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Sapphire HD4870 Toxic Edition 1024 MB

09.02.2009 | 16:30 Uhr |

Dicke Karte, großer Lüfter und auch nicht gerade billig. Da erwartet man natürlich eine ordentliche Leistung in allen 3D-Titeln, CPU-Unterstützung bei der HD-Videowiedergabe und vieles mehr. Ob die vorliegende Grafikkarte empfehlenswert ist, erfahren Sie hier.

Diese Karte ist echt fett. Zwei Slotbleche breit und auch höher als ein normales Modell. Die Übergröße rührt von drei Heatpipes her. Sie leiten Hitze zu den Kühllamellen. Die Wärme entsteht in dem verbauten Grafikchip, also in AMDs Spitzenmodell, dem ATI Radeon HD4870. Der Namenszusatz "Toxic Edition" weist darauf hin, dass die Grafikkarte vom Hersteller übertaktet wurde. Statt mit 750 wie bei einem Standardmodell läuft die Karte mit 780 MHz. Auch der GDDR5-Speicher ist übertaktet worden und arbeitet mit 1000 statt 900 MHz (effektiv 4000 MHz).

3D-Leistung: Flott! Diese Grafikkarte ist eigentlich zu schnell für DirectX-9-Spiele. Sie kann ihre Leistung also nicht zur Geltung bringen. Das langsamste, was wir bei niedriger Bildqualität in den Tests sahen, waren 60 Bilder/s - das ist superflüssig. Und das wohlgemerkt bei 2560 x 1600 Pixeln in dem aktuellen Strategie-Kracher Company of Heroes! Gefordert wird die Grafikkarte erst bei höchster Bildqualität und/oder im DirectX-10-Modus - hier ist die Auflösung 1600 x 1200 Bildpunkte optimal, denn bei höheren Einstellungen könnte es zu Rucklern kommen. Crysis (23 Bilder/s) und Far Cry 2 sind die große Ausnahme: Hier müssen Sie eventuell auch bei 1600 x 1200 Pixeln die Bildqualität etwas herunterregeln, da es sonst zu Bildraten unter 25 Bilder/s kommen kann - und dies würde das Auge dann als ruckelig wahrnehmen.

Ausstattung & Handhabung: Besonders umfangreich sind die Dreingaben, die Sapphire der Grafikkarte beilegt. Im Lieferumfang finden sich allerlei Videoadapter (DVI-VGA, DVI-HDMI, S-Video-Composite und S-HDTV), zwei Molex-6pol-Netzadapter und eine Crossfire-Brücke. Die Programme 3D-Mark Vantage, DVD Suite, PowerDVD 7 und Ruby ROM sind als Vollversionen ebenfalls mit dabei. Gut gefallen hat uns auch das deutschsprachige Handbuch.
Die Kühllösung ist dem Hersteller gelungen: Trotz Übertaktung und der folglich höheren Wärmeentwicklung im Grafikchip blieb die Grafikkarte im Test-PC angenehm leise.

Fazit: Schnelle Grafikkarte für DirectX-10-Spiele bei höheren Auflösungen und die HD-Video-Wiedergabe. Sie ist aufgrund der guten Treiber auch gut für Multi-Display-Arbeitsplätze geeignet.

Alternativen: Die Sapphire Radeon HD 4870 Toxic Edition 1024MB GDDR5 erreichte im 3D-Mark Vantage 9335 3D-Marks. Mit 9332 praktisch gleich schnell ist die Radeon HD4870 Sonic Dual Edition von Palit . Die Powercolor Radeon HD4850 PCS erreichte zwar nur 7655 Punkte, ist in aktuellen 3D-Titel nahezu gleichschnell, kostet dafür aber auch nur 160 Euro. Mit 14.665 3D-Marks an der Spitze des Testfelds steht derzeit die Doppeldeckerkarte Gigabyte GTX295 .

Varianten: Sapphire Radeon HD 4870 1024MB GDDR5 (ungetunt)
Sapphire Radeon HD 4870 Silent 512MB GDDR5 (ungetunt, besonders leiser Lüfter)
Sapphire Radeon HD 4870 X2 2GB GDDR5 (mit zwei Grafikchips)
Sapphire Radeon HD 4870 Toxic Edition 1024MB GDDR5 (vorliegendes Testmodell)
Sapphire Radeon HD 4870 512MB GDDR5 (ungetunt, mit 512 MB Speicher)
Sapphire Radeon HD 4870 X2 Atomic 2GB GDDR5 (mit 2 GB Speicher und Wasserkühlung)
Sapphire Radeon HD 4870 Toxic Edition 512MB GDDR5 (getunt, mit 512 MB Speicher)

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