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Der beste DVB-S-Empfänger

27.09.2010 | 16:44 Uhr |

Aktuelle DVB-S-Empfänger für den PC bringen neben den herkömmlichen SD-Sendern auch HDTV auf den Bildschirm. PC-WELT hat die besten Satelliten-Empfänger getestet.

Neben dem eigentlichen Fernseher wünschen sich viele Zuseher das Fernsehprogramm auch auf dem PC, um komfortabel Sendungen aufzunehmen, zu bearbeiten und zu archivieren. Und auch hier müssen Sie nicht auf das neue HDTV-Fernsehen verzichten. Aktuelle TV-Empfänger für den digitalen Satellitenempfang DVB-S wie die PCI-Karten Terratec Cinergy S2 PCI HD und Technisat Skystar HD2 unterstützen fast durchgängig neben dem herkömmlichen SD- den Empfang von HD-Sendern. Das digitale HDTV-taugliche Satellitensignal wird als DVB-S2 bezeichnet. Für den Empfang und die Bearbeitung von HDTV-Sendungen benötigen Sie einen starken PC mit einer leistungsfähigen Dual- oder Quad-Core-CPU und einer aktuelle Grafikkarte, die den Prozessor bei der Arbeit unterstützt.

DVB-S empfängt über 1000 Sender

Im Unterschied zu den beiden anderen digitalen TV-Standards DVB-T und DVB-C, die nur knapp zwei Dutzend beziehungsweise um die 300 Sender auf den PC bringen, lassen sich per Satellit über die bei deutschsprachigen Programmen führende Astra-Satellitenflotte auf 19,2 Grad Ost allein über 1000 TV-Programme empfangen, davon knapp 300 in Deutsch. Allerdings sind viele der digitalen Satelliten-Programme nicht frei empfangbar. Das betrifft nicht nur in- und ausländisches Bezahlfernsehen, sondern beim Satellitenempfang auch die HDTV-Kanäle deutscher Privatsender: Sie werden verschlüsselt gesendet und lassen sich nur mit entsprechender Entschlüsselungs-Hardware (CI-Modul für die Aufnahme der Smartcards) und einem kostenpflichtigen Abo empfangen.

CI+: Am PC bleibt der Schirm dunkel

Zumindest theoretisch: Denn anders als bei herkömmlichen Fernsehern gibt es für die PC-Satelliten-Empfänger keine CI-Module, die den neuen Verschlüsselungsstandard CI+ unterstützen, der für den HDTV-Empfang der HD-Sender der privaten TV-Anbieter nötig wäre. Anbieter wie RTL und SAT1 setzen auf das neuen Übertragungsverfahren CI+, da dieses Nutzungsbeschränkungen ermöglicht. So lässt sich beispielsweise das Vorspulen bei Werbeblöcken oder zeitversetztes Fernsehen (Timeshift) verhindern. Ob es offizielle CI+-Module für den PC geben wird, die dieses neue Übertragungsverfahren unterstützen, ist fraglich. Denn die TV-Anbieter fürchten, dass sich am PC die Einschränkungen von CI+ umgehen lassen. Die HDTV-Programme der öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Arte sind dagegen frei empfangbar.

Positiv immerhin: Für alle TV-Empfänger im Testfeld wie etwa der Technotrend TT-connect S2-3600 und der Hauppauge WinTV-Nova HD-S2 sind herkömmliche Common-Interface-Module optional erhältlich.In das CI-Modul wird das für die eigentliche Verschlüsselung zuständige „Conditional Access Module“, kurz: CAM, gesteckt. Vervollständigt wird die Entschlüsselungskette durch die Abo-Smartcard des Programmanbieters, die ins CAM geschoben wird. Die in- und ausländischen Bezahlsender verwenden verschiedene Verschlüsselungssysteme. Dafür ist meist jeweils ein eigenes CAM erfordern. Neben den von den Programmanbietern lizensierten gibt es auch halboffizielle Empfangsmodule. Der Empfang der deutschen Sky-Programme ist zum Beispiel mit dem Alphacrypt Light möglich. Kostenpunkt: rund 50 Euro.

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