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Rollei Flexline 250 im Test

14.01.2010 | 15:40 Uhr |

Die Rollei Flexline 250 ist zwar preislich im Einsteigersegment angesiedelt. Dennoch ist die Digitalkamera mit einem optischen Bildstabilisator und einer Gesichtserkennung samt Lächelmodus ausgestattet.

Rollei legt der Flexline 250 als Besonderheit einen zweiten Akku bei. Da sich beide Akkus nicht ausschließlich in der Kamera, sondern auch in einem separaten Ladegerät laden lassen, können Sie gleichzeitig fotografieren und den Ersatzakku aufladen - praktisch.

Ausstattung: Die Rollei Flexline 250 verfügt über einen Panorama-Modus, der Anschlussbilder nach rechts und links zulässt. Sie wählen die Richtung vor den Aufnahmen mit dem 4-Wege-Knopf. Nach jedem Auslösen erscheint der Rand des vorausgegangenen Bildes halbtransparent auf dem Display als Ausrichthilfe für das nächste Bild.

Die Motivprogramme enthalten einige exotische Optionen, etwa jeweils einen Porträtmodus für Männer und Frauen, einen Modus für "Naturgrün", für "fließendes Wasser", für "Wasserspiel", für "Dämmerung" und für "Morgenrot". Um Unschärfen kümmert sich ein optischer Bildstabilisator, der über bewegliche Linsen im Objektiv arbeitet.

Bildqualität: Der Wirkungsgrad der Rollei Flexline 250 war nur befriedigend. Das lag daran, dass die Auflösung im Telebereich sehr schlecht war und unsere Testbilder am rechten Rand deutliche Unschärfen aufzeigten. Daher konnten auch die relativ guten Messwerte bei kurzer und mittlerer Brennweite das Gesamtergebnis nicht aufbessern.

Das Rauschverhalten der Rollei Flexline 250 war bei niedrigen ISO-Werten gut bis befriedigend. Ab ISO 800 fanden wir dagegen deutliche Bildfehler, die sich bei ISO 1600 noch verstärkten. Die Eingangsdynamik war hoch, so dass die Rollei Flexline 250 auch kontrastreichere Motive mit allen Details darstellt, ohne dass Lichter und Schatten überstrahlen beziehungsweise absaufen. Die Ausgangsdynamik, die die Anzahl der Helligkeitsstufen angibt, die eine Kamera zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen produziert, war dadagen nur befriedigend.

Handhabung: Die Arbeitsgeschwindigkeit der Rollei Flexline 250 hat uns überrascht - normalerweise sind Kameras im unteren Preissegment eher behäbig. Das Rollei-Modell löste jedoch flink aus und war schnell wieder aufnahmebereit, vorausgesetzt, Sie deaktivieren die Bildvorschau.

Fazit: In Sachen Handhabung und Arbeitstempo gefiel uns die Rollei Flexline 250 sehr gut. Auch die Ausstattung entspricht dem, was man bei einer Kamera dieses Preissegments erwarten darf - sogar mehr als das. Die Bildqualität hatte jedoch ihre Makel, besonders die zu niedrige Auflösung bei langer Brennweite verdirbt den Spaß an der Kamera. Hinzu kommt eine etwas zu niedrige Ausgangsdynamik. Sollte die Rollei Flexline 250 jedoch näher an die 100-Euro-Marke rücken, könnte dies alle Kritikpunkte abschwächen.

Alternativen: Die Canon Digital Ixus 95 IS kostet etwa 10 Euro weniger als die Rollei Flexline 250. Allerdings stellten wir beim Canon-Modell eine etwas bessere Bildqualität fest. Vor allem der Wirkungsgrad und die Eingangsdynamik waren höher. Abstriche müssen Sie dafür hinsichtlich des Bildrauschens machen, das auch bei niedrigen ISO-Werten nur befriedigend war. Die Ausgangsdynamik stellte sich bei beiden Modellen als etwa gleich hoch heraus.

Varianten:
Rollei Flexline 250 silberfarben
Rollei Flexline 250 schwarz

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