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HTC Touch Diamond2

27.05.2009 | 12:10 Uhr |

Business- oder Lifestyle-Handy? Beim HTC Touch Diamond2 sind die Grenzen fließend. Ein guter Organizer geht bei diesem Handy mit einer 5-Megapixel-Kamera Hand in Hand.

Eigentlich dürfte das Touch Diamond2 gar nicht so heißen, denn das kantige Design des Ur-Diamond, das an einen geschliffenen Diamanten erinnern soll, ist einem glatten Standard-Akkudeckel gewichen. Und das ist gut so, denn die Kanten des ersten Touch Diamond sahen sehr schnell sehr abgenutzt aus. Ein Pluspunkt also für das neue, schlichtere Design, das dank gebürstetem Alurahmen auch sehr viel besser verarbeitet wirkt. Etwas mehr Schliff könnte dagegen die Beschichtung des Diamond2 vertragen: Jeder Fingertapser verewigt sich nämlich sofort auf dem Gehäuse.

Das Display ist im Vergleich zum ersten Touch Diamond um fast einen Zentimeter länger, die Auflösung auf 480 x 800 Pixel gestiegen. Doch bei starker Sonne hat der Anwender nach wie vor Probleme, die Inhalte zu lesen. Wie man es besser machen kann, zeigt Samsung mit seinen AMOLED-Displays, beispielsweise im Samsung S8300 Ultra Touch.

Ein Facelift hat die Frontseite des Touch Diamond2 erfahren: Das Steuerkreuz unter dem Display fehlt komplett. Neben der Lautstärkeregelung am linken Rand sind nur vier Tasten zu sehen, darunter eine Windows-Taste. Mit ihr gelangt der Nutzer zu einer langen Schnellzugriffs-Seite mit Platz für 24 Programme. 24 Icons stehen hier als Platzhalter, der Nutzer kann auf jeden Platz eine häufig genutzte Funktion setzen. Das sieht hübsch aus und hilft dank der etwa ein mal ein Zentimeter großen Bildchen bei der Programmsuche. Mit einem Klick auf "alle" unten am Bildschirmrand gelangt der Anwender zu allen Programmen.

Mit dem Programm-Starter hat HTC seine Bedienoberfläche Touch Flo 3D noch eine Stufe tiefer ins Betriebssystem gezogen. Mit der schnöden Windows-Mobile-Ansicht des älteren Touch Diamond hat diese von HTC programmierte Ansicht nichts mehr zu tun. Wer auf die reine Windows-Oberfläche gelangen will, muss nach Drücken der Windows-Taste auf "Einstellungen" gehen und dort auf "mehr" klicken, dann landet er wieder im nüchternen Windows-Layout. Auch wenn er auf den Datei-Explorer klickt, findet er sich plötzlich im typischen Windows-Menü wieder. Nach wie vor gibt es somit einen Bruch zwischen dem Betriebssystem Windows Mobile und der optisch aufgehübschten Benutzerführung Touch Flo 3D von HTC. Diese findet sich nämlich nur auf den höheren Ebenen.

Fließendes Touch Flo 3D
Die wichtigsten Funktionen erreicht der Nutzer über eine Schiebeleiste unten am Displayrand. Sie lässt sich flüssig nach links oder rechts verschieben. Neu im Vergleich zum Ur-Diamond ist ein Icon, das direkt zu den aktuellen Börsenkursen führt. Die Informationen kommen kostenlos, aber zeitverzögert von Yahoo.

Die Bedienung des Touch Diamond2 erfolgt über einen großen Touchscreen, der im Vergleich zu den Vorgängermodellen viel an Sensibilität gewonnen hat. Damit lässt er sich mit dem Finger fast genauso gut bedienen wie mit einem Stylus, der im Gerät steckt. Das Scrollen durch eine lange Kontaktliste gelingt mühelos. Nur wer einen Touch zu fest drückt, landet ungewollt bei einem falschen Kontakt.

Eine gewaltige Verbesserung haben wir bei der Performance festgestellt: Der 528-MHz-Prozessor läuft wesentlich stabiler als es noch beim Touch Diamond der Fall war. Damals musste der Nutzer regelmäßig mit einem Systemabsturz rechnen, wenn im Hintergrund unbemerkt zu viele Programme liefen. Das scheint beim Diamond2 Vergangenheit zu sein, im Test haben wir keinen Totalausfall verzeichnet.

Wie gut sich Browser, Kamera und Media-Player im Test schlagen, lesen Sie auf der folgenden Seite.

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