226510

Ricoh CX2 im Test

09.11.2009 | 12:00 Uhr |

Die Ricoh CX2 besitzt einen Modus zur Dynamik-Optimierung. Ihr Weißabgleich berücksichtigt verschiedene Lichtquellen in einem Bild. Wir hatten die 9-Megapixel-Kamera im Test.

Ricoh-Digitalkameras richten sich wegen ihrer technischen Besonderheiten an anspruchsvolle Anwender. Mit der CX2 bringt Ricoh erneut ein Produkt, dass sich weniger für den Massenmarkt eignet, als vielmehr für Leute, die eine möglichst flexible Kompaktkamera suchen. Darüber hinaus arbeitet sie superschnell - etwas, was die Konkurrenz im Kompaktsegment derzeit zu vernachlässigen scheint.

Ausstattung: So besitzt die Ricoh CX2 neben ihrem CMOS-Sensor ein stufenloses 10,7fach-Zoomobjektiv, das eine Brennweite von 28 bis 300 Millimetern abdeckt. Mit der "Step Zoom"-Funktion lassen sich acht festgelegte Brennweiten (28, 35, 50, 85, 105, 135, 200 und 300 Millimeter) direkt ansteuern. Ist der Serienbildmodus "M-Serie Plus" aktiv, können Sie wichtige Momente - etwa das Ausblasen einer Kerze oder den Abschlag beim Golf - optimal festhalten. Sie müssen dazu nur den Auslöser der Ricoh CX2 gedrückt halten, bis der Moment vorüber ist. Lassen Sie dann den Auslöser los, speichert die Ricoh CX2 die vergangenen drei Sekunden in voller Auflösung (9,0 Megapixel) mit einer Bildfrequenz von fünf Bildern pro Sekunde. Stellen Sie die Auflösung auf zwei Megapixel herunter, erhöht sich die Bildfrequenz auf 30 Bilder pro Sekunde.

Besonders interessant ist der DR-Modus (Dynamic Range) der Ricoh CX2, mit dem sich der Dynamikumfang der Kamera in vier Stufen oder automatisch erhöhen lässt. Die Kamera nimmt dazu zwei unterschiedlich belichtete Fotos auf und montiert diese zu einer optimal belichteten Aufnahme zusammen. Der Multi-Pattern-Weißabgleich indentifiziert verschiedene Lichtquellen in einem Bild und passt die Farbwiedergabe daran an.

Handhabung: Fokus und Belichtungsmessung lassen sich bei der Ricoh CX2 manuell verschieben, was besonders für Nahaufnahmen nützlich ist. Möchten Sie den Weißabgleich, die Empfindlichkeit, die Auflösung oder die Belichtungsmessung ändern, genügt ein Drücken auf den ADJ.OK-Knopf, um die Funktionen aufzurufen. Auch die Belichtungskorrektur setzen Sie auf diese Weise ein. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich die Ricoh CX2 im Automatikmodus befindet. Im "Easy"-Modus lässt sich nämlich nur die Auflösung ändern.

Bildqualität: Die Ricoh CX2 produzierte selbst bei höheren ISO-Werten wenig Bildrauschen. Lediglich bei ISO 3200 war der Messwert etwas schlechter, aber immer noch befriedigend. Auch der Wirkungsgrad der Ricoh CX2 war befriedigend, was jedoch in diesem Zusammenhang nicht positiv zu sehen ist. Grund für das nur mittelmäßige Ergebnis ist die sehr ungleichmäßig verlaufende Auflösung. Sie ließ vor allem bei kurzer Brennweite zum Bildrand hin stark nach.

Die Eingangsdynamik war sehr hoch, die Ausgangsdynamik nur mittelmäßig. Das bedeutet, dass die Ricoh CX2 zwar auch kontrastreiche Motive ohne absaufende Lichter und Schatten darstellen kann. Die Anzahl der Helligkeitsstufen zwischen den hellen und dunklen Bildbereichen ist jedoch nur begrenzt. Hier kann also der DR-Modus der Ricoh CX2 das Ergebnis verbessern.

Fazit: Die größte Schwäche der Ricoh CX2 ist ihre unregelmäßige Auflösung beziehungsweise der zu niedrige Wirkungsgrad. Dafür arbeitet die Kamera sehr schnell und bietet auch einige Ausstattungs-Schmankerl wie den Multi-Pattern-Weißabgleich und die Dynamikoptimierung durch Mehrfachbelichtung.

Alternative: Die Fujifilm Finepix S200EXR bietet ebenfalls einen Modus zur Erhöhung des Dynamikumfangs. Allerdings kostet die Bridge-Kamera gut 150 Euro mehr als die Ricoh CX2, hat dafür aber auch eine deutlich bessere Bildqualität. So waren Wirkungsgrad und Dynamikumfang bei Fujis 12-Megapixel-Modell höher als bei ihrer 9-Megapixel-Kollegin von Ricoh.

Varianten:
Ricoh CX2 silberfarben
Ricoh CX2 schwarz
Ricoh CX2 pink-grau

0 Kommentare zu diesem Artikel
226510