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Canon Pixma MP190

14.10.2008 | 10:30 Uhr |

Das aktuelle Modell aus der Einsteigerserie der Canon-Multifunktionsgeräte ist kompakt und vor allen Dingen günstig in der Anschaffung. Der Pixma MP190 schlug sich ordentlich in den Leistungstests, ist aber teuer im Unterhalt.

Besonderheit: Das Kombigerät Canon Pixma MP190 gehört zur schon bekannten Einstiegsserie des Herstellers. Neu ist jedoch, dass Canon das Modell mit den Kartuschen PG-37 und CL-38 ausliefert, die weniger Inhalt mitbringen als die bisherigen Patronen PG-40 und CL-41. An ihrer Bauweise hat sich jedoch nichts geändert: Kartuschen und Druckköpfe bilden eine Einheit. Zudem sind die Farben in einer Kombipatrone zusammengefasst. Die Schwarztinte befindet in einer separaten Kartusche.

Ausstattung: Das MP190 konzentriert sich auf das Wesentliche. Es druckt, scannt und kopiert. Auf Extras wie Vorschaudisplay, Pictbridge-Port oder Speicherkarteneinschübe verzichtet es. Der Scannerdeckel ist zwar fest montiert, hat allerdings ein Gelenk, über das er sich leicht anheben lässt, um Bücherseiten möglichst plan auf dem etwas knapp bemessenen Vorlagenglas aufzulegen.

Tempo: Die Arbeitsweise war im Test gemächlich. Auf unseren zehnseitigen Grauert-Brief warteten wir 1:26 Minuten, im Qualitätsmodus fiel die einseitige Variante des Dokuments sogar erst nach 3:28 Minuten ins Ausgabefach. Auch für unseren Zehnseiter aus Acrobat benötigte das Multifunktionsgerät mit 6:35 Minuten lange, obwohl das gut hörbare Geräusch des Papiereinzugs mehr Tempo suggerierte. Im Kopieren machte der MP190 etwas mehr Dampf, kam aber letztlich auch nur auf mittlere Zeiten: Eine Graustufen-Kopie dauerte 17 Sekunden, in Farbe 49 Sekunden. Die Scaneinheit arbeitete erwartungsgemäß und lieferte ein Vorschaubild nach bestenfalls 7 Sekunden. Fertige farbige Scans gab es nach 21 Sekunden, die digitalisierte Graustufenvorlage nach 13 Sekunden.

Qualität: Das Schriftbild der Texte fiel ordentlich aus. Die Schwarzdeckung stimmte. Allerdings hätten die Buchstabenränder im Normalmodus etwas glatter ausfallen können. Insgesamt recht hell kamen die Farbdrucke aus dem Gerät. In sich empfanden wir die Farben als harmonisch. Auch knifflige Aufgaben wie Hauttöne meisterte das Gerät zufriedenstellend. Unsere Testscans fielen etwas hell aus und hatten leuchtende Farben. Monochrome Kopien hatten eine gute Schwarzdeckung, farbige Varianten waren wiederum leicht hell, aber ordentlich in der Detailzeichnung.

Verbrauch: Insbesondere den Standby-Modus hat Canon verbessert. Der MP190 schaltete bei Nichtbenutzung zuerst auf 2,4 Watt und ging nach einer Weile sogar auf unter 1 Watt. Betätigten wir den Ausschalter, zeigte das Messgerät tatsächlich 0 Watt an. Als Seitenpreise errechneten wir 6,1 Cent für das schwarzweiße und 9 Cent für das farbige Blatt - gesalzen.

Fazit: Ein kompaktes Einsteiger-Kombi, das günstig in der Anschaffung ist und eine durchaus überzeugende Leistung ablieferte. Lobenswert ist das Energiemanagement des Geräts, nicht aber die rechen hohen Seitenpreise.

Alternative: Ist eine Fax-Funktion nötig, reicht der Canon Pixma MP190 nicht aus. Soll gleichzeitig eine ähnlich schmale Bauweise erreicht werden, kommt der Brother MFC-235C in Frage, der angesichts der Ausstattung für weniger als 100 Euro günstig in der Anschaffung ist.

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