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Gigabyte Radeon HD 4850 GV-R485-512H-B

11.09.2008 | 14:30 Uhr |

Diese Grafikkarte im roten Gehäuse ist mit einem AMD-Grafikchip ausgestattet, benötigt eine eigene Stromversorgung vom Netzteil und ist für 140 Euro zu haben. Ob sich die Investition lohnt, verraten wir Ihnen in diesem Testbericht.

Relativ unscheinbar kommt diese flache, nur ein Slotblech breite Grafikkarte daher. Dennoch ist sie fast so schnell wie die großkalibrige Konkurrenz mit Nvidia-Geforce-9800-GTX-Grafikchip. Obendrein ist sie rund 80 Euro günstiger und benötigt nur einen statt zwei Stromstecker. Der Grafikchip ist ein ATI Radeon HD 4850 und stammt aus AMDs Oberklasse.

3D-Leistung: Nur bei niedriger Bildqualität und bei geringen Auflösungen waren die Nvidia-Modelle des Testfelds deutlich schneller. Im DirectX-10-Modus jedoch lag der Mittelklassegrafikchip mit den teureren Nvidia-Geforce-9800-GTX-Modellen gleichauf. In der Praxis bedeutet das, dass die DirectX-10-Kracher wie World in Conflict und Company of Heroes bei bester Bildqualität und 1600 x 1200 Bildpunkten mit 31 beziehungsweise 47 Bildern/s flüssig liefen. Lost Planet und Crysis sind anspruchsvoller. Die Titel zeigten nur bei 1280 x 1024 Bildpunkten mit 28 respektive 22 Bildern/s größtenteils ruckelfreie Bildraten.

Ausstattung: Zwei Dual-Link-DVI-Schnittstellen bieten analogen und digitalen Monitoren sowie TFT-TVs passende Anschlussmöglichkeiten. Analoge Videogeräte kommen an die S-Video-Schnittstelle. Im Lieferumfang ist unter anderem ein DVI-HDMI-Adapter enthalten – so können Sie einen digitalen Fernseher anschließen. Praktisch: Der Ton wird bei dieser Grafikkarte intern erzeugt und digital über das gleiche Kabel mitgeschickt.

Handhabung: Der Lüfter der Grafikkarte arbeitete lauter als bei der Konkurrenz und drehte bei stärkerer 3D-Last gelegentlich deutlich hörbar auf – er ist auch bei geschlossenem PC-Gehäuse leicht hörbar. Bei der Installation ist zu beachten, dass die Grafikkarte einen zusätzlichen Stromanschluss vom PC-Netzteil benötigt.

Fazit: Sehr empfehlenswerte Grafikkarte für Anwender, die ein günstiges Modell für alle aktuellen 3D-Titel bis zur 1600er-Auflösung suchen.

Alternativen: Wenn Sie nur eine Grafikkarte benötigen, um Ihrem PC mal eben eine DVI-Schnittstelle zu bescheren, sollten Sie lieber ein Einstiegsmodell für 30 Euro wählen. Anderes Extrem: Wollen Sie die anspruchsvollsten 3D-Kracher in höchster Bildqualität und mit mehr als 1600 x 1200 Pixeln Auflösung genießen, benötigen Sie zwei Mittelklassegrafikkarten oder ein Modell mit einem High-End-Grafikchip.

Einkaufsratgeber Grafikkarten - darauf müssen Sie achten.

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