E-Book Sony Reader PRS-505

Sony Reader PRS-505

Dienstag den 24.03.2009 um 14:15 Uhr

von Bernd Weeser-Krell

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© 2014
Unter großem Medieninteresse brachte Sony Mitte März diesen Jahres das neue E-Book Reader PRS-505 auf den deutschen Markt. Wir haben uns das elektronische Buch in einem ausführlichen Test angesehen und sagen Ihnen, ob Sonys E-Book tatsächlich den Anfang vom Ende des Buches einläutet.
Sony will mit dem Reader PRS-505 dem gedruckten Buch Konkurrenz machen und das Leseverhalten revolutionieren. Für Leseratten klingt dies verlockend: Zu Hause schafft man Platz in den Regalen und spart sich die mühsame Säuberung der Staubfänger. Alle Bücher liegen platzsparend auf dem PC und werden bei Bedarf auf das E-Book übertragen. Das Gerät speichert zudem genug Bücher, um auch einen mehrwöchigen Urlaub mit Lesestoff zu füllen. Und wer auf der täglichen Fahrt zur Arbeit im Zug oder U-Bahn nicht auf seine Lieblingslektüre verzichtet will, spart Gewicht und Platz in Rucksack oder Aktentasche.

E-Ink-Display: stromsparend und kontrastreich

Sony Reader PRS-505: Bis zu 160 Bücher fasst der interne
Speicher
Vergrößern Sony Reader PRS-505: Bis zu 160 Bücher fasst der interne Speicher
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Die Besonderheit des Sony Reader PRS-505 liegt in der verwendeten Display-Technik E-Ink. Die elektronische Tinte (E-Ink) ist zwar auf die monochrome Darstellung und derzeit acht Graustufen beschränkt, hat aber gegenüber normalen LCD-Bildschirmen deutliche Vorteile. So benötigt E-Ink zur Darstellung keinen Strom, da keine Hintergrundbeleuchtung nötig ist. Nur zum Ändern des Bildinhaltes - also beim Umblättern - muss Strom fließen. Deshalb gibt Sony die Laufzeit des Akkus nicht in Stunden, sondern in Seitenwechseln an. Eine volle Batterie soll für etwa 6800 Seitenwechsel reichen.

E-Ink nutzt statt einer Hintergrundbeleuchtung das einfallende Licht zur Darstellung des Textes, ist also reflexiv. Der Vorteil: Der Display-Inhalt ist bei Tageslicht und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut zu lesen. Ist das Umgebungslicht niedrig, benötigt man zum Lesen eine Lampe, aber darin unterscheidet sich der Sony Reader PRS-505 nicht von einem normalen Buch.

E-Book-Datei EPUB: offenes Speicherformat

Einen weiteren großen Vorteil hat Sonys Neuling etwa gegenüber dem Kindle von Amazon. Der Reader PRS-505 unterstützt das frei verfügbare Dateiformat EPUB. Damit lassen sich alle elektronischen Bücher mit diesem Format laden, wer auch immer sie anbietet. Sony ist zum Marktstart des Readers PRS-505 beispielsweise eine Kooperation mit dem Buchhändler Thalia eingegangen. Amazon setzt beim Kindle dagegen auf ein proprietäres Format. Passende Bücher für den Kindle kann man deshalb nur bei Amazon beziehen.

Ausstattung: Platz für viele Bücher

Der Sony Reader PRS-505 besitzt 256 MB Speicher, wovon 192 für elektronische Bücher reserviert sind. Platzprobleme für die komplette Lieblingsliteratur gibt es nicht. Laut Sony reicht der Speicher für bis zu 160 Bücher. Über SD- und MS- (Memorystick)-Karten lässt sich der Speicher gar um mehrere Gigabyte erweitern.

Neben dem Format EPUB unterstützt der Reader PRS-505 zusätzlich die Formate PDF, TXT und RTF. Daneben lässt sich das E-Book auch als Audio-Player nutzen: Er spielt die Formate MP3 und AAC ab. Auch Fotos gibt das elektronische Buch wieder (JPEG, PNG, BMP).

Magerer Lieferumfang: kein Netzteil

Sony Reader PRS-505: kein Netzteil im
Lieferumfang
Vergrößern Sony Reader PRS-505: kein Netzteil im Lieferumfang
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Am Lieferumfang hat Sony gespart. Besonders störend: Ein Netzteil ist nicht mit dabei und muss zugekauft werden. Zum Aufladen kann der Reader PRS-505 an einen PC oder ein Notebook per - mitgeliefertem - USB-Kabel angeschlossen werden. Sonst ist nur noch eine CD mit der Software eBook Library Version 2.4 und dem Handbuch im Lieferumfang. Derzeit gibt es die Software nur für Windows, nicht für Linux und Mac OS.

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Dienstag den 24.03.2009 um 14:15 Uhr

von Bernd Weeser-Krell

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