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Powercolor Radeon HD3850

02.06.2008 | 13:40 Uhr |

Diese Grafikkarte mit auffälligem Kupferkühlkörper ist mit rund 115 Euro relativ günstig. Wie schnell das DirecxtX-10-Modell unter aktuellen 3D-Titeln war, erfahren Sie in diesem Testbericht.

Diese Grafikkarte fällt durch ihre Kühlkörper-/Lüfterkombination auf, die mit einer Heatpipe arbeitet. Diese arbeitet als Wärmetauscher und führt dabei die Wärme vom Grafikchip zu den kreisrund angeordneten Kühllamellen. Ein Lüfter sorgt schließlich für den Luftaustausch. Auch die Speichermodule werden gekühlt. Allerdings ohne Lüfter, also passiv und in diesem Fall durch eine Kupferschiene. Die Spannungswandler bekamen einen Lamellenkühlkörper spendiert.

Grafikchip: Unter dem Kupferaufbau werkelt der AMD-Grafikchip ATI Radeon HD3850. Der Chip ist 190 Quadratmillimeter groß. Darauf finden unter anderem 16 Rops und 320 Shader-Einheiten Platz. Der Takt beträgt 715 MHz. Der 3850er ist DirectX-10-kompatibel und beherrscht das Shader-Model 4.1.

3D-Leistung: Im 3D-Mark 06 kommt der AMD ATI Radeon HD3850 auf 11.178 3D-Marks und gelangt dadurch in den Bereich der aktuellen 3D-Mittelklasse. Somit können Sie alle älteren Titel und alle Spiele, die auf DirectX-9-Technik basieren in allen Auflösungen und bis zur mittleren Bildqualität ruckelfrei genießen. World in Conflict lief bei uns beispielsweise mit 89 Bildern/s, Company of Heroes mit 60 Bilderns/s. Wollen Sie die aktuellen 3D-Kracher in DirectX-10-Qualität genießen, dann sollten Sie sich mit der 1024er-Auflösung zufrieden geben . Crysis ist einer der derzeit anspruchsvollsten 3D-Titel – hier kam die Powercolor-Karte bei 1024 x 768 Bildpunkten nur auf ruckelnde 18 Bilder/s.

Lieferumfang: Ärgerlich ist, dass mittlerweile bei den meisten Grafikkarten kein hilfreiches Handbuch mehr mitgeliefert wird. Auch bei diesem Modell fanden wir nur eine knappe, technisch bereits überholte Installationsanweisung. Erfreulich ist der Adapter-Lieferumfang: DVI-HDMI, DVI-VGA, S-Video-Composite, S-HDTV und ein Molex-6pol-Adapter. Mit von der Partie ist auch eine Crossfire-Brücke sowie eine Treiber-CD.

Handhabung: Die Grafikkarte muss über einen 6poligen Stecker mit dem Netzteil verbunden werden. Der Stromverbrauch der Grafikkarte liegt bei bis zu 65 Watt. Der Lüfter arbeit nicht besonders leise. Er ist ständig zu hören. Eine PC-Innenraumdämmung ist empfehlenswert.

Fazit: Grafikkarte für Video-Enthusiasten und 3D-Spieleliebhaber, denen mittlere Bildqualität und Auflösungen bis 1280 x 1024 Bildpunkten genügen.

Alternativen: Ebenfalls mit AMD-Grafikchip, aber deutlich leiser ist die HIS Radeon HD 3650 IceQ Turbo , die für 90 Euro zu haben ist. Völlig lautlos, dafür mit 130 Euro aber auch etwas teurer ist die passiv gekühlte Gigabyte Geforce 9600 GT , die auf einem etwas stärkeren Nvidia-Grafikchip basiert.

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