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Evga e-Geforce 9800 GTX+

05.09.2008 | 14:45 Uhr |

Diese Grafikkarte ist ein richtiger Brocken. In dem bulligen Gehäuse werkelt auch ein echter High-End-Grafikchip, der Nvidia Geforce 9800 GTX in der aktuellen „+“-Version. Was die Karte im Praxistest schaffte, erfahren Sie in diesem Bericht.

Der große Unterschied zwischen Geforce-9800-GTX- und Geforce-9800-GTX+-Chips ist der Fertigungsprozess: Die Plus-Version ist 55-nm-Verfahren gefertigt, die Schaltkreise des Vorgängers sind 65 nm groß. Bei der neuen Variante werden so höhere Taktraten für den Grafikchip (740 statt 675 MHz) und den Grafikspeicher (1836 statt 1688 MHz) möglich.

3D-Leistung: Das Overclocking, das durch das Redesign des Chips möglich wurde, wirkte sich kaum spürbar auf die 3D-Leistung in den Benchmarks (rund 10 Prozent) und in den Praxistests (maximal 5 Prozent) aus. Egal ob nun mit oder ohne „+“ – dieser Grafikchip bringt satte Mittelklasse-Leistung und beschleunigte im Test jedes Spiel auf ruckelfreie Bildraten bei jeder Bildqualität bis zur Auflösung 1600 x 1200 Bildpunkte. Die 3D-Spiele World in Conflict und Company of Heroes liefen bei 1600 x 1200 Pixeln und hoher Bildqualität im DirectX-10-Modus mit 27 beziehungsweise 30 Bildern/s. Lediglich der 3D-Kracher Crysis lief bei höchster Bildqualität nur bis zur 1280er-Auflösung flüssig.

Handhabung: Die im Referenzdesign gefertigte Grafikkarte besitzt zwei 6polige-Stromanschlüsse, zwei SLI-Schnittstellen und einen Audioanschluss, um den Ton an die DVI-Buchsen durchschleifen zu können. Die dicke Lüfter-/Kühlkörperkombination arbeitete – wie schon beim Vorgänger – sehr leise.

Fazit: Hübsche und leise arbeitende Grafikkarte mit viel Kraft für alle aktuellen 3D-Spiele und Reserven für kommende Titel. Der Preis ist zwar im Hinblick auf andere Modelle der Preisklasse „bis 200 Euro“ recht hoch, aber im Verhältnis zur Leistung gesehen durchaus angemessen.

Alternativen: Wenn Sie nur einen 17-Zoll-Monitor besitzen, reicht Ihnen eine Mittelklassegrafikkarte mit AMD-ATI-Radeon-HD-4850- oder Nvidia-Geforce-9600-GT-Chip, die aktuelle 3D-Titel mit 1280 x 1024 Bildpunkten bei höchster Bildqualität darstellen kann. Diese kosten nur um etwa 100 Euro. Wenn Sie jedoch einen Monitor jenseits der 20-Zoll-Klasse Ihr Eigen nennen, genügt eine Mittelklasse-Grafikkarte nicht mehr, um aktuelle Spiele in Auflösungen jenseits von 1600 x 1200 Bildpunkten ruckelfrei darstellen zu können. Sie benötigen zwei Mittelklassekarten, oder ein Modell aus der High-End-Klasse.

Einkaufsratgeber Grafikkarten - darauf müssen Sie achten.

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