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Dualcore-Showdown Athlon 64 X2 versus Pentium D & EE 840

Gewaltiger Leistungssprung bei Desktop-Prozessoren: Die beiden Zweikern-CPUs AMD Athlon 64 X2 und Pentium D 840 sind fast doppelt so schnell als ihre Einkern-Pendants - im Idealfall. Wir haben den beiden Dualcore-Baureihen im PC-WELT-Testcenter auf den Zahn gefühlt.

Die Zukunft gehört den Mehrkern-CPUs. Knapp ein Dutzend Varianten sind allein bei AMD in der Mache. Intel arbeitet sogar an 15 verschiedene Baureihen, die Ihre Rechenkraft aus zwei oder vier Kernen schöpfen. Und auch die Software-Entwickler haben schon damit begonnen, den Programmcode populärer und zukünftiger Produkte für die Zwei- und Mehrkern-Prozessoren zu optimieren.

Welche Vorteile bieten nun die von uns getesteten Zwei-Prozessoren? Ihre Stärke können die Doppelkerner bei Programmen ausspielen, die mehrere Aufgaben parallel abarbeiten. Im Fachjargon nennt sich dieser Vorgang Multi-Threading. Im Bereich Audio- und Videobearbeitung sind zahlreiche Programme schon Multi-Threaded. Ein gutes Beispiel ist unser Transcodier-Test, bei dem Nero Recode 2 einen 4 GB mächtiger DVD-Film auf 3 GB eindampft. Der Pentium 4 540J benötigte dafür 6 Minuten und 29 Sekunden, während sein Zweikern-Pendant Pentium D 840 bereits nach 3 Minuten und 40 Sekunden fertig war. Einen ähnlicher Leistungssprung ist auch beim Athlon 64 X2 zu sehen.

Vorteile erarbeiten sich die Zweikern-CPU zudem, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen. So können Sie beispielsweise im Hintergrund ein E-Mail-Verschlüsselungsprogramm, einen Virenscanner und eine Software-Firewall arbeiten lassen, für die Hauptanwendung im Vordergrund steht trotzdem die volle Rechenleistung eines CPU-Kerns zur Verfügung.

Schwächen haben die Mehrkern-CPUs natürlich auch. Sie verbrauchen nicht nur deutlich mehr Strom (siehe Abschnitt "Verlustleistung"), sondern sind auch bei vielen aktuellen Einzelanwendungen keinen Deut schneller als Ihre Einkern-Kollegen. Bestes Beispiel: 3D-Spiele.

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