Einstiegs-Kombidrucker für zu Hause

Die besten Multifunktionsgeräte bis 100 Euro

Freitag, 11.04.2014 | 12:20 von Ines Walke-Chomjakov
Bildergalerie öffnen Multifunktionsgeräte bis 100 Euro im Test
Ihr neues Multifunktionsgerät darf nicht mehr als 100 Euro kosten. Aber auch der Unterhalt soll sich in Grenzen halten. Hier sind die besten Einstiegs-Multifunktionsgeräte aus den Tests.
Multifunktionsgeräte bis 100 Euro sind besonders beliebt, wenn es um das Drucken, Scannen und Kopieren zu Hause geht. Die getesteten Geräte bewegen sich im Preisbereich von 80 bis 100 Euro UVP (unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller). In den Straßenpreisen liegen die Multifunktionsgeräte meist deutlich darunter. Sie sind so günstig in der Anschaffung, dass sie als Mitnahmeprodukte in den Elektronikmärkten und zum Teil sogar beim Discounter zu finden sind. Aber was taugen diese Multifunktionsgeräte?

Crux bei Einstiegs-Kombis: Folgekosten für Tinte und Strom

Die getesteten Multifunktionsgeräte nutzen sowohl einzelne Tintentanks für jede Druckfarbe als auch Kombikartuschen, in denen die Farben zwar in separaten Kammern, aber in einer Patrone untergebracht sind. Kombikartuschen haben den Nachteil, dass Sie die gesamte Patrone austauschen müssen, wenn nur eine Farbe leer gedruckt wurde. Aber auch bei separaten Tintenpatronen ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn grundsätzlich sind bei Einstiegs-Multifunktionsgeräten die Kartuschen recht klein und somit mit geringer Füllmenge ausgestattet. Wer etwas mehr druckt oder kopiert, wechselt schnell Tintentank um Tintentank. Die geringen Reichweiten machen die Seitenpreise teuer. Eine Farbseite um die 10 Cent ist hier keine Seltenheit, wie etwa beim Epson Expression Home XP-305.

Wer nun denkt, dass sich bei wenig Druckeinsatz und Kopien im Monat ein günstiges Multifunktionsgerät trotzdem lohnen könnte, muss noch etwas wissen. Sind die Geräte im Ruhemodus – also nicht komplett von der Stromversorgung getrennt, spülen sie in bestimmten Intervallen die Düsen. Sie verbrauchen also Tinte und das ganz ohne verwertbare Ergebnisse auf dem Papier

Apropos Strom: Grundsätzlich benötigen die günstigen Multifunktionsgeräte relativ wenig Strom. Allerdings sparen sich die Hersteller gerade im Einstiegsbereich oft einen sauberen Ausschalter. Die Folge: Die Kombidrucker ziehen auch dann Strom, wenn Sie den Ausschalter betätigt haben. Immerhin war das bei drei der acht Geräte des Testfelds der Fall. Auch das aktuell getestete Gerät HP Officejet 2620, geht ausgeschaltet nur auf 0,2 Watt, nicht auf 0 Watt - schade. Abhilfe schafft hier nur, den Stecker des Multifunktionsgeräts zu ziehen, wenn Sie den Kombidrucker sicher nicht benötigen. Dass es selbst bei sehr günstigen Geräten anders geht, zeigt aktuell der Canon Pixma MX475, der sich ausgeschaltet komplett von der Energiezufuhr trennt.

Ausstattung bei günstigen Multifunktionsgeräten

Es wäre ein Trugschluss zu glauben, Multifunktionsgeräte bis 100 Euro bringen stets wenig Ausstattung mit. Selbst auf Geräte mit Fax-Funktion müssen Sie hier nicht verzichten, wie die Modelle Canon Pixma MX455 und HP Officejet 2620 zeigen. Die Multifunktionsgeräte können zusätzlich mit automatischem Vorlageneinzug und Schrift-Display punkten.

Wer drahtlos per WLAN drucken möchte, findet die Drahtlosschnittstelle bei den meisten Multifunktionsgeräten integriert. Das HP Officejet 2620 macht hier eine Ausnahme und kommt daher schon fast altmodisch daher. Gleichzeitig bieten alle Hersteller Apps zum Drucken, teils auch zum Scannen an. Wer vom Mobilgerät drucken will, ohne eine App zu installieren, wählt entweder den Dienst des Hersteller wie HP ePrint oder Epson Connect oder im Gerät integrierte Services wie Apple Airprint und Google Cloud Print. Allerdings beherrschen nicht alle Geräte automatisch auch alle Standards.

