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Farblaserdrucker Canon I-Sensys LBP7200Cdn im Test

18.08.2009 | 12:36 Uhr |

Canon sieht den Farblaserdrucker I-Sensys LBP7200Cdn als Arbeitstier im Büro. Die Leistungen im Test sprechen dafür, die hohen Folgekosten aber dagegen.

Besonderheit: Canon stattet den Farblaserdrucker I-Sensys LBP7200Cdn mit einer Duplex-Einheit aus. So lassen sich Vorder- und Rückseite eines Blattes automatisch bedrucken. Sonst beschränkt sich der Drucker auf Ausstattungs -Merkmale, die in dieser Preisklasse selbstverständlich sind. Dazu zählen USB- und Ethernet-Anschlüsse, die Papierkassette für maximal 250 Blatt und das Mehrzweckfach, das bis zu 50 Blatt fasst. Wer mehr Papier vorhalten muss, kann den Drucker optional mit einer weiteren Kassette (rund 180 Euro) versehen. Der Canon I-Sensys LBP7200Cdn ist ein reiner GDI-Drucker - der Hersteller nennt die Technik CAPT (Canon Advanced Printing Technology). Druckeremulationen wie PCL oder Postscript sind also nicht vorgesehen - mager. Praktisch für den Patronentausch: Die Tonerkartuschen liegen hintereinander in einer Art Schublade, die sich nach vorne herausziehen lässt.

Tempo: Im Test arbeitete der Single-Pass-Farblaser durchaus flott. Das zeigen Ergebnisse wie 56 Sekunden für das 12-seitige PDF-Dokument oder 30 Sekunden für das A4-Foto. Auch beim Textdruck war der I-Sensys LBP7200Cdn durchaus schnell: Er benötigte 1:15 Minuten für die zwanzig Seiten des standardisierten Grauert-Brief. Lobenswert ist zudem, dass der I-Sensys LBP7200Cdn schnell aus dem Strompar-Modus druckte. Die erste Seite mit dem Grauert-Brief lag bereits nach 17 Sekunden im Ausgabefach.

Qualität: Grundsätzlich fiel der Tonerauftrag auf den Ausdrucken fein aus. Das kommt der Linienzeichnung zugute. Beim LBP7200Cdn profitierte davon gleichzeitig die Buchstabenschärfe . Auch die Helligkeit stimmte, wodurch Details in Grafiken und Bildern gut erkennbar waren. Teilweise hätten wir uns allerdings etwas mehr Leuchtkraft in den Farben gewünscht - das ist aber Geschmacksache. Aber auch einen echten Makel haben wir gefunden: Das Canon-Modell druckte Folien ausschließlich in Graustufen aus.

Verbrauch: Beim Canon I-Sensys LBP7200Cdn bilden Toner und Trommel eine Einheit. Wir errechneten für das schwarzweiße Blatt 3,7 Cent und für die Farbseite 12,5 Cent - gesalzene Seitenpreise. Außerdem sind die Tonerkassetten im Lieferumfang nicht vollständig gefüllt. Daher gab es für den Startertoner einen Punktabzug. Auch mit dem Energiemanagement waren wir nicht vollkommen zufrieden: Denn der LBP7200Cdn lässt sich nicht ganz vom Stromnetz trennen. Ausgeschaltet zog der Drucker immer noch 0,8 Watt - das machen andere Drucker besser. Wenigens zufriedenstellend war der Stromverbrauch im Ruhemodus mit 7,7 Watt.

Fazit: Der Canon I-Sensys LBP7200Cdn erwies sich im Test als tauglicher Alltagsdrucker fürs Büro. Die Leistungswerte des Farblaserdruckers empfehlen ihn eigentlich als Netzdrucker für mehrere Anwender. Die recht hohen Verbrauchswerte sind gerade bei diesem Einsatzweck ein großer Minuspunkt.

Alternativen: Dell 3130cn ist ein preislich vergleichbarer Farblaserdrucker, der jedoch wesentlich günstigere Folgekosten hat. Wermutstropfen: Eine Duplex-Einheit muss optional erworben werden.

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