Sie drucken, scannen und kopieren: Multifunktionsgeräte bis 100 Euro.
Ihr neues Multifunktionsgerät darf nicht mehr als 100 Euro kosten. Aber auch der Unterhalt soll sich in Grenzen halten. Hier sind die besten Einstiegs-Multifunktionsgeräte aus den Tests.
Multifunktionsgeräte bis 100 Euro sind besonders beliebt, wenn es um das Drucken, Scannen und Kopieren zu Hause geht. Die getesteten Geräte bewegen sich im Preisbereich von 80 bis 100 Euro UVP (unverbindliche Preisempfehlung der Hersteller). In den Straßenpreisen liegen die Multifunktionsgeräte meist deutlich darunter. Sie sind so günstig in der Anschaffung, dass sie als Mitnahmeprodukte in den Elektronikmärkten und zum Teil sogar beim Discounter zu finden sind. Aber was taugen diese Multifunktionsgeräte?
Crux bei Einstiegs-Kombis: Folgekosten für Tinte und Strom
Die getesteten Multifunktionsgeräte nutzen sowohl einzelne Tintentanks für jede Druckfarbe als auch Kombikartuschen, in denen die Farben zwar in separaten Kammern, aber in einer Patrone untergebracht sind. Kombikartuschen haben den Nachteil, dass Sie die gesamte Patrone austauschen müssen, wenn nur eine Farbe leer gedruckt wurde. Aber auch bei separaten Tintenpatronen ist nicht alles Gold, was glänzt. Denn grundsätzlich sind bei Einstiegs-Multifunktionsgeräten die Kartuschen recht klein und somit mit geringer Füllmenge ausgestattet. Wer etwas mehr druckt oder kopiert, wechselt schnell Tintentank um Tintentank. Die geringen Reichweiten machen die Seitenpreise teuer. Eine Farbseite um die 10 Cent ist hier keine Seltenheit, wie etwa beim
Dell P513w. Auf weniger als die Hälfte kommt dagegen das
Kodak ESP C310 – und das trotz Farb-Kombikartusche.
Wer nun denkt, dass sich bei wenig Druckeinsatz und Kopien im Monat ein günstiges Multifunktionsgerät trotzdem lohnen könnte, muss noch etwas wissen. Sind die Geräte im Ruhemodus – also nicht komplett von der Stromversorgung getrennt, spülen sie in bestimmten Intervallen die Düsen. Sie verbrauchen also Tinte und das ganz ohne verwertbare Ergebnisse auf dem Papier!
Apropos Strom: Grundsätzlich benötigen die günstigen Multifunktionsgeräte relativ wenig Strom. Allerdings sparen sich die Hersteller gerade im Einstiegsbereich oft einen sauberen Ausschalter. Die Folge: Die Kombidrucker ziehen auch dann Strom, wenn Sie den Ausschalter betätigt haben. Immerhin war das bei vier der acht Geräte des Testfelds der Fall. Abhilfe schafft hier nur, den Stecker des Multifunktionsgeräts zu ziehen, wenn Sie den Kombidrucker sicher nicht benötigen.
Lobenswerte Veränderung: Selbst im Einstiegsbereich verabschieden sich die Hersteller vermehrt von externen Netzteilen. Diese sind nun im Gehäuse des Multifunktionsgeräts integriert. Ein weiteres Plus für den Verbraucher: Immr mehr Multifunktionsgeräte schalten beim Betätigen des Ausschalters auf 0 Watt und trennen damit das Gerät komplett vom Stromnetz. Aktuelles Beispiel: Canon Pixma MG4150 - der aktuelle Testsieger.
Ausstattung bei günstigen Multifunktionsgeräten
Es wäre ein Trugschluss zu glauben, Multifunktionsgeräte bis 100 Euro bringen stets wenig Ausstattung mit. Selbst auf Geräte mit Fax-Funktion müssen Sie hier nicht verzichten, wie das Epson Stylus Office BX305F zeigt. Das Multifunktionsgerät kann zusätzlich mit automatischem Vorlageneinzug und Schrift-Display punkten.
Wer drahtlos per WLAN drucken möchte, findet in den Multifunktionsgeräten HP Photosmart 5510 sowie Wireless B110a, Kodak ESP C310, Lexmark Impact S305, Canon Pixma MP495, HP Deskjet 3070A, Dell P513w und Canon Pixma MG3150 sowie MG4150 eine stetig wachsende Auswahl mit WiFi-Schnittstelle.
Karteneinschübe für den Direktdruck ohne PC bieten die Multifunktionsgeräte HP Photosmart 5510 sowie Wireless B110a, Kodak ESP C310, Canon Pixma MG4150, Lexmark Impact S305 und Dell P513w. Achten Sie allerdings auf die Kartenformate. In den meisten Fällen wird beispielsweise Compact Flash (CF) von den Geräten nicht unterstützt.
Fazit: Kein günstiges Multifunktionsgerät ohne Kompromiss
Bei Einstiegs-Multifunktionsgeräten müssen Sie insbesondere bei Tempo und Qualität mit einigen Defiziten rechnen. So sind die Scan-Einheiten der günstigen Multifunktionsgeräte zwar für Alltagsaufgaben geeignet, sie verlieren jedoch meist schnell an Tiefenschärfe. Das macht sich besonders bei Foto-Scans bemerkbar.
Ärgerlicher als die Kompromisse in Tempo und Qualität bleiben jedoch die Seitenpreise. Gerade günstige Multifunktionsgeräte sind keine Sparer bei Folgekosten. Wer viel druckt und kopiert, für den kommen die Einsteiger-Kombis nicht in Frage. Dafür sind die Seitenkosten durch die Bank zu hoch. Abhilfe schaffen hier aber schon Multifunktionsgeräte, die knapp über der magischen Marke von 100 Euro liegen.
Lesen Sie dazu diesen Vergleichstest .
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