Karteneinschübe für den Direktdruck ohne PC bieten die Multifunktionsgeräte HP Photosmart 5520, Canon Pixma MG4250 und Epson Expression Home XP-305. Achten Sie allerdings auf die Kartenformate. In den meisten Fällen wird beispielsweise Compact Flash (CF) von den Geräten nicht unterstützt.


Fazit: Kein günstiges Multifunktionsgerät ohne Kompromiss

Bei Einstiegs-Multifunktionsgeräten müssen Sie insbesondere bei Tempo und Qualität mit einigen Defiziten rechnen. So sind die Scan-Einheiten der günstigen Multifunktionsgeräte zwar für Alltagsaufgaben geeignet, sie verlieren jedoch meist schnell an Tiefenschärfe. Das macht sich besonders bei Foto-Scans bemerkbar. Ausnahme: Die Multifunktionsgeräte Canon Pixma MX475, und auch die Testgeräte von HP wie etwa der HP Photosmart 5520. Ihre Scaneinheiten liefern im Test erstaunlich scharfe Scan-Ergebnisse.

Ärgerlicher als die Kompromisse in Tempo und Qualität bleiben jedoch die Seitenpreise. Gerade günstige Multifunktionsgeräte sind keine Sparer bei Folgekosten. Wer viel druckt und kopiert, für den kommen die Einsteiger-Kombis nicht in Frage. Dafür sind die Seitenkosten durch die Bank zu hoch. Abhilfe schaffen hier aber schon Multifunktionsgeräte, die knapp über der magischen Marke von 100 Euro liegen. Lesen Sie dazu diesen Vergleichstest .

Freitag, 11.04.2014 | 12:20 von Ines Walke-Chomjakov
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (6)
  • olrit 00:31 | 12.12.2013

    ich bin hier, gelinde gesagt, ein wenig irritiert; da ich auf grund des ersten kommentardatums davon ausgehen muss, das der artikel bereits knapp ein jahr alt ist und ich aus eigenen recherchen weis, das die epson-patronen zum nachkaufen durch die bank billiger sind als hp-patronen (und das nicht erst seit diesem jahr); muss ich mich ernsthaft fragen, nach welchen kriterien die artikel in diesem online-magazin zustandekommen solche schlecht recherchierten artikel (von der offensichtlichen unterschwelligen werbung für bestimmte produkte will ich erst gar nicht schreiben) halten mich jedesmal aufs neue davon ab, auch nur ein probe-abo des printmediums zu erwerben aber es ist leider nicht nur bei pcwelt so, das für eine echte info mindestens zwei werbe-botschaften rübergebracht werden, was ein eindeutiges indiz dafür ist, das es wichtiger ist, vorhandene kunden zu vergraulen statt zu behalten oder, gott bewahre, neue zu gewinnen

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  • Kiton 16:55 | 17.06.2013

    Fünf Monate für die Antwort - nicht schlecht.:spitze:

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  • gruftchaos 15:16 | 17.06.2013

    Da ja das Benutzerprofil auch bei Multifunktionsgeräten durchaus auch verschieden ist, fehlen mir ein wenig günstige S/W Laserdrucker im Test. Gerade wer wenig druckt / kopiert dürfte damit doch wesentlich günstiger fahren, zumal die Starterkits ja meist Toner für 500 - 700 Seiten enthalten und nicht eintrocknen können, oder mache ich da einen Denkfehler ? http://geizhals.at/de/?cat=multi&xf=862_S%2FW-Laser&sort=p[/url Ich habe jedenfalls nach dem letzten Patronentausch beschlossen mir keinen Tintenstrahl mehr zu kaufen.

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  • dnalor1968 11:49 | 17.06.2013

    Ist der Test von HP finanziert?

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  • Ines Walke-Chomjakov 11:43 | 17.06.2013

    Beide hier aufgeführten Multifunktionsgeräte können in diesem Vergleichstest nicht auftauchen, da sie im UVP über 100 Euro liegen. Soweit getestet, finden Sie diese Geräte im Vergleichstest Multifunktionsgeräte über 100 Euro - http://www.pcwelt.de/produkte/Kombidrucker-im-Test-Die-besten-Multifunktionsgeraete-1550136.html[/url.

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