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Casio Exilim EX-H10 im Test

08.07.2009 | 15:30 Uhr |

Bei der Casio-Digitalkamera Exilim EX-H10 steckt ein 10fach-Zoomobjektiv in einem sehr kompakten Gehäuse. Lesen Sie, wie sich der Superzoomer in unserem Test geschlagen hat.

Casio startet mit der Digitalkamera Exilim EX-H10 eine neue Produktfamilie: die Exilim Hi-Zoom. Sie steht für einen besonders hohen Zoomfaktor in einem kompakten Gehäuse. Dazu kommt, dass die Brennweite der EX-H10 bereits im Weitwinkelbereich beginnt, was die Digitalkamera besonders flexibel macht.

Ausstattung: Denn das optische Zoomobjektiv deckt eine Brennweite von 24 bis 240 Millimter ab. Um es ohne Unschärfen ausreizen zu können, kommt ein mechanischer Bildstabilisator zum Einsatz, der über einen beweglichen CCD-Sensor arbeitet. Wer seine Motive gerne vor der Aufnahme verschönert, kann für Porträts den Make-Up-Modus nutzen, der Hautunreinheiten entfernt. Er ist in 12 Stufen verfügbar, wobei die stärkste Stufe Details im Gesicht merklich glattbügelt. Für Landschaften bietet die Casio Exilim EX-H10 einen eigenen Modus, der entweder Nebel beziehungsweise Dunst entfernt oder die Farben optimiert. Beide Optionen sind in zwei Stufen möglich.

Schärfe, Sättigung und Kontrast lassen sich ebenfalls anpassen. Filmfans dürfen sich über die Videofunktion der EX-H10 freuen: Die Digitalkamera macht HD-Clips mit 1280 x 720 Pixeln. Allerdings liegt die Bildrate nur bei 24 Bildern pro Sekunde - das reicht gerade so für ruckelfreie Aufnahmen.

Handhabung: Laut CIPA-Standard soll die Casio Exilim EX-H10 mit einer Akkuladung bis zu 1000 Fotos machen. Bisher waren 800 Aufnahmen ein guter Wert. Weniger positiv war dagegen die Betriebsgeschwindigkeit der Digitalkamera zu beurteilen. Zwar löste die Casio Exilim EX-H10 einigermaßen schnell aus. Bis das Gerät nach einer Aufnahme wieder einsatzbereit war, dauerte jedoch viel zu lange.

Bildqualität: Das Rauschverhalten der Casio Exilim EX-H10 war vorbildlich. Erst ab ISO 1600 waren die Messwerte etwas erhöht, aber immer noch gut. Dafür arbeitete die Scharfzeichnung bei niedrigen ISO-Werten etwas zu aggressiv. Die Eingangsdynamik war sehr hoch. Das bedeutet, dass die Casio Exilim EX-H10 auch kontrastreichere Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten absaufen. Die Ausgangsdynamik war nur befriedigend, die Digitalkamera kann also nur eine begrenzte Anzahl an Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen produzieren. Der Wirkungsgrad der Casio Exilim EX-H10 war dagegen wieder hoch, auch wenn die Auflösung bei langer Brennweite zum Bildrand hin stark abfiel.

Fazit: Die Bildqualität der Casio Exilim EX-H10 war größtenteils gut. Lediglich die etwas zu niedrige Ausgangsdynamik kann bei kontrastreichen Motiven Probleme bereiten. Dafür was das Rauschverhalten der Digitalkamera super, und die Ausstattung bietet einige Schmankerl, mit denen Sie Ihre Bilder optimieren können.

Alternative: Die Samsung WB500 arbeitet zwar "nur" mit 10 Megapixeln, kostet aber rund 35 Euro weniger als die Casio Exilim EX-H10 . Zoom und Brennweitenbereich sind bei beiden Digitalkameras gleich. In Sachen Video macht das Samsung-Modell HD-Clips mit 30 Bildern pro Sekunde im H.264-Format. Auch war seine Bildqualität etwas besser, vor allem hinsichtlich der Ausgangsdynamik und des Wirkungsgrads.

Varianten:
Casio Exilim EX-H10 silberfarben
Casio Exilim EX-H10 schwarz
Casio Exilim EX-H10 pink

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