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Sapphire Radeon HD 3650

05.11.2008 | 17:00 Uhr |

Dieses Einstiegsmodell ist laut Hersteller DirectX-10-fähig und soll hochauflösende Blu-Ray-Filme problemlos dekodieren können. Ob das stimmt, haben wir im Testcenter geprüft.

In dieser Grafikkarte kommt ATIs Einsteiger-Grafikchip Radeon HD 3650 zum Einsatz. Er arbeitet mit einem Takt von 725 MHz. Der Arbeitsspeicher ist mit 512 MB DDR2-RAM sehr groß ausgelegt und damit mehr als ausreichend für alle aktuellen Spiele. Der Speichertakt beträgt 1000 MHz (effektiv). Ein Extra-Stromanschluss vom Netzteil ist nicht nötig. Die Stromversorgung, die der PCI-Express-Steckplatz zur Verfügung stellt, genügt dem Einstiegsmodell völlig. Auch die Lüfter-Kühlkörper-Kombination viel positiv auf, denn sie arbeitete sehr leise. Damit ist die Karte bei einem geschlossenen PC praktisch nicht mehr zu hören. Im Lieferumfang sind ein DVI-VGA, ein S-Video-Composite- und ein S-RGB-Adapter enthalten.

3D-Leistung: In aktuellen 3D-Spielen lieferte die Sapphire Radeon HD 3650 flüssige Bildraten bei allen Auflösungen, auch oft über die Einstellung 1600 x 1200 Bildpunkte hinaus. Dies gilt aber nur für niedrige Bildqualität und im DirectX-9-Modus. Wollen Sie beste Bildqualität rund um DirectX 10, dann bricht die Bildrate schnell ein. Selbst bei 1024 x 768 Bildpunkten bekamen wir kein flüssigen Spielfluss zu sehen. Sie reizen die Karte am besten aus, wenn Sie mittlere Bildqualität und 1280 x 1024 Pixel einstellen. Damit ist dieses Modell für 17- und 19-Zoll-TFT-Bildschirme gut geeignet. Hochauflösendes HD-Videomaterial, beispielsweise von Blu-Ray-Medien gab die Grafikkarte perfekt wieder - die CPU-Last sank auf gerade mal 7 Prozent.

Fazit: Grafikkarte für HD-Videos und 3D-Spiele, wenn Sie einen 17- oder 19-Zoll-Monitor besitzen und Ihnen mittlere Bildqualität ohne DirectX-10-Schnickschnack genügt. Der Lüfter war sehr leise, der Preis ist angemessen.

Alternativen: Wenn Sie lediglich HD-Videos genießen wollen, dann können Sie noch etwas Geld sparen. Die Club 3D HD3450 ist schon für 30 Euro zu haben. Im 3D-Modus hat sie aber weniger Leistungsreserven, die nur für geringe Bildqualität reichen. Für hohe Bildqualität in der 1280er-Auflösung ist zumindest eine Grafikkarte wie etwa die Leadtek Winfast PX9600 GT Heatpipe nötig - Preis: 110 Euro.

Einkaufsratgeber Grafikkarten - darauf müssen Sie achten.

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