Schraffuren sind die geheimnisvollen Hinterlassenschaften der eiszeitlichen Künstler.

Der Fotograf Heinrich Wendel ging zwischen 1964 und 1977 mit der Kamera auf die Pirsch nach diesen Motiven. Und rettete damit manche Detailinformation für die Neuzeit. Denn die Kunstwerke sind vergänglich, durch Temperaturschwankungen und Änderungen der Luftfeuchtigkeit können sie Schaden nehmen und unwiederbringlich verloren gehen. Nur mit exakten Fotografien lassen sich solch verlorene Informationen in Erinnerung rufen. Zudem sind die meisten Malereien aus den genannten Gründen für Besucher nicht zugänglich, um sie zu schützen. Somit bietet die CD Interessierten die Möglichkeit, Schätze zu betrachten, die sie sonst nie zu sehen bekämen.

Rund 3000 Dias aus über 50 Höhlen in Frankreich und Spanien umfasst der Schatz der Sammlung Wendel. Nicht alle passten auf die CD, aber die ausgewählten 1150 Fotos aus 45 Höhlen ermöglichen dem Benutzer eine virtuelle Zeitreise in eine Welt, über die wir nur wenig wissen.

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