09.12.2008, 10:30

Thomas Rau

Edler Begleiter

Apple Macbook

Centrino 2 und eine spielefähige Chipsatzgrafik hat das Apple Macbook auch. Doch im Test überzeugte das edle Notebook vor allem durch seine hochwertige Verarbeitung.
Apple hebt das neue Macbook auf die Centrino-2-Plattform. Im von uns getesteten Modell steckt die langsamste Variante der passenden Standard-Notebook-CPUs, der Core 2 Duo P7350 mit 2 GHz Taktrate. Mehr Centrino gibt es aber diesmal nicht bei Apple: Der Chipsatz im Macbook kommt diesmal nicht von Intel, sondern von Nvidia: Der Geforce 9400M unterstützt aber ebenso wie die Centrino-2-Chipsätze den schnelleren Front-Side-Bus-Takt von 1066 MHz sowie DDR3-Speicher. Apple baut 2 GB DDR3-1066 ins Macbook ein. Doch nicht nur das Innenleben ist neu: Das Macbook besitzt jetzt ein extrem solides Gehäuse aus Aluminium. Die Gehäuseoberseite wird dabei aus einem Aluminiumblock herausgefräst - Apple nennt dies Unibody-Design. Das Ergebnis: Am Macbook knarzt und klappert nichts, es wirkt extrem solide und hochwertig. Wir haben das Macbook einem Test mit Windows Vista Home Premium unterzogen. Wie sich das Macbook in der Originalinstallation mit Mac OS X schlägt, lesen Sie bei unseren Kollegen von der Macwelt: Macbook und Macbook Pro im Test.
Tempo: Laut Apple und Nvidia soll der Geforce 9400M der Chipsatz mit der schnellsten integrierten Grafik sein. Unsere 3D-Tests bestätigen diese Einschätzung: Bei älteren DirectX9-Spielen wie Far Cry erreicht er in der maximalen Displayauflösung des Macbooks (1280 x 800 Bildpunkte) locker spielbare Bildraten. Selbst mit vierfacher Kantenglättung reicht es noch für 24 Bilder pro Sekunde. Bei F.E.A.R. stehen ohne Kantenglättung 31 Bilder pro Sekunde zu Buche - das liegt auf dem Niveau von Einsteigergrafikkarten wie der Geforce 9300M GS oder AMDs Mobility Radeon HD3470. In allen Tests lässt das Macbook mit dem Geforce 9400M auf jeden Fall die AMD-Konkurrenz M780G mit der integrierten Grafik HD3200 deutlich hinter sich. Für anspruchsvolle DX9-Spiele ist die Chipsatzgrafik aber nicht gut genug: World in Conflict ruckelt bei 1280 x 800 Pixel und mittleren Details mit 14 Bildern pro Sekunde. Für flüssiges Spielen muss hier eine Mittelklasse-Karte wie die Geforce 9600M GS oder GT her. Beim Leistungstest Sysmark 2007 platziert sich das Macbook mit 98 Punkten im oberen Mittelfeld: Es rangiert damit rund 15 Prozent hinter Notebooks mit stärkeren Core-2-Duo-Prozessoren wie dem P8400 oder P8600. Diese Laptops sind allerdings 200 bis 400 Euro günstiger als das Macbook.

Ausstattung: Mit üppiger Hardware und vielen Schnittstellen kann das Apple Macbook nicht aufwarten. Doch 160-GB-Festplatte und DVD-Brenner in Slot-In-Bauweise dürften den Profi-Nutzern genügen, an die sich das Macbook hauptsächlich wendet. Mit Draft-11n-WLAN, Gigabit-LAN und Bluetooth sind auf jeden Fall die wichtigsten Netzwerkkomponenten an Bord. Bei den Schnittstellen gibt sich Apple aber arg spartanisch: Alle Ports liegen auf der linken Gehäuseseite - viele sind es sowieso nicht, den Apple verzichtet beim Macbook selbst auf Firewire: Zwei USB-Ports, zwei Audiobuchsen, ein Netzwerkanschluss und ein Mini-Display-Port. Über letzteren lässt sich nur das neue Apple Cinema Display direkt anschließen: Für den Anschluss eines VGA- oder DVI-Monitors benötigt man einen Adapter, der bei Apple jeweils 30 Euro kostet.

Ergonomie: Was dem Macbook bei Rechenleistung und Ausstattung abgeht, macht es beim Display wieder gut. In dieser Preisklasse findet sich kaum ein besseres: Das 13,3 Zoll große Display spiegelt zwar deutlich, ist aber auch sehr hell und stellt Farben sehr natürlich dar. Der Kontrast ist allerdings nicht besonders hoch. Panel und Panelrahmen liegen übrigens komplett unter einer Glasfront - auch das trägt zum edlen Äußeren des Macbook bei. Die Hintergrundbeleuchtung lässt sich sehr weiter herunterregeln und bei Bedarf sogar ganz abschalten. Der Lüfter im Macbook regte sich nur selten - selbst bei längeren Lastphasen blieb er meist unhörbar.

Mobilität: Mit einem Gewicht von 2,04 Kilogramm ist das Macbook zwar nicht besonders schwer. Es gibt aber einige Notebooks, die ebenfalls ein 13,3-Zoll-Display besitzen und deutlich weniger wiegen - die kosten allerdings auch meist deutlich mehr als das Apple-Notebook. Gleiches gilt für die Akkulaufzeit: Vier Stunden sind in dieser Preisklasse eine gute Leistung - zumal unter Windows, das sich deutlich stromhungriger verhält als Mac OS X.

Handhabung: Beim Macbook sind die Maustasten ins sehr große Touchpad-Feld integriert. Drückt man auf die linke oder rechte Seite des Touchpad, wird ein Mausklick ausgelöst. Unter Windows wird das Touchpad aber nicht ideal unterstützt: Der Mauszeiger hüpft manchmal unkontrolliert über den Bildschirm, die rechte Maustaste ist ohne Funktion - für einen Rechtsklick muss man drei Finger aufs Touchpad legen. Die Tastatur ist sehr stabil und leise, die Tasten geben ein deutliches Druck-Feedback.
Fazit: Andere Notebooks für unterwegs bieten zum gleichen Preis mehr Tempo und eine reichhaltigere Ausstattung als das Apple Macbook. Doch es glänzt als leichter Langläufer im hochwertigen Aluminiumgehäuse und punktet mit Qualitätsmerkmalen wie hellem Display, stabiler Tastatur und leisem Betriebsgeräusch.
Alternativen: Deutlich günstiger ist das Fujitsu-Siemens Amilo Si 2636, das allerdings 2,26 Kilogramm wiegt, unter Last sehr laut ist und ein gewöhnungsbedürftiges Design mitbringt. Ähnlich hochwertig verarbeitet wie das Macbook ist das Lenovo Thinkpad X300: Es wiegt nur 1,52 Kilogramm.
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