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HE-Computer SupremeEdition 2010 im Test

21.09.2010 | 15:41 Uhr |

Ganz in weiß: Der HE-Computer SupremeEdition 2010 besticht im Test nicht nur durch seine schicke Fassade: unter der Haube steckt Leistung pur - zum fürstlichen Preis.

Das übergroße Gehäuse des HE-Computer SupremeEdition 2010 kommt im edlen weiß und verrät zuerst nichts über die Technik im Inneren des Boliden. Ein Blick auf die Rückseite offenbart einen Flüssigkeitsbehälter mit blauer Kühlflüssigkeit. Die Hochleistungskomponenten des HE-Computer SupremeEdition 2010 sind mit einer Wasserkühlung verbunden und stammen zum Teil aus dem Server-Bereich. Zwei Grafikkarten sollen für ultimative Spieleleistung sorgen und ein RAID-Verbund aus zwei Solid State Drives beherbergt das Betriebssystem. Für soviel Luxus müssen Sie allerdings tief in die Tasche greifen: Rund 5240 Euro verlangt HE-Computer für die SupremeEdition 2010 in der von PC WELT getesteten Konfiguration.

Prozessor des HE-Computer SupremeEdition 2010
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Ausstattung: Der Server-Prozessor Intel Xeon W3520 hat vier Kerne und lief im HE-Computer SupremeEdition 2010 mit einer maximalen Taktfrequenz von 4 GHz. Alternativ bietet HE-Computer den PC auch mit Core-i7-Prozessoren an. 12 GB RAM hat der Bolide bereits eingebaut, die Hauptplatine von Gigabyte erlaubt eine Maximalkapazität von 24 GB RAM. Die beiden Grafikkarten XFX ATI Radeon HD 5870 arbeiten im Crossfire-Verbund und haben zusammen 2 GB Videospeicher zur Verfügung.

In der von PC WELT getesteten Konfiguration war das Betriebssystem auf einem RAID0-Verbund von zwei Solid State Drives installiert: Die beiden SSDs von Supertalent hatten eine Gesamtkapazität von 120 GB - dies ist für das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme mehr als ausreichend. HE-Computer bietet die SupremeEdition 2010 aber auch mit einem RAID0-Verbund aus zwei Intel-SSDs mit einer Gesamtkapazität von 160 GB an. Zur Speicherung der Daten war im Testgerät eine SATA-Festplatte von Western Digital mit 2 TB Fassungsvermögen verbaut.

Soundkarte und Grafikkarten beim HE-Computer SupremeEdition 2010
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Auf der Vorderseite des HE-Computer SupremeEdition 2010 befand sich ein Blu-ray-Brenner mit passender weißer Blende, einen Speicherkartenleser suchte PC WELT allerdings vergebens. Für ein Spitzenergebnis beim Test der Audioqualität sorgte die Soundkarte Creative Soundblaster X-Fi Titanium 7.1. Im Zubehör befanden sich unter anderem zwei DVI-zu-VGA-Adapter und eine Systembuilder-DVD von Windows 7 Ultimate 64-Bit. Ansonsten sah es bei den Software-Beigaben eher mau aus: Weder ein Office-Paket noch ein Brennprogramm oder eine Blu-ray-Software hatte der HE-Computer SupremeEdition 2010 an Bord.

Update 21.09.2010, 16.55: HE-Computer teilt uns mit, dass der HE-Computer SupremeEdition 2010 mittlerweile mit einem Kartenleser auf der Vorderseite ausgeliefert wird. Zum Gerät mit Blu-ray-Brenner werde grundsätzlich Ahead Nero OEM sowie PowerDVD OEM mitgeliefert. Ende des Updates.

HE-Computer SupremeEdition 2010: Ergebnis unter 3D Mark Vantage
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Geschwindigkeit: Bei der Geschwindigkeitsmessung konnte sich der HE-Computer SupremeEdition 2010 insbesondere bei den Grafik-Benchmarks von der Spiele-PC-Konkurrenz absetzen. Aktuelle DirectX11-Spiele liefen auf dem PC flüssig und ruckelfrei, auch in hohen Qualitätseinstellungen. Der Xeon-Prozessor kann seine Überlegenheit allerdings nur ausspielen, wenn Anwendungsprogramme nur einen Kern nutzen. Mittlerweile hatte PC WELT Systeme mit übertakteten AMD-X6-Prozessoren im Test, die im Mehrkernbetrieb eine ähnliche Leistung vorweisen konnten wie der Xeon-Prozessor. Trotzdem ist die Leistung insbesondere für den Profi-Einsatz interessant: Rendering-Aufgaben und 3D-Modellierung sind nur zwei Beispiele, für die der HE-Computer SupremeEdition 2010 wie geschaffen ist.

Wasserkühlung beim HE-Computer SupremeEdition 2010
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Stromverbrauch/Betriebsgeräusch: Die hohe Leistungsfähigkeit des HE-Computer SupremeEdition 2010 fordert ihren Tribut bei der Verbrauchsmessung: Schon in Ruhe zog der PC 168 Watt, unter Last waren es knapp 533 Watt. Bei der Schallmessung machte sich hingegen die Wasserkühlung bezahlt: Im Ruhemodus arbeitete der Bolide mit 0,1 Sone für menschliche Ohren nicht wahrnehmbar, auch unter Last säuselte der PC mit 0,2 Sone flüsterleise.

HE-Computer SupremeEdition 2010: Ansicht bei geöffneter Seitenwand
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Handhabung: Obwohl der PC schon recht voll ist, bietet er einige Möglichkeiten zur Nachrüstung: Sechs SATA-Anschlüsse sind auf der Hauptplatine frei, vier 5,25-Zoll-Einbauschächte stehen noch zur Verfügung. Steckkarten können Sie in einen PCI-Steckplatz oder in einen freien PCI-Express-x1-Steckplatz einbauen. Die Arbeitsspeicher-Steckplätze sind alle belegt. Wollen Sie tatsächlich auf 24 GB RAM aufrüsten, geht dies nur unter Verlust der jetzigen Module.

Leistungsfähig, aber teuer: HE-Computer SupremeEdition 2010
Vergrößern Leistungsfähig, aber teuer: HE-Computer SupremeEdition 2010
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Fazit: Der HE-Computer SupremeEdition 2010 überzeugt im Test durch kühles Design, hochwertige Komponenten und eine beachtliche Leistung. Auch der Blu-ray-Brenner und die Creative-Soundkarte sind echte Highlights. Aufgrund der Wasserkühlung arbeitete der PC im Test unhörbar. Kehrseite der Medaille ist der überdurchschnittlich hohe Stromverbrauch, die spärlichen Softwarebeigaben und der hohe Preis. Für zahlungskräftige Computerspieler und professionelle Anwender mit hohen Leistungsanforderungen ist der HE-Computer SupremeEdition 2010 aber eine gute Wahl.

Alternative: kein besseres Gerät getestet.

Varianten: HE-Computer SupremeEdition 2010 mit Intel Core-i7-Prozessor
HE-Computer SupremeEdition 2010 mit 6 GB RAM
HE-Computer SupremeEdition 2010 mit silbernem oder schwarzen Gehäuse
HE-Computer SupremeEdition 2010 mit 2 Grafikkarten Nvidia GTX 470 im SLI-Verbund
HE-Computer SupremeEdition 2010 mit 2 SSDs Intel X-25-M zu je 80 GB

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