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Directory Opus 9

09.08.2007 | 08:30 Uhr |

Viele PC-Anwender vermissen einen leistungsfähigen Dateimanager unter Windows. Diesen Mangel könnte Directory Opus 9 beheben. Der Dateimanager gleicht Schwächen des Windows-Explorers aus. Die Software strotzt vor Funktionalität und ersetzt eine ganze Batterie von Tools zur Dateipflege. Im Test musste die „Eierlegende Wollmilchsau“ beweisen, was sie leistet.

Auf den ersten Blick erscheint das Programm unzeitgemäß und erinnert an alte DOS-Zeiten. Tatsächlich ist der Sprung zum blinkenden DOS-Prompt fix möglich. Durch die schiere Masse an Funktionen erscheint das Programm zunächst überladen. Doch die Buttons erwiesen sich im Test als sinnvoll angeordnet und erklären sich von selbst. Die Menüs wirken aufgeräumt, wichtige Funktionen sind per Tastaturkürzel erreichbar. Der Opus-Bildschirm ist vertikal und horizontal teilbar. So lassen sich Verzeichnisbäume vergleichen und Dateien per Hand verschieben, kopieren oder löschen. Wer eine bestimmte Arbeitsumgebung – Lister genannt - bevorzugt, sollte sich diese abspeichern.

Gut gefiel uns die Funktion, Daten zu synchronisieren. Vom Tempo her kann sich Opus hier mit jeder Backup-Software messen. Es lassen sich sogar Filter definieren. Allerdings fehlt eine Zeitsteuerung. Das Programm spürt auch Dateidubletten auf, was je nach Umfang der Aufgabe einige Minuten in Anspruch nehmen kann. Wie bei Vista ist es möglich, nach Inhalten innerhalb von Dateien zu suchen. Der Clou ist, dass Opus die Ergebnisse automatisch in einer Dateisammlung ablegt, auf die man später schnell zugreifen kann – das spart Zeit. Der eingebaute Bildbetrachter genügt eher einfachen Ansprüchen. Immerhin speichert er JPEG-Dateien in unterschiedlichen Qualitätsstufen ab, eine Konvertierung ist möglich. Allerdings stehen nur vier Formate zur Auswahl.

Kleiner Mangel: Die Hilfe ist nur unvollständig ins Deutsche übersetzt. Ein Handbuch fehlt. Laut Anbieter ist geplant, Opus 9 – neben CD und als Download - auch auf einem USB-Stick im U3-Standard auszuliefern. Damit ist es möglich, die Software auf einem fremden PC – etwa im Internet-Café - zu nutzen.

Fazit: Directory Opus 9 gleicht Schwächen im Windows-Explorer aus. Die meisten Funktionen lassen aber auch über Freeware abdecken.

Alternative: Der Total Commander 7.01 ( www.ghisler.com ) ist ebenfalls ein erstklassiger Dateimanager, mit rund 28 Euro (CD-Version) aber deutlich preiswerter.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 1,5
Bedienung (35%): Note 2,0
Dokumentation (5%): Note 3,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,5

GESAMTNOTE: 1,7

Anbieter:

Haage & Partner

Weblink:

www.haage-partner.de/dopus

Preis:

ab 49,95 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 19,6 MB

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