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Sony Ericsson J132

Einfacher geht's nicht: Das J132 ist zum Telefonieren und Radio hören gebaut. Und damit schon für 45 Euro und weniger zu haben. Ob dem Einsteigerhandy wichtige Funktionen fehlen, zeigt der Test.

In Zeiten, in denen immer mehr Funktionen auf ein Handy gepackt werden, wird gerne vergessen: Eigentlich ist ein Mobiltelefon in erster Linie zum Telefonieren da. Diesen Job erfüllt das J132 zwar nicht mit Bravour, aber die Tonqualität ist anständig und der Gesprächspartner klar zu verstehen. Das gilt sowohl für Telefonate mit Headset als auch ohne.

Die große Stärke des J132 ist das integrierte Radio. Es ist leicht zu bedienen und speichert mehrere Stationen ab. Wer seinen Lieblingssender hören will, muss die mitgelieferten Kopfhörer einstöpseln, da das Headset als Antenne dient. Sony Ericsson hat sogar einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss für das Headset spendiert - ungewöhnlich und sehr lobenswert für ein Einsteigergerät. Der Standardanschluss ermöglicht es, die Kopfhörer mit einem höherwertigen Headset zu tauschen. Das müssen aber nur Nutzer mit sehr verwöhnten Ohren tun, denn selbst bei dem mitgelieferten Headset kann sich der Klang hören lassen.Das Display löst ziemlich grobpixelig auf und könnte etwas heller sein. Dennoch tut es auch bei praller Sonne brav seinen Dienst. Die Tasten sind groß geraten und somit gut zu treffen. Schade, nur, dass der Nutzer relativ fest drücken muss, bis sie reagieren. Eine SMS tippen ist damit beinahe ein Kraftakt.Menü - einfach mal durchscrollen.

Wer nicht die vier vordefinierten Schnellzugriffe für Radio, Alarm, Kontakte und SMS nutzen will, muss ins Menü abtauchen. Doch das stellt im Gegensatz zu besser ausgestatteten Handys kein Problem dar, denn die Menüführung ist denkbar einfach: Wer das Menü öffnet, findet sieben klar bezeichnete Unterpunkte. Dort finden sich alle wichtigen Funktionen. Dazu zählt die SMS, MMS oder E-Mail stehen dagegen nicht zur Verfügung. Weiter gehören ein UKW-Radio, Spiele und ein umfangreicher Organizer dazu. Der Organizer bietet einen Wecker, einen Kalender, eine Stoppuhr und vieles mehr. Im Kalender lassen sich allerdings keine Daten eintragen. Dafür gibt es eigens eine Geburtstagsfunktion und Erinnerungen, wo sich Termine eintragen lassen. Insgesamt ist die Kalenderfunktion mit ihren vielen Zweigstellen leider wenig übersichtlich.Das J132 fristet ein recht eigenständiges Dasein. Mit einem PC oder anderen Mobiltelefonen kommuniziert es nicht gern. So verfügt es weder über Bluetooth noch wird das Handy über die USB-Schnittstelle als Massenspeicher angezeigt. Termine mit Outlook auf dem Rechner abgleichen oder eine umfangreiche Musiksammlung aufs Handy schieben ist daher nicht möglich. Ganz davon abgesehen, dass sich der interne Speicher auf gerade mal 4 MB beläuft, die nicht erweiterbar sind.

Fazit: Wer nicht viel Geld für ein Mobiltelefon ausgeben will und keine hohen Ansprüche stellt, ist mit dem J132 gut bedient. Großes Plus: das Radio und ein 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. Auf so praktische Funktionen wie Datenabgleich mit dem PC oder Datentausch per Bluetooth muss der Nutzer jedoch verzichten.

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