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Samsung ST1000 im Test

04.11.2009 | 12:34 Uhr |

GPS, riesiges Touchdisplay und drei drahtlose Schnittstellen: Samsung trumpft bei der ST1000 ordentlich auf. Lesen Sie im Test, ob der Hersteller sich damit übernommen hat.

Die technischen Daten der 12-Megapixel-Kamera Samsung ST1000 lesen sich vielversprechend, entpuppen sich jedoch bei näherem Hinsehen als etwas halbherzig umgesetzt: Das 5fach-Zoomobjektiv stammt zwar von Schneider-Kreuznach, reicht jedoch hinsichtlich seiner Brennweite von 35 bis 175 Millimetern nicht ansatzweise in den Weitwinkelbereich hinein. Das Touchdisplay der Samsung ST1000 misst gigantische 3,5 Zoll, wirkt jedoch mit den beiden seitlichen Symbolreihen und der aufklappbaren Symbolleiste am unteren Rand überladen und unübersichtlich. Immerhin hat sich Samsung bei der ST1000 in punkto Schnittstellen nicht lumpen lassen.

Ausstattung: Neben der üblichen USB-Verbindung, die bei der Samsung ST1000 über einen propriären Anschluss kameraseitig realisiert ist, lassen sich Bilder auch per Wifi oder Bluetooth übertragen beziehungsweise auf einem DLNA-zertifizierten Gerät (Fernseher, Drucker) ausgeben. Als weitere Besonderheit bietet die Samsung ST1000 einen GPS-Empfänger. Dieser sorgt dafür, dass die Geo-Koordinaten eines Bildes - also an welchem Ort genau Sie es aufgenommen haben - in der Exif-Datei gespeichert werden. So können Sie die Bilder später einer Karte zuordnen. Apropos Karte: Die Samsung ST1000 arbeitet mit einer Micro-SD-Karte - noch selten bei Digitalkameras.

Handhabung: Die GPS-Funktion der Samsung ST1000 besitzt ein eigenes Symbol auf dem Touchdisplay, über das Sie sie aktivieren und de-aktivieren. Auch das Menü für die drahtlosen Verbindungen - Wifi, DLNA und Bluetooth - ist mit einem eigenen Symbol bedacht. Darüber lassen sich die Verbindungseinstellungen vornehmen, Bilder auf Knopfdruck per Mail verschicken, zwischen zwei Kameras tauschen oder an einem vorher bestimmten Ort im Netzwerk ablegen.

Bildqualität: Die Samsung ST1000 produzierte bereits bei ISO 80 leichtes Bildrauschen. Da die Bildfehler mit steigender Empfindlichkeit weiter zunahmen, sollten Sie auf hohe ISO-Werte verzichten. Auch die Auflösung der Kamera konnte uns ebenfalls nicht überzeugen. Die Samsung ST1000 erzielte einen nur befriedigenden mittleren Wirkungsgrad von 65,4 Prozent, was für eine 12-Megapixel-Kamera zu wenig ist. Immerhin verlief die Auflösung von der Bildmitte zum -rand einigermaßen gleichmäßig.

Dafür war die Eingangsdynamik der Samsung ST1000 hoch. Das bedeutet, dass die Kamera auch kontrastreichere Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Die mittelmäßige Ausgangsdynamik sorgt jedoch nur für eine begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen.

Fazit: Die Samsung ST1000 hat viele tolle Features wie den GPS-Empfänger, das 3,5-Zoll-Touchdisplay oder die Datenübertragung via Wifi, DLNA und Bluetooth. Doch so verlockend diese Funktionen auch sind: Die ST1000 ist in erster Linie eine Digitalkamera. Und wenn die Bildqualität nicht stimmt - was bei diesem Samsung-Modell leider der Fall ist - trösten auch zig Extras nicht darüber hinweg.

Varianten: Samsung ST1000 schwarz

